Formel 1: Monza startet – Audi aus Hinwil rüstet nach

Die Formel 1 startet am Freitag in eines ihrer traditionsreichsten Rennwochenenden. Um 12.30 Uhr beginnt in Monza das erste freie Training zum Grossen Preis von Italien. Aus Schweizer Sicht steht dabei besonders Audi im Fokus: Der Formel-1-Rennwagen wird in Hinwil entwickelt – und für den Hochgeschwindigkeitskurs bringt das Team eine geänderte Getriebeübersetzung an den Start.

Das zweite Training folgt bereits um 16.00 Uhr. Am Samstag wird um 16.00 Uhr um die Pole-Position gefahren, ehe am Sonntag um 15.00 Uhr der Grand Prix über 53 Runden beginnt.

Für Audi, Ferrari und WM-Leader Kimi Antonelli wird Monza damit zu einem der wichtigsten Wochenenden der bisherigen Saison.

Audi verändert den R26 für Monza

Audi geht mit einer technischen Neuerung in das Wochenende.

Beim R26 kommt in Monza eine geänderte Getriebeübersetzung zum Einsatz. Nach Angaben von Fahrer Gabriel Bortoleto soll sie vor allem die Fahrbarkeit verbessern und dem Team helfen, beim Start konstanter zu werden.

Gerade die Starts hatten Audi in der ersten Saisonhälfte mehrfach beschäftigt.

Das Team hat eine besonders enge Verbindung zur Schweiz. Audi übernahm für seinen Einstieg in die Formel 1 die Sauber Group. Entwicklung und Bau der Formel-1-Rennwagen erfolgen weiterhin in Hinwil im Zürcher Oberland.

Auch der Rennbetrieb wird von dort aus organisiert. Die Power Unit entsteht dagegen im deutschen Neuburg an der Donau.

Mit Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto verfügt das Werksteam über eine Mischung aus grosser Erfahrung und jungem Talent.

Monza stellt neue Formel 1 vor besonderes Problem

Das Autodromo Nazionale Monza gilt traditionell als «Temple of Speed».

Die langen Geraden und wenigen langsamen Kurven machten den Italien-GP über Jahrzehnte zu einem der schnellsten Rennen im Kalender.

Doch ausgerechnet mit den neuen Formel-1-Autos von 2026 könnte sich dieses Bild verändern.

Die neue Generation der Antriebe verfügt über einen wesentlich höheren elektrischen Anteil. Auf besonders langen Vollgaspassagen kann deshalb das Energiemanagement zu einem entscheidenden Faktor werden.

Mehrere Fahrer erwarten, dass sie auf den Geraden ungewöhnlich stark mit der verfügbaren elektrischen Energie haushalten müssen.

Damit könnte Monza 2026 technisch deutlich komplexer werden, als es die scheinbar einfache Streckenführung vermuten lässt.

Antonelli kommt als WM-Leader zum Heimrennen

Im Mittelpunkt der italienischen Fans steht Kimi Antonelli.

Der Mercedes-Pilot reist als Führender der Fahrer-Weltmeisterschaft nach Monza. Vor dem Wochenende besitzt der Italiener einen Vorsprung von 59 Punkten auf Teamkollege George Russell und Ferrari-Star Lewis Hamilton.

Für den erst 20-Jährigen ist der Druck damit enorm.

Gleichzeitig bekommt Ferrari beim Heimspiel besonders viel Aufmerksamkeit. Die Scuderia bringt für Monza ein weiterentwickeltes Antriebspaket und hofft, vor den Tifosi näher an die Spitze heranzurücken.

Lewis Hamilton gehört als Ferrari-Pilot ebenfalls zu den grossen Figuren des Wochenendes. Gemeinsam mit Michael Schumacher hält der Brite mit fünf Siegen den Rekord für die meisten Erfolge beim Italien-GP.

Red Bull erneut ohne Hadjar

Eine wichtige Personalie ist bereits vor dem ersten Training geklärt.

Isack Hadjar kann wegen seiner Handgelenksverletzung erneut nicht für Red Bull starten. Liam Lawson übernimmt wie bereits in Zandvoort seinen Platz neben Max Verstappen.

Mehr zu dieser Personalentscheidung gibt es im Bericht über Hadjars Ausfall und Lawsons erneuten Einsatz für Red Bull.

Für die Teams beginnt nun die eigentliche Arbeit.

Ab 12.30 Uhr liefert das erste Training erstmals Antworten darauf, wie schnell die neue Formel-1-Generation auf dem «Temple of Speed» tatsächlich ist – und ob das in Hinwil entwickelte Audi-Paket einen Schritt nach vorne machen kann.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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