Zverev erstmals ohne Marathon – in drei Sätzen ins Achtelfinale
von belmedia Redaktion Amerika ATP Tour Grand Slams Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Resultate Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Tennis tennis.ch Themen Turniere Ⳇ Verbreitung
Alexander Zverev hat bei den US Open erstmals in diesem Turnier einen kurzen Arbeitstag erlebt. Der topgesetzte Deutsche besiegte Alejandro Tabilo in der dritten Runde mit 6:2, 7:6 (7:2) und 6:2. Nach zwei Fünfsatz-Marathons benötigte Zverev diesmal nur 2 Stunden und 26 Minuten und steht im Achtelfinale.
Gerade die vergleichsweise kurze Spielzeit dürfte für Zverev enorm wertvoll sein. In seinen ersten beiden Partien hatte der 29-Jährige insgesamt bereits 9 Stunden und 26 Minuten auf dem Platz gestanden. Gegen den Chilenen Tabilo konnte er nun erstmals Kräfte sparen.
Ganz problemlos verlief der Auftritt im Arthur Ashe Stadium dennoch nicht. Vor allem im zweiten Satz geriet Zverev unter Druck und musste zwei Satzbälle abwehren.
Zverev startet dominant
Im ersten Durchgang bestimmte der Deutsche das Geschehen klar. Zverev setzte Tabilo mit seinem Aufschlag unter Druck und diktierte zahlreiche Ballwechsel von der Grundlinie.
Mit 6:2 ging der erste Satz deutlich an den Favoriten. Nach den beiden kräftezehrenden Fünfsatzpartien zuvor deutete zunächst alles auf einen deutlich entspannteren Abend hin.
Im zweiten Satz änderte sich das Bild.
Tabilo stabilisierte seinen Aufschlag und konnte Zverev häufiger in längere Ballwechsel verwickeln. Beim Stand von 5:4 für den Chilenen geriet der Deutsche sogar ernsthaft in Gefahr und musste zwei Satzbälle abwehren.
Zverev hielt jedoch stand und rettete sich in den Tiebreak.
Im Tiebreak lässt Zverev nichts anbrennen
Dort zeigte sich der Unterschied zwischen den beiden Spielern deutlich. Zverev spielte kontrollierter, während Tabilo insbesondere mit der Vorhand mehrere Fehler produzierte.
Der Deutsche zog schnell davon und entschied den Tiebreak mit 7:2 für sich.
Damit war der Widerstand des Chilenen weitgehend gebrochen. Im dritten Satz übernahm Zverev wieder klar die Kontrolle und setzte sich mit 6:2 durch.
Nach 2 Stunden und 26 Minuten war der Einzug in die Runde der letzten 16 perfekt.
Der Unterschied zu den vorherigen Partien könnte kaum grösser sein. Bereits in der zweiten Runde hatte Zverev mehr als viereinhalb Stunden kämpfen müssen. Den Rückblick auf diesen Kraftakt gibt es im Beitrag US Open: Zverev übersteht nächsten Marathon.
Jetzt wartet Luciano Darderi
Im Achtelfinale trifft Zverev auf Luciano Darderi. Der Italiener setzte sich gegen den Australier Dane Sweeny souverän mit 6:4, 6:3 und 6:3 durch.
Die beiden kennen sich bereits. In Rom standen sich Zverev und Darderi zweimal gegenüber. 2024 setzte sich der Deutsche durch, in dieser Saison revanchierte sich der Italiener.
Zverev dürfte dennoch als Favorit in die Begegnung gehen. Der amtierende Roland-Garros-Sieger hat bei den Grand-Slam-Turnieren 2026 bislang eine bemerkenswert konstante Saison gezeigt und steht nun auch in New York in der zweiten Woche.
Vor allem körperlich war der klare Erfolg gegen Tabilo wichtig. Nach mehr als neun Stunden Tennis in den ersten beiden Runden musste Zverev diesmal keinen weiteren Marathon bestreiten.
Und trotz einer kurzen Frustphase im dritten Satz, in der auch ein Schläger zu Boden flog, geriet sein Sieg nicht mehr ernsthaft in Gefahr.
Nach zwei dramatischen Fünfsatz-Siegen folgte damit endlich ein souveräner Abend – und Zverev bleibt im Rennen um den US-Open-Titel.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert