European Masters: Girrbach greift in Crans-Montana nach Spitzenplatz
von belmedia Redaktion Golf Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Themen Wallis Ⳇ Verbreitung
Joel Girrbach geht beim Omega European Masters in Crans-Montana als bester Schweizer in die entscheidende Schlussrunde. Der 33-jährige Thurgauer liegt nach drei Runden bei zehn Schlägen unter Par auf dem geteilten 10. Rang. Auf Platz 2 fehlen ihm lediglich drei Schläge – die Führung von Paul Casey liegt sechs Schläge entfernt.
Girrbach hat sich damit beim wichtigsten Golfturnier der Schweiz eine ausgezeichnete Ausgangslage geschaffen.
Besonders bemerkenswert: Nach der zweiten Runde war er der einzige Schweizer, der den Cut schaffte. Mit einer starken 63 am Freitag brachte er sich überhaupt erst in Position für ein Topresultat.
Traumrunde bringt Girrbach nach vorne
Der Start ins Turnier verlief für Girrbach zunächst unspektakulär.
Am Donnerstag spielte er auf dem Par-70-Kurs des Crans-sur-Sierre Golf Club eine 70er-Runde und lag damit bei Even Par.
Einen Tag später folgte die grosse Steigerung.
Girrbach benötigte lediglich 63 Schläge und spielte damit sieben unter Par. Durch diese starke zweite Runde schob sich der Schweizer deutlich nach vorne und sicherte sich als einziger einheimischer Profi den Einzug ins Wochenende.
Der Turnierauftakt in Crans-Montana hatte zunächst anderen Spielern gehört. Wu Ashun führte nach der ersten Runde, während der junge Schweizer Amateur Mischa Candinas ebenfalls einen überzeugenden Start zeigte.
Mehr dazu gibt es im Beitrag European Masters: Wu führt – Candinas überzeugt.
Für Girrbach begann das Turnier dagegen erst am Freitag richtig Fahrt aufzunehmen.
Fünf Birdies auf den ersten neun Löchern
Auch in der dritten Runde am Samstag bestätigte Girrbach seine gute Form.
Der Thurgauer spielte eine 67 und blieb damit drei Schläge unter Par.
Vor allem auf den ersten neun Löchern sorgte er beim Schweizer Publikum für Begeisterung. Girrbach gelangen fünf Birdies – drei davon in Folge auf den Bahnen 7, 8 und 9.
Damit rückte er zwischenzeitlich weit nach vorne.
Auf den zweiten neun Löchern konnte der Schweizer das hohe Tempo allerdings nicht ganz halten. Insgesamt standen am Ende sechs Birdies und drei Bogeys auf seiner Scorekarte.
Trotzdem war Girrbach mit seiner Runde zufrieden.
Vor allem auf den Grüns fehlte ihm nach eigener Einschätzung teilweise nur wenig. Mehrere gute Putts fanden den Weg ins Loch knapp nicht.
Nach drei Runden stehen für Girrbach Scores von 70, 63 und 67 Schlägen zu Buche.
Das ergibt insgesamt 200 Schläge beziehungsweise zehn unter Par.
Nur drei Schläge fehlen auf Rang 2
Die Ausgangslage vor der Schlussrunde ist spannend.
Girrbach liegt zwar sechs Schläge hinter Leader Paul Casey, doch das Feld hinter dem Engländer ist eng zusammengerückt.
Casey führt mit 16 Schlägen unter Par.
Nacho Elvira, Erik van Rooyen, Maximilian Steinlechner und Eugenio Chacarra folgen mit jeweils 13 unter Par auf dem geteilten zweiten Platz.
Girrbach liegt bei zehn unter Par.
Damit fehlen ihm lediglich drei Schläge auf die Gruppe der ersten Verfolger.
Ein starkes Finale könnte den Schweizer entsprechend weit nach vorne bringen.
Casey führt nach spektakulärer Runde
Der Mann, den es am Sonntag zu schlagen gilt, heisst Paul Casey.
Der 49-jährige Engländer spielte am Samstag eine herausragende 63er-Runde.
Auf den ersten neun Löchern benötigte Casey sogar nur 29 Schläge. Zwischen der dritten und neunten Bahn gelangen ihm sechs Birdies auf sieben Löchern.
Mit insgesamt 16 Schlägen unter Par geht er mit drei Schlägen Vorsprung auf seine nächsten Verfolger in den Finaltag.
Auch Casey hat inzwischen einen besonderen Bezug zur Schweiz.
Der frühere Ryder-Cup-Spieler lebt mit seiner Familie im Kanton Zug und bezeichnet das Turnier in Crans-Montana deshalb selbst als eine Art Heimspiel.
Sein bislang letzter Turniersieg liegt mehr als fünf Jahre zurück.
Girrbach hofft auf grossen Finaltag
Für Girrbach wäre ein Spitzenresultat vor heimischem Publikum ein weiterer Höhepunkt seiner Karriere.
Der Schweizer wartet weiterhin auf seinen ersten Turniersieg auf der DP World Tour.
Nach seiner starken Runde am Samstag zeigte er sich überzeugt, dass am Sonntag noch einiges möglich ist.
Entscheidend dürfte sein, ob Girrbach erneut so aggressiv und präzise starten kann wie auf den ersten neun Löchern der dritten Runde.
Das Publikum in Crans-Montana dürfte dabei erneut eine wichtige Rolle spielen.
Bereits am Samstag wurde der Schweizer von zahlreichen Zuschauern über den Platz begleitet und lautstark unterstützt.
Die Schlussrunde beginnt am Sonntagmittag. SRF überträgt den Finaltag ab 12.00 Uhr live.
Girrbach geht dabei mit einer klaren Chance auf ein Topresultat auf den Platz.
Sechs Schläge Rückstand auf die Spitze sind viel – drei Schläge auf Rang 2 dagegen keineswegs.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert