Saisonvorschau 4/10: Chur bleibt seinem Weg treu

Der EHC Chur hat sich innerhalb von zwei Jahren zu einer festen Grösse in der Swiss League entwickelt. Nach Rang 5 mit 91 Punkten und einer starken Qualifikation setzen die Bündner weiterhin auf die von Arx-Brüder, einen jungen Kern und gezielte Verstärkungen. Trotz der überzeugenden Vorbereitung erwarten wir einen kleinen Rückschritt – unsere Prognose lautet Rang 7.

Chur beendete die vergangene Qualifikation mit 156:119 Toren und 91 Punkten auf dem fünften Platz. Im Viertelfinal trafen die Bündner auf den HC La Chaux-de-Fonds und verloren die umkämpfte Serie mit 2:4 Siegen. Für einen Klub, der erst 2024 in die Swiss League zurückgekehrt war, bestätigte die Saison trotzdem eindrücklich, dass sich Chur in der zweithöchsten Spielklasse etabliert hat.

Der eingeschlagene Weg wird fortgesetzt. Reto und Jan von Arx bleiben an der Bande, während mit Robin Ramsauer, Liekit Reichle, Lars Frei, Sandis Smons, Denys Rubanik und weiteren Leistungsträgern ein grosser Teil des Kerns erhalten bleibt. Gleichzeitig mussten die Bündner einige gewichtige Abgänge ersetzen und greifen erneut auf junge Spieler sowie Leihkräfte aus National-League-Organisationen zurück.

Von Arx-Brüder sorgen für Kontinuität

Die wichtigste Konstante sitzt weiterhin an der Bande. Reto und Jan von Arx verlängerten ihre Zusammenarbeit mit dem EHC Chur langfristig und können ihre Arbeit damit konsequent fortsetzen.

Unter dem Trainerduo entwickelte sich Chur von einem Aufsteiger zu einem konkurrenzfähigen Swiss-League-Team. Auffällig ist dabei weiterhin die Bereitschaft, jungen Spielern Verantwortung zu geben und sie in wichtigen Rollen einzusetzen.

Offensiv besitzt Chur trotzdem genügend Erfahrung. Robin Ramsauer war in der vergangenen Saison mit 40 Punkten der produktivste Spieler der Mannschaft, Liekit Reichle kam auf 39 Punkte. Lars Frei steuerte in 38 Spielen 29 Punkte bei.

Mehrere wichtige Spieler mussten ersetzt werden

Ganz ohne Substanzverlust ging der Sommer nicht vorüber. Finn Fuchs verliess den Klub in Richtung Crimmitschau, Fabian Eggenberger wechselte zu den GCK Lions. Auch Santiago Näf und Darels Dukurs gehören nicht mehr zum Churer Kader.

Dafür kamen mehrere interessante Spieler dazu. Matej Pekar steht leihweise von Ambri-Piotta zur Verfügung, Kimo Bont stammt aus der Organisation des SC Bern. Pascal Brunner erweitert den Angriff, während Bastian Guggenheim, Simon Bär und Mike Aeschlimann während der Vorbereitung ebenfalls wichtige Rollen erhielten.

Gerade diese Zusammenarbeit mit höherklassigen Organisationen bleibt für Chur bedeutend. Sie erhöht die Qualität, macht die Mannschaft aber gleichzeitig davon abhängig, welche Spieler den Bündnern während der Saison tatsächlich zur Verfügung stehen.

Brun und Neckar geben Sicherheit im Tor

Im Tor verfügt Chur mit Alessio Brun über einen jungen Goalie, der bereits in der vergangenen Saison überzeugen konnte. In 17 Einsätzen erreichte er eine Fangquote von 91,1 Prozent.

Auch Martin Neckar steht wieder zur Verfügung. Der Langnauer Torhüter kennt die Mannschaft bereits aus den vergangenen Spielzeiten und zeigte während der Vorbereitung erneut starke Auftritte.

Vor ihnen bleibt ein grosser Teil der Defensive zusammen. Sandis Smons, Denys Rubanik, Nathan Cantin, Dario Bartholet, Serge Weber, Vincent Despont und Koren Winter bilden einen Kern, der das System der von Arx-Brüder kennt.

Fünf Siege aus acht Testspielen

Die Vorbereitung verlief insgesamt überzeugend. Chur gewann gegen Wetzikon mit 4:1 und bezwang den EHC Basel mit 3:0. Niederlagen gab es gegen die SCL Tigers mit 3:5, den HC Thurgau mit 2:4 und die Schwenninger Wild Wings mit 1:6.

Danach folgte eine starke Schlussphase. Beim Turnier in Meran gewann Chur sowohl gegen den slowakischen Spitzenklub HC Kosice als auch gegen Gastgeber Meran mit 4:1. Die Generalprobe gegen die Freiburger Wölfe aus der DEL2 entschieden die Bündner ebenfalls klar mit 5:1 für sich.

Damit stehen nach acht Tests fünf Siege und ein Torverhältnis von 26:19. Besonders die letzten drei Partien mit drei Siegen und nur drei Gegentoren machen vor dem Meisterschaftsstart Mut.

Zum Auftakt wartet gleich eine Doppelrunde

Die neue Saison beginnt am Freitag, 18. September, auswärts bei den GCK Lions, die wir in unserer Prognose auf Rang 8 setzen.

Bereits einen Tag später folgt das erste Heimspiel gegen den EHC Olten. Am Dienstag, 22. September, gastiert mit dem HC Thurgau ein weiteres Team aus der Spitzengruppe im Thomas Domenig Stadion.

Chur besitzt genügend Qualität, Struktur und Kontinuität, um die Playoffs erneut zu erreichen. Gleichzeitig ist die Liga hinter den absoluten Spitzenteams eng, und einige wichtige Abgänge müssen erst vollständig kompensiert werden.

Deshalb setzen wir den EHC Chur auf Rang 7. Bleiben die wichtigsten Spieler gesund und funktionieren die jungen Verstärkungen wie erhofft, ist eine Wiederholung des fünften Platzes durchaus möglich.

🏆 UNSERE PROGNOSE: RANG 7

  • Pluspunkt: Reto und Jan von Arx sorgen für sportliche Kontinuität und eine klare Spielidee.
  • Kern: Ramsauer, Reichle, Frei und Smons gehören weiterhin zu den wichtigsten Leistungsträgern.
  • Fragezeichen: Mehrere Abgänge müssen durch junge Spieler und Leihkräfte kompensiert werden.
  • Form: Drei Siege in Serie zum Abschluss der Vorbereitung mit insgesamt 13:3 Toren.

📊 UNSERE PROGNOSE – KOMPLETT

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Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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