24. Penalty entscheidet – Schweiz holt EM-Bronze
von belmedia Redaktion -schweizweit Allgemein Europa Fussball International Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz soccer.ch Sport sportaktuell.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Die Schweizer Beachsoccer-Nati beendet die Europameisterschaft in Viareggio mit der Bronzemedaille. Im Spiel um Platz 3 gegen Dänemark steht es nach regulärer Spielzeit und Verlängerung 8:8, ehe die Entscheidung in einem aussergewöhnlich langen Penaltyschiessen fällt. Erst der 24. Versuch bringt der Schweiz den Podestplatz.
Dabei hätte das Team von Nationaltrainer Angelo Schirinzi die Partie schon früher entscheiden können. Im Schlussdrittel führt die Schweiz mit 7:5, kassiert aber noch zwei Gegentreffer. Gerade einmal 22 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit gelingt Dänemark der Ausgleich zum 7:7.
Die Schweiz reagiert in der Verlängerung nochmals. Glenn Hodel erzielt das 8:7 und bringt die Nati erneut ganz nahe an die Bronzemedaille. Doch wiederum hält die Führung nicht: Villads de Fries gleicht sechs Sekunden vor Ablauf der dreiminütigen Verlängerung zum 8:8 aus. Einen Tag nach dem klaren 4:10 im Halbfinal gegen Gastgeber Italien zeigt die Schweiz damit grosse Moral.
Penaltyschiessen zieht sich immer weiter hin
Nach dem 8:8 muss die Entscheidung vom Punkt fallen. Beide Mannschaften zeigen dabei zunächst aussergewöhnliche Nervenstärke. Schütze um Schütze tritt an, ohne dass eine Entscheidung fällt.
Das Penaltyschiessen zieht sich dadurch bis zum Stand von 12:11 für die Schweiz. Als 24. Schütze tritt der Däne Tobias Thygesen Pilgaard an. Sein Versuch geht neben das Tor – und löst damit den Schweizer Jubel aus.
In der offiziellen Resultatdarstellung wird die Partie als Schweizer 9:8-Sieg nach Penaltyschiessen gewertet. Tatsächlich wurden im Shootout aber insgesamt 24 Versuche benötigt, ehe der erste entscheidende Fehlschuss fiel.
Schweiz vergibt zweimal die Vorentscheidung
Dass es überhaupt so weit kommt, dürfte Schirinzi im Nachhinein kaum gefallen haben. Seine Mannschaft besitzt sowohl in der regulären Spielzeit als auch in der Verlängerung die Möglichkeit, die Partie ohne Penaltyschiessen zu beenden.
Im letzten Drittel erarbeitet sich die Schweiz eine 7:5-Führung. Dänemark gibt jedoch nicht auf und kommt noch zum Ausgleich. Besonders bitter aus Schweizer Sicht: Das 7:7 fällt nur 22 Sekunden vor Schluss.
Ähnlich verläuft die Verlängerung. Hodel bringt die Schweiz erneut in Front, doch de Fries antwortet praktisch mit der letzten Aktion. Sechs Sekunden vor Ablauf stellt Dänemark wieder auf Gleichstand.
Starke Reaktion nach Halbfinal-Klatsche
Die Bronzemedaille ist für die Schweiz auch deshalb wertvoll, weil das Team weniger als 24 Stunden zuvor eine deutliche Enttäuschung verkraften musste. Im Halbfinal gegen Italien war die Nati mit 4:10 untergegangen und hatte damit den Traum vom dritten EM-Titel nach 2012 und 2022 begraben müssen.
Der Weg unter die besten vier war zuvor alles andere als einfach gewesen. In der Gruppenphase verlor die Schweiz zum Auftakt ein spektakuläres Spiel gegen Spanien mit 10:11. Danach folgte ein überzeugendes 8:3 gegen Rekord-Europameister Portugal.
Im entscheidenden Gruppenspiel gegen Belarus setzte sich die Nati nach einem erneuten Krimi mit 7:6 durch und qualifizierte sich für den Halbfinal. Nach der deutlichen Niederlage gegen Gastgeber Italien gelingt mit Bronze nun doch noch ein versöhnlicher Abschluss des Turniers in Viareggio.
- Gruppenphase: 10:11 gegen Spanien, 8:3 gegen Portugal und 7:6 gegen Belarus.
- Halbfinal: 4:10 gegen Gastgeber Italien.
- Spiel um Platz 3: 8:8 gegen Dänemark nach Verlängerung, danach Sieg im Penaltyschiessen.
- Die letzten Schweizer EM-Titel im Beachsoccer stammen aus den Jahren 2012 und 2022.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert