Pidcock Weltmeister – Lillo starker Siebter

Tom Pidcock hat bei der Mountainbike-WM im italienischen Val di Sole eindrucksvoll den Weltmeistertitel im Cross Country gewonnen. Der Brite startete lediglich aus der fünften Reihe, kämpfte sich jedoch bis an die Spitze und setzte sich im Finale entscheidend ab. Aus Schweizer Sicht überzeugte Dario Lillo mit Rang sieben. Filippo Colombo und Fabio Püntener komplettierten mit den Plätzen acht und neun ein starkes Schweizer Ergebnis.

Pidcock benötigte für die acht Runden 1:25:26 Stunden. Der zweimalige Olympiasieger verwies seinen britischen Landsmann Charlie Aldridge um 17 Sekunden auf Rang zwei. Bronze ging mit 31 Sekunden Rückstand an den Kanadier Cole Punchard.

Für Pidcock ist es nach 2023 bereits der zweite Weltmeistertitel in der olympischen Cross-Country-Disziplin.

Von Startposition 34 zum Weltmeistertitel

Die Ausgangslage machte Pidcocks Erfolg besonders bemerkenswert. Weil der 27-Jährige in dieser Saison nur selten im Mountainbike-Weltcup gestartet war, musste er das Rennen aus der fünften Startreihe und damit ungefähr von Position 34 aufnehmen.

Pidcock arbeitete sich jedoch Runde für Runde durch das Feld. In der vierten Runde erreichte er die Spitzengruppe, ehe er in der Schlussphase endgültig das Kommando übernahm.

In der siebten von acht Runden distanzierte er Aldridge an einem der letzten Anstiege. Mit neun Sekunden Vorsprung ging Pidcock in die Schlussrunde und liess sich den Titel danach nicht mehr nehmen.

Lillo führt starkes Schweizer Trio an

Auch die Schweizer Männer zeigten eine überzeugende Leistung. Dario Lillo erreichte das Ziel mit 1:54 Minuten Rückstand auf Pidcock und belegte Rang sieben.

Nur acht Sekunden hinter Lillo folgte Filippo Colombo auf Platz acht. Fabio Püntener wurde weitere zwei Sekunden später Neunter. Damit klassierten sich gleich drei Schweizer innerhalb der besten neun Fahrer des WM-Rennens.

Für Lillo bestätigt der siebte Rang eine starke Saison. Der 24-Jährige gewann im Juli in Leysin erstmals den Schweizer Meistertitel im Cross Country und hatte bereits zuvor im Weltcup mit starken Resultaten überzeugt.

Wie hoch das Niveau des internationalen Mountainbike-Sports auch bei Rennen in der Schweiz ist, zeigt regelmässig der Mountainbike-Weltcup in Lenzerheide mit internationaler Spitzenbesetzung.

Van der Poel ohne Chance auf die Medaillen

Enttäuschend verlief das Rennen dagegen für Mathieu van der Poel. Der Niederländer war wie Pidcock weit hinten gestartet, konnte sich diesmal jedoch nicht entscheidend nach vorne arbeiten.

Van der Poel erreichte das Ziel lediglich auf Rang 30 und verlor 4:40 Minuten auf den neuen Weltmeister. Während Pidcock seine grosse Aufholjagd erfolgreich abschloss, blieb dem niederländischen Multisport-Star der erhoffte erste Elite-WM-Titel im Mountainbike erneut verwehrt.

Pidcock setzt seiner MTB-Karriere ein weiteres Ausrufezeichen

Mit seinem Triumph von Val di Sole baut Pidcock seine aussergewöhnliche Mountainbike-Bilanz weiter aus. Neben seinen beiden WM-Titeln gewann er bereits 2021 in Tokio und 2024 in Paris olympisches Gold.

Für die Schweiz blieb zwar eine Medaille aus, drei Fahrer in den Top 9 sind dennoch ein bemerkenswertes Mannschaftsergebnis. Besonders Dario Lillo bestätigte mit Rang sieben, dass er inzwischen auch bei den grössten internationalen Rennen zur erweiterten Weltspitze gehört.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Titelbild – KI-Bild

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