Aebersold vollendet die Aufholjagd – Schweizer OL-Staffel holt EM-Gold

Die Schweizer Männerstaffel krönt die Orientierungslauf-EM in Litauen mit Gold. Daniel Hubmann, Matthieu Bührer und Fabian Aebersold setzen sich im abschliessenden Staffelrennen durch und sichern der Schweiz den Europameistertitel. Für Aebersold ist es nach Silber über die Langdistanz und Bronze über die Mitteldistanz bereits die dritte Medaille dieser Titelkämpfe.

Die Grundlage für den Schweizer Erfolg legen Daniel Hubmann und Matthieu Bührer auf den ersten beiden Strecken. Die Entscheidung fällt jedoch erst auf der Schlussstrecke, auf der Fabian Aebersold nochmals alles aus sich herausholt und die Schweiz an die Spitze führt. Der 25-Jährige hält dem Druck stand und bringt die Goldmedaille sicher ins Ziel.

Der Triumph ist gleichzeitig ein starkes Ausrufezeichen zum Abschluss der Wald-EM rund um Druskininkai. Die Schweiz hatte bereits in den Einzelrennen mehrere Medaillen gewonnen. Besonders Aebersold avanciert mit drei Podestplätzen zum erfolgreichsten Schweizer Mann dieser Europameisterschaften.

Hubmann eröffnet für die Schweiz

Mit Daniel Hubmann setzt die Schweiz auf der Startstrecke auf enorme Erfahrung. Der 43-jährige Thurgauer gehört seit mehr als zwei Jahrzehnten zur internationalen OL-Spitze und übernimmt im entscheidenden Staffelrennen erneut Verantwortung.

Hubmann hält die Schweiz im Kampf um die Spitzenposition und schafft damit die Grundlage für die beiden folgenden Läufer. Auf der zweiten Strecke übernimmt Matthieu Bührer.

Für den jungen Freiburger ist der Einsatz auf dieser Bühne ein weiterer grosser Schritt. Bührer hatte bereits in den Einzelrennen der EM gezeigt, dass er sich auch bei der Elite international behaupten kann. Über die Langdistanz war er auf Rang 16 gelaufen.

Aebersold übernimmt auf der Schlussstrecke

Als Fabian Aebersold auf die Schlussstrecke geht, ist die Entscheidung noch nicht gefallen. Der Berner muss nochmals volles Risiko gehen und gleichzeitig im technisch anspruchsvollen litauischen Gelände sauber orientieren.

Aebersold löst die Aufgabe eindrücklich. Er arbeitet sich nach vorne und bringt die Schweizer Staffel in die entscheidende Position. Auf den letzten Posten lässt er sich den Sieg nicht mehr nehmen.

Im Ziel ist der Jubel entsprechend gross: Die Schweiz ist Europameister in der Männerstaffel.

Dritte Medaille für Fabian Aebersold

Für Aebersold endet damit eine herausragende Europameisterschaft. Bereits am Donnerstag hatte er über die Langdistanz für eine Überraschung gesorgt und hinter dem Norweger Kasper Harlem Fosser Silber gewonnen.

Am Samstag folgte über die Mitteldistanz die nächste Medaille. Wieder gewann Fosser, während Aebersold hinter dem Schweden Anton Johansson Bronze holte.

Mit Staffel-Gold komplettiert der Schweizer nun seinen Medaillensatz mit Gold, Silber und Bronze.

Die starken Leistungen kommen nicht aus dem Nichts. Bereits vor Beginn der Titelkämpfe gehörte Aebersold zu den Schweizer Hoffnungsträgern. In unserem Ausblick auf die OL-EM in Litauen hatten wir die starke Schweizer Ausgangslage eingeordnet.

Goldener Abschluss in Litauen

Die Staffel bildet den Abschluss der Europameisterschaften und gleichzeitig das Finale des diesjährigen Orientierungslauf-Weltcups. Die Titelkämpfe wurden vom 23. bis 27. September rund um Druskininkai ausgetragen.

Das Gelände verlangte den Athleten während der gesamten Woche viel ab. Dichte Vegetation, eingeschränkte Sicht und zahlreiche Geländeformen machten eine Kombination aus hoher Laufgeschwindigkeit und präziser Navigation notwendig.

Für die Schweizer Männer endet die EM nun mit dem grösstmöglichen Erfolg. Hubmann bringt seine enorme Erfahrung ein, Bührer bestätigt seinen Aufstieg in die internationale Elite und Aebersold setzt mit seiner entscheidenden Schlussstrecke den Schlusspunkt.

🏆 AEBERSOLDS MEDAILLENSATZ IN LITAUEN

  • Langdistanz: Silber hinter Kasper Harlem Fosser.
  • Mitteldistanz: Bronze hinter Fosser und Anton Johansson.
  • Staffel: Gold mit Daniel Hubmann und Matthieu Bührer.
  • Die Staffel bildet den Abschluss der OL-EM und der letzten Weltcup-Runde 2026.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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