Europacup-Premiere im Thurgau – Cupsieger fordert tschechischen Meister

Floorball Thurgau steht am Mittwochabend vor einem der grössten Spiele der Klubgeschichte. Der Schweizer Cupsieger empfängt um 19.30 Uhr im Tellenfeld in Amriswil den tschechischen Meister Florbal Mladá Boleslav zum Viertelfinal-Hinspiel des Champions Cups. Für die Ostschweizer ist es das erste Europacup-Heimspiel überhaupt.

Der Gegner könnte kaum anspruchsvoller sein. Mladá Boleslav gehört seit Jahren zur europäischen Spitze und reist als tschechischer Meister in die Ostschweiz. Für Thurgau wird das Duell damit zu einem echten internationalen Härtetest.

Die Ausgangslage ist dennoch reizvoll. Erst wenige Monate nach dem ersten nationalen Titel der Klubgeschichte darf sich Floorball Thurgau nun erstmals auf dieser Bühne präsentieren. Das Rückspiel findet am 1. Oktober in Tschechien statt.

Vom Aufsteiger auf die europäische Bühne

Die Entwicklung von Floorball Thurgau verlief in den vergangenen Jahren rasant. Erst im vierten Jahr nach dem Aufstieg in die höchste Schweizer Liga steht der Klub nun vor seinem ersten Europacup-Heimspiel.

Die Qualifikation für den Champions Cup gelang über den Schweizer Cup. Im Final setzte sich Thurgau mit 4:2 gegen den HC Rychenberg Winterthur durch und sicherte sich damit den ersten nationalen Titel der Vereinsgeschichte.

Nun wartet mit Mladá Boleslav ein Gegner von internationalem Format. Die Tschechen gehören zu den stärksten Mannschaften ihres Landes und sind regelmässig auf der europäischen Bühne vertreten.

Mladá Boleslav als grosser Gradmesser

Für Thurgau dürfte entscheidend sein, wie gut die Mannschaft mit dem hohen Tempo und der technischen Qualität der Gäste umgehen kann.

Mladá Boleslav verfügt über viel internationale Erfahrung. Entsprechend können sich die Ostschweizer kaum längere Schwächephasen erlauben.

Gleichzeitig bietet das Heimspiel die Chance, mit viel Energie und der Unterstützung des Publikums selbst Akzente zu setzen. Gerade im Tellenfeld könnte der Heimvorteil eine wichtige Rolle spielen.

Neues Champions-Cup-Format verändert die Spiele

Der Champions Cup wird in dieser Saison mit veränderten Rahmenbedingungen ausgetragen. Pro Partie dürfen nur noch 14 Spieler inklusive Goalies auf dem Matchblatt stehen.

Auch die Spielzeit wurde verkürzt. Statt drei Dritteln à 20 Minuten werden neu drei Drittel à 15 Minuten gespielt.

Damit steigt die Bedeutung jeder einzelnen Spielsituation. Fehler können noch stärker ins Gewicht fallen, gleichzeitig bleibt weniger Zeit, einen Rückstand wieder aufzuholen.

Die kleinere Kadergrösse zwingt die Trainer zudem zu besonders gezielten personellen Entscheidungen.

Schweizer Unihockey vor wichtigen Monaten

Nicht nur auf Klubebene beginnt für das Schweizer Unihockey eine wichtige Phase. Im Dezember wartet mit der Weltmeisterschaft in Finnland auch auf die Nationalmannschaft der nächste grosse Saisonhöhepunkt. Zuletzt wurde bekannt, dass Nationaltrainer Johan Schönbeck die Schweizer Auswahl nach der WM verlassen wird.

Zunächst richtet sich der Fokus aber auf den Champions Cup. Die jüngste Bilanz gegen tschechische Teams ist aus Schweizer Sicht wenig erfreulich. Im vergangenen Wettbewerb schieden sämtliche Schweizer Vertreter im Viertelfinal gegen Gegner aus Tschechien aus.

Thurgau erhält nun die Gelegenheit, diese Serie anzugreifen. Das Hinspiel beginnt am Mittwoch um 19.30 Uhr im Tellenfeld in Amriswil.

Eine Woche später folgt die Entscheidung in Tschechien. Das Rückspiel wird am Donnerstag, 1. Oktober, um 18.30 Uhr in der Amix Arena in Mladá Boleslav ausgetragen.

🏆 THURGAUS CHAMPIONS-CUP-ABEND

  • Hinspiel: Mittwoch, 23. September, 19.30 Uhr im Tellenfeld in Amriswil.
  • Floorball Thurgau steht erstmals in der Vereinsgeschichte im Champions Cup.
  • Neu stehen nur 14 Spieler pro Team auf dem Matchblatt, gespielt wird über 3×15 Minuten.
  • Das Rückspiel findet am 1. Oktober um 18.30 Uhr in Mladá Boleslav statt.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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