Shaqiri-Show in Luzern – Basel siegt beim Nocentini-Debüt 4:2

Der FC Basel hat im ersten Spiel nach der Entlassung von Stephan Lichtsteiner ein starkes Zeichen gesetzt. Die Basler gewinnen beim FC Luzern trotz eines Gegentors nach nur 30 Sekunden mit 4:2. Xherdan Shaqiri wird mit zwei Treffern und einem Assist zur überragenden Figur beim gelungenen Einstand von Interimstrainer Luigi Nocentini.

Oscar Kabwit sorgte mit einem Kopfball nach einer Flanke von Ruben Fernandes für den Luzerner Traumstart. Basel reagierte jedoch sofort: Bereits in der 4. Minute legte Kazeem Olaigbe für Zan Celar auf, der zum 1:1 einschob. Kurz vor der Pause drehte Philip Otele die Partie endgültig zugunsten der Gäste, als er einen Eckball von Shaqiri zum 2:1 einköpfte.

Nach dem Seitenwechsel übernahm der Basler Captain selbst das Toreschiessen. Shaqiri erhöhte in der 56. Minute nach einer clever ausgeführten Freistossvariante auf 3:1 und traf zehn Minuten später mit einem präzisen Schlenzer auch zum 4:1. Lars Villiger gelang in der 84. Minute nur noch der zweite Luzerner Treffer.

Basel antwortet auf den Blitz-Rückstand

Für Nocentini hätte sein erstes Spiel als verantwortlicher Trainer kaum schlechter beginnen können. Noch bevor eine Minute gespielt war, nutzte Kabwit eine Flanke von Fernandes und brachte die Gastgeber in Führung.

Die Reaktion des FCB fiel allerdings überzeugend aus. Olaigbe drang in die gefährliche Zone vor und legte uneigennützig für Celar quer. Der slowenische Stürmer musste nur noch einschieben und stellte bereits nach vier Minuten wieder Gleichstand her.

In einer offenen ersten Halbzeit hatte auch Luzern seine Möglichkeiten. Basel wurde mit zunehmender Spieldauer jedoch gefährlicher. In der 42. Minute schlug Shaqiri einen Eckball präzise in den Strafraum, wo Otele höher stieg als seine Gegenspieler und das 2:1 erzielte.

Shaqiri entscheidet die Partie

Nach der Pause gehörte die Bühne endgültig Shaqiri. In der 56. Minute überraschten die Basler den FCL mit einer einstudiert wirkenden Freistossvariante. Shaqiri spielte den Ball kurz an, erhielt ihn zurück und nutzte den entstandenen Raum konsequent zum 3:1.

Nur zehn Minuten später schlug der 34-Jährige erneut zu. Nach einem Zuspiel von Olaigbe zog Shaqiri in die Mitte und schlenzte den Ball an Luzern-Goalie Karlo Letica vorbei ins Tor.

Damit war die Partie praktisch entschieden. Shaqiri verliess den Platz in der 72. Minute und wurde von Nocentini herzlich empfangen. Die Leistung des Captains erhielt zusätzliche Bedeutung, weil seine Rolle unter Lichtsteiner zuletzt immer wieder diskutiert worden war.

Der Trainerwechsel war erst wenige Tage zuvor erfolgt. Der FC Basel hatte sich nach den Niederlagen gegen Sion und Lugano von Stephan Lichtsteiner getrennt und den bisherigen Assistenten Nocentini vorerst mit der Leitung der ersten Mannschaft betraut.

Basel rückt auf Rang vier vor

Luzern gab sich trotz des deutlichen Rückstands nicht auf. Lucas Ferreira traf zwischenzeitlich die Latte, ehe der eingewechselte Villiger in der 84. Minute auf 2:4 verkürzte. Eine ernsthafte Aufholjagd entstand daraus jedoch nicht mehr.

Basel beendet damit eine Serie von drei Meisterschaftsspielen ohne Sieg und verbessert sich mit 13 Punkten auf Rang vier. Auf Leader Lugano fehlen den Baslern sechs Punkte, wobei der FCB eine Partie mehr ausgetragen hat.

Für Nocentini ist der Sieg ein optimaler Start in seine Zeit als Interimstrainer. Wie lange er die Mannschaft führen wird, ist weiterhin offen. Der Klub sucht nach einem dauerhaften Nachfolger für Lichtsteiner.

Am kommenden Sonntag empfängt Basel den FC St. Gallen im St. Jakob-Park. Luzern spielt bereits am Samstag erneut zuhause und trifft auf die Grasshoppers.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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