Servette kassiert 0:8 gegen Lyon
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Frauenfussball Fussball Genf Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz soccer.ch Spiele Sport sportaktuell.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Servette Chênois ist mit einer deutlichen Niederlage in die Ligaphase der UEFA Women’s Champions League gestartet. Die Schweizer Meisterinnen unterlagen OL Lyonnes im Stade de Genève mit 0:8. Bereits zur Pause führte der französische Rekordsieger mit 4:0.
Servette geriet in der 8. Minute durch ein Eigentor von Laia Ballesté in Rückstand. Danach hielten die Genferinnen zunächst dagegen, ehe Lyon seine enorme individuelle Qualität ausspielte. Marie-Antoinette Katoto erzielte einen Hattrick, Melchie Dumornay traf doppelt. Ein weiteres Eigentor von Magdalena Sobal und ein später Treffer von Ines Benyahia komplettierten das klare Resultat.
Für Servette war es die erwartete Begegnung mit einem europäischen Schwergewicht, allerdings fiel das Ergebnis deutlich aus. OL Lyonnes gehört mit acht Champions-League-Titeln zu den erfolgreichsten Frauenfussballklubs Europas und erreichte in der vergangenen Saison erneut den Final. Für die Genferinnen beginnt mit dieser Ligaphase dagegen erst die zweite Teilnahme am Hauptfeld der Königsklasse.
Lyon übernimmt sofort die Kontrolle
Die Gäste bestimmten von Beginn an Tempo und Ballbesitz. Bereits nach acht Minuten landete der Ball nach einer unglücklichen Aktion von Ballesté im eigenen Tor.
Servette versuchte danach, kompakt zu bleiben und über Umschaltmomente Entlastung zu finden. Bis kurz vor der halben Stunde gelang dies zumindest resultatmässig.
Dann erhöhte Katoto. Von diesem Moment an wurde der Klassenunterschied zunehmend sichtbar. Lyon erzielte vor der Pause zwei weitere Treffer und ging mit einer komfortablen 4:0-Führung in die Kabine.
Katoto und Dumornay entscheiden die Partie
Auch nach dem Seitenwechsel liessen die Französinnen nicht nach.
Katoto komplettierte ihren Hattrick und wurde von der UEFA zur Spielerin des Spiels gewählt. Dumornay erzielte zwei Tore, darunter einen sehenswerten Lupfer.
Nach weniger als einer Stunde stand es bereits 6:0. Später unterlief auch Sobal ein Eigentor, ehe Benyahia als eingewechselte Spielerin den Schlusspunkt zum 8:0 setzte.
Die UEFA bezeichnete den Erfolg als höchsten Sieg seit Einführung der aktuellen Ligaphase der Women’s Champions League 2025/26.
Servette hatte sich über Sparta qualifiziert
Für die Schweizer Meisterinnen ändert die hohe Auftaktniederlage nichts daran, dass bereits die Qualifikation für diese Phase ein bedeutender Erfolg war.
Servette hatte im entscheidenden Duell gegen Sparta Prag zunächst das Hinspiel mit 2:3 verloren und anschliessend zuhause stark reagiert. Mit einem 3:0 im Rückspiel lösten die Genferinnen das Ticket für die Ligaphase. Unseren Bericht zur erfolgreichen Qualifikation gegen Sparta Prag gibt es hier.
Die Gegnerinnen in dieser Phase gehören teilweise zur absoluten europäischen Spitze. Neben Lyon warten unter anderem noch der FC Barcelona, die AS Roma, Paris FC, OH Leuven und HB Køge.
Zunächst wartet der Schweizer Cup
Servette muss die deutliche Niederlage nun schnell verarbeiten.
Bereits am Samstag um 19.00 Uhr steht im Schweizer Cup die nächste Aufgabe gegen Gambarogno an. Danach geht es wieder auf die europäische Bühne.
Am zweiten Spieltag der Champions-League-Ligaphase reisen die Genferinnen nach Dänemark zu HB Køge. Dort dürfte die Ausgangslage deutlich offener sein als gegen den französischen Rekordsieger.
Für Servette wird es in dieser Champions-League-Saison vor allem darum gehen, aus den Begegnungen mit Europas Elite zu lernen und in den ausgeglicheneren Partien um Punkte zu kämpfen.
- Samstag: Schweizer Cup gegen Gambarogno, Anpfiff um 19.00 Uhr.
- Danach folgt in der Champions League das Auswärtsspiel bei HB Køge in Dänemark.
- Servette bestreitet insgesamt sechs Partien in der Ligaphase gegen sechs verschiedene Gegnerinnen.
- Mit Lyon traf Servette zum Auftakt auf den achtfachen Champions-League-Sieger und Finalisten der vergangenen Saison.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert