Schweizer U16-Talent Kuhlmann bei Real Madrid

Ein Schweizer Nachwuchsspieler ist im Talentsystem von Real Madrid angekommen. Der 16-jährige Quim Kuhlmann, zuletzt beim FC Girona, wird inzwischen im Kader von Real Madrid U18 geführt. Gleichzeitig gehört er zum Schweizer U16-Nationalteam. Damit setzt ein weiterer junger Schweizer seine Ausbildung bei einem der renommiertesten Nachwuchsprogramme Europas fort.

Real Madrids Nachwuchsbereich wird in Spanien als Cantera bezeichnet und ist unter dem Namen «La Fábrica» bekannt.

Für Kuhlmann bedeutet der Wechsel einen erheblichen Schritt nach vorne – sportlich allerdings zunächst auf Nachwuchsebene.

Aus Gironas U16 nach Madrid

Kuhlmann gehörte in der vergangenen Saison zum Nachwuchs des FC Girona.

Der katalanische Club führte ihn offiziell im Kader seiner männlichen U16-Mannschaft. Auch beim katalanischen Fussballverband FCF ist seine Zeit bei Girona dokumentiert.

Dort sammelte der Schweizer regelmässig Spielpraxis in einer der stärkeren Nachwuchsligen Kataloniens.

Aktuelle spanischsprachige Kaderdaten führen Kuhlmann inzwischen bei Real Madrid U18. Dort wird er als Defensivspieler aufgeführt.

Seine bisherigen Einsätze für die Schweiz zeigen allerdings, dass er auch weiter vorne eingesetzt werden kann.

Beim SFV auf der rechten Seite eingesetzt

Kuhlmann gehört bereits zum Kreis der Schweizer U16-Auswahl.

In einem Testspiel des SFV gegen den Nachwuchs des FC Lugano im März stand er beispielsweise von Beginn an auf dem Platz und wurde als rechter Mittelfeldspieler eingesetzt.

Auch in weiteren Aufgeboten des Schweizerischen Fussballverbandes tauchte sein Name während des Frühjahrs auf.

Damit verfügt Kuhlmann bereits über internationale Nachwuchserfahrung und steht gleichzeitig unter Beobachtung des Schweizer Verbandes.

Für einen Spieler seines Alters ist die Kombination aus Ausbildung in Spanien und Einsätzen für die Schweiz besonders interessant.

Real setzt traditionell stark auf seine Cantera

Der Wechsel nach Madrid bedeutet allerdings keineswegs automatisch den späteren Sprung zu den Profis.

Die Konkurrenz innerhalb der Real-Cantera ist enorm. Zahlreiche spanische und internationale Talente kämpfen in verschiedenen Altersstufen um die nächsten Entwicklungsschritte.

Gleichzeitig besitzt «La Fábrica» im europäischen Fussball einen hervorragenden Ruf.

Real Madrid bildet seit Jahrzehnten Spieler aus, die später entweder den Sprung in die erste Mannschaft schaffen oder sich bei anderen Clubs in den europäischen Profiligen etablieren.

Auch wirtschaftlich spielt der Nachwuchs inzwischen eine wichtige Rolle. Real erzielte zuletzt hohe Einnahmen mit Spielern aus der eigenen Cantera.

Schweizer Nachwuchs mit internationalem Weg

Für den Schweizer Fussball ist Kuhlmann deshalb vor allem als langfristiges Projekt interessant.

Mit 16 Jahren steht nicht der unmittelbare Durchbruch bei den Profis im Vordergrund, sondern die weitere Entwicklung in einem hochklassigen Trainings- und Wettbewerbsumfeld.

Der SFV kennt ihn bereits aus der U16, während er in Spanien nun den nächsten Schritt macht.

Bei Real Madrid trifft er zudem auf ein Umfeld, in dem internationale Spitzenfussballer zum Alltag gehören. Einer davon ist Antonio Rüdiger, der sich nach seinem Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft vollständig auf seine Vereinskarriere konzentriert. Mehr dazu im Bericht über Rüdigers Abschied aus der deutschen Nationalmannschaft.

Wie weit Kuhlmanns Weg in Madrid führen wird, lässt sich mit 16 Jahren nicht seriös vorhersagen.

Fest steht jedoch: Ein Schweizer U16-Nationalspieler setzt seine Ausbildung nun in der Cantera von Real Madrid fort – in jener Talentschmiede, die im spanischen Fussball seit Jahrzehnten als «La Fábrica» bekannt ist.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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