Stefan Hofmänner – die vertraute SRF-Stimme im Sägemehl und im Skisport

Wer den Schwingsport seit vielen Jahren am Schweizer Fernsehen verfolgt, kennt seine Stimme: Stefan Hofmänner gehört zu den erfahrensten Sportkommentatoren von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Besonders eng verbunden ist sein Name mit dem Schwingen. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert begleitet der Berner die grossen Feste, ordnet Duelle ein und bringt den Zuschauerinnen und Zuschauern das Geschehen im Sägemehl näher.

Dabei ist Hofmänner weit mehr als nur die Stimme zu den Bildern. Seine langjährige Erfahrung, sein Wissen über den Sport und sein Gespür für die besondere Atmosphäre eines Schwingfests haben ihn zu einem festen Bestandteil der SRF-Berichterstattung gemacht.

Seit 1999 eng mit dem Schwingsport verbunden

Die Verbindung zwischen Stefan Hofmänner und dem Schwingen reicht weit zurück. Bereits 1999 begann er, den Schwingsport für das Schweizer Fernsehen als Kommentator zu begleiten. In seinen ersten 25 Jahren am Mikrofon kommentierte er mehr als 40 Schwingfeste.

In dieser Zeit hat sich der Schwingsport enorm entwickelt. Aus einer Sportart, die im Fernsehen früher wesentlich weniger Raum einnahm, wurde ein mediales Grossereignis. Hofmänner hat diese Entwicklung unmittelbar miterlebt und mit seiner Arbeit über viele Jahre begleitet.

Als die grossen Schwingfeste ins Fernsehen kamen

Ein entscheidender Schritt für die mediale Präsenz des Schwingsports erfolgte 2004. Beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Luzern übertrug das damalige Schweizer Fernsehen erstmals das komplette zweitägige Fest. Zuvor waren Schwingfeste im Fernsehen hauptsächlich in Zusammenfassungen zu sehen, während beim Eidgenössischen nur Teile live übertragen wurden.

Hofmänner erinnerte sich später daran, dass eine ganztägige Sportübertragung eigentlich gegen den damaligen Trend zu immer kürzeren und kompakteren Fernsehformaten lief. Der Entscheid erwies sich jedoch als wegweisend. Heute gehören umfangreiche Liveübertragungen der grossen Schwingfeste selbstverständlich zum SRF-Sportprogramm.

Eine Stimme für Tradition und modernen Spitzensport

Schwingen stellt besondere Anforderungen an einen Kommentator. Auf der einen Seite ist es moderner Spitzensport mit professioneller Vorbereitung, taktischen Entscheidungen und enormer körperlicher Leistung. Auf der anderen Seite gehören Traditionen, regionale Verbundenheit und eine ganz eigene Sprache untrennbar dazu.

Genau zwischen diesen beiden Welten bewegt sich Hofmänner seit Jahren. Er muss einen Gang fachlich verständlich erklären, die Ausgangslage eines Schwingers einordnen und gleichzeitig genügend Raum für die besondere Stimmung eines Festes lassen.

Die besten Momente einer Übertragung entstehen dabei nicht zwangsläufig durch möglichst viele Worte. Gerade beim Schwingen gehört auch das Gespür dafür dazu, wann die Bilder und die Atmosphäre im Sägemehl für sich sprechen können.

Mit Schwingerkönigen am Mikrofon

Ein wichtiger Bestandteil der SRF-Übertragungen ist die Zusammenarbeit zwischen Kommentatoren und ehemaligen Spitzenschwingern. Hofmänner arbeitete im Laufe der Jahre unter anderem mit Schwingerkönigen wie Adrian Käser, Jörg Abderhalden und Matthias Sempach zusammen.

Diese Kombination verbindet journalistische Führung mit der unmittelbaren Erfahrung ehemaliger Athleten. Während Hofmänner durch den Wettkampf führt, können die Experten technische Details, taktische Entscheidungen und die Situation aus Sicht eines Schwingers einordnen.

Beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2025 in Mollis kommentierte Hofmänner beispielsweise gemeinsam mit Jörg Abderhalden den Triumph von Armon Orlik. Für Abderhalden war es zugleich der letzte Einsatz als SRF-Schwingexperte.

Auch 2026 eine zentrale Stimme bei SRF

Auch in der Schwingsaison 2026 gehört Stefan Hofmänner weiterhin zum festen SRF-Team. Gemeinsam mit Reto Wiedmer führt er als Kommentator durch die Übertragungen der Teilverbands- und Bergkranzfeste.

Unterstützt werden die Kommentatoren von ehemaligen Spitzenschwingern. Neben Matthias Sempach und Adrian Käser kommen 2026 auch Pirmin Reichmuth und Christian Schuler als Experten zum Einsatz.

Der grosse Saisonhöhepunkt folgt am 5. September 2026 mit dem Kilchberger Schwinget. Dort kommentiert Hofmänner das Geschehen gemeinsam mit Adrian Käser und Christian Schuler. Für Käser wird es gleichzeitig der letzte Einsatz im SRF-Expertenteam sein.

Vom Kommentatorenplatz ins Fernsehstudio

Hofmänners Rolle beim Schweizer Fernsehen beschränkt sich inzwischen nicht mehr auf den klassischen Livekommentar. Mit «Schwingklub – der Talk» ist er auch in einem Format präsent, das über die unmittelbaren Resultate hinausblickt.

Gemeinsam mit Fabienne Gyr, SRF-Schwingexperten und Gästen werden dort das sportliche Geschehen sowie aktuelle Themen rund um den Schwingsport aufgearbeitet. Damit bringt Hofmänner seine langjährige Erfahrung auch in ein Format ein, bei dem Gespräche, Hintergründe und Persönlichkeiten stärker im Mittelpunkt stehen.

Ein vielseitiger Sportjournalist

Obwohl viele Zuschauer Stefan Hofmänner in erster Linie mit dem Schwingen verbinden, reicht seine journalistische Laufbahn deutlich weiter. Bereits 1997 begann er beim damaligen Schweizer Fernsehen. Nach seiner Ausbildung zum Fernsehjournalisten war er als Redaktor und Kommentator in verschiedenen Sportarten tätig.

Über viele Jahre kommentierte er unter anderem alpine Skirennen der Frauen und berichtete von Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen. Auch Leichtathletik, Tennis, Beachvolleyball und später Kunstturnen gehörten zu seinem sportjournalistischen Portfolio.

2014 verliess Hofmänner SRF vorübergehend und wechselte als Kommunikationsverantwortlicher zu Swiss-Ski. Bereits 2015 kehrte er jedoch zum Schweizer Fernsehen zurück. Seine Stärke, so erklärte er damals selbst, liege stärker bei den Aufgaben des Fernsehens.

Mehr als 25 Jahre Schwingen am Mikrofon

Sportübertragungen leben von den Athleten, von Emotionen und von grossen Entscheidungen. Doch über viele Jahre hinweg werden auch die Stimmen hinter dem Mikrofon zu einem Teil dieser Erinnerungen.

Stefan Hofmänner hat zahlreiche Generationen von Schwingern begleitet und miterlebt, wie sich die mediale Wahrnehmung des Nationalsports verändert hat. Gleichzeitig ist er seiner Rolle treu geblieben: informieren, erklären, einordnen und die Emotionen eines Schwingfests für das Publikum transportieren.

Gerade in einer Sportart, in der Tradition und Moderne so eng miteinander verbunden sind, kommt der Sprache eine besondere Bedeutung zu. Begriffe, Geschichten und Persönlichkeiten gehören ebenso zum Schwingen wie Kurz, Übersprung oder Brienzer.

Nach mehr als einem Vierteljahrhundert am Sägemehlrand ist Stefan Hofmänner deshalb nicht einfach ein Kommentator, der Schwingfeste begleitet. Für viele Fernsehzuschauer ist seine Stimme längst selbst zu einem vertrauten Bestandteil des Schwingsports geworden.

 

Quelle: SRF / SRF Sport
Bildquelle: SRF/Oscar Alessio

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