Werro: Hodgkinson sagt Brüssel-Final ab

Audrey Werro muss beim Diamond-League-Final in Brüssel erneut auf das grosse Duell mit Keely Hodgkinson verzichten. Die britische Olympiasiegerin hat ihren Start über 800 Meter kurzfristig abgesagt. Hodgkinson fühlt sich nach den Europameisterschaften körperlich weiterhin nicht bereit für einen Wettkampf. Für Werro verändert sich damit die Ausgangslage vor dem Saisonfinal am Samstagabend erheblich.

Die 22-jährige Freiburgerin geht nach einer aussergewöhnlichen Saison ohnehin als eine der grossen Favoritinnen ins Rennen.

Der 800-Meter-Final beginnt am Samstag um 21.39 Uhr im König-Baudouin-Stadion.

Hodgkinson fehlt erneut gegen Werro

Eigentlich hätte Brüssel die nächste grosse Bühne für das Duell zwischen Audrey Werro und Keely Hodgkinson werden sollen.

Doch wie bereits bei Weltklasse Zürich kommt es nicht dazu.

Hodgkinson hat seit den Europameisterschaften in Birmingham kein Rennen mehr bestritten. Die Britin kämpft weiterhin mit den Folgen einer leichten Oberschenkelverletzung und erklärte, ihr Körper sei noch nicht bereit, wieder einen Wettkampf zu absolvieren.

Bereits ihren geplanten Start in Zürich hatte die Olympiasiegerin deshalb abgesagt.

Nun fällt auch die Revanche beim prestigeträchtigen Diamond-League-Final aus.

Ob Hodgkinson in dieser Saison überhaupt noch einmal startet, ist offen. Mitte September stehen noch die Ultimate Championships in Budapest auf dem Programm.

Werro hat 2026 alles gewonnen

Für Audrey Werro könnte die Ausgangslage kaum besser sein.

Die Europameisterin ist bei ihren fünf bisherigen Diamond-League-Starts der Saison ungeschlagen. In Rabat, Stockholm, Paris, Lausanne und Zürich überquerte sie jeweils als Erste die Ziellinie.

Dabei hat sie mehrfach Zeiten erreicht, die noch vor wenigen Monaten kaum vorstellbar schienen.

Bei Weltklasse Zürich lief die Freiburgerin zuletzt 1:53,70 Minuten.

Damit blieb sie lediglich 42 Hundertstelsekunden über dem legendären Weltrekord von Jarmila Kratochvílová aus dem Jahr 1983.

Werro gehört inzwischen damit nicht nur zur Weltspitze – sie ist eine der wenigen Athletinnen, die ernsthaft in den Bereich des ältesten noch bestehenden Freiluft-Weltrekords der Leichtathletik vorgestossen sind.

Broeders-Bol bleibt eine grosse Gegnerin

Ein Selbstläufer wird der Final trotz Hodgkinsons Absage nicht.

Mit Femke Broeders-Bol wartet weiterhin eine der stärksten Mittelstreckenläuferinnen der Saison. Die Niederländerin hat sich 2026 erfolgreich auf die 800 Meter konzentriert und gehört ebenfalls zur absoluten Weltklasse.

Gerade deshalb dürfte das Rennen in Brüssel erneut sehr schnell werden.

Werro reist zudem als Titelverteidigerin an. Bereits beim Diamond-League-Final 2025 hatte sie sich die Diamond Trophy gesichert und damit ihren internationalen Durchbruch endgültig bestätigt.

Wie aussergewöhnlich ihre Entwicklung inzwischen geworden ist, zeigt auch der ausführliche Hintergrund über Audrey Werros Aufstieg zur Schweizer 800-Meter-Ausnahmeläuferin.

Weltrekord bleibt im Hinterkopf

Offiziell steht für Werro zunächst die Verteidigung ihrer Diamond Trophy im Mittelpunkt.

Doch nach ihren Zeiten der vergangenen Monate lässt sich die Weltrekordfrage kaum noch ausblenden.

Die Bedingungen und das Tempo des Rennens werden entscheidend sein. Ohne Hodgkinson fehlt zwar eine wichtige Tempomacherin und Rivalin, mit dem starken Feld besitzt Werro dennoch die Möglichkeit, erneut in historische Bereiche vorzudringen.

Der grosse Showdown Werro gegen Hodgkinson ist geplatzt.

Für die Schweizerin könnte der Samstagabend trotzdem zu einem der wichtigsten Rennen ihrer bisherigen Karriere werden – mit der Diamond Trophy und vielleicht sogar einer historischen Zeit als möglichen Zielen.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

Publireportagen

Empfehlungen

gourmetnews.ch
Gott.ch