Amenda fällt mindestens zwei Monate aus – Nati muss ohne ihn planen

Schlechte Nachrichten für Aurèle Amenda und die Schweizer Nationalmannschaft: Die Wadenverletzung des 23-jährigen Innenverteidigers ist deutlich schwerer als zunächst erhofft. Coventry-Trainer Frank Lampard rechnet mit einer Pause von mindestens zwei Monaten, möglicherweise sogar bis zu drei Monaten. Damit verpasst Amenda den kompletten Nations-League-Block der Schweiz zwischen Ende September und Anfang Oktober.

Amenda hatte sich am Mittwoch beim 1:3 im League Cup gegen Aston Villa bereits in der Anfangsphase verletzt und musste in der 12. Minute ausgewechselt werden. Zunächst war lediglich klar, dass die Wade betroffen ist und weitere Untersuchungen notwendig sind. Nun steht fest, dass Coventry länger auf seinen Schweizer Stammverteidiger verzichten muss. Lampard bezeichnete die Verletzung nach dem 1:0-Sieg bei Nottingham Forest als schwerwiegender als ursprünglich angenommen.

Für Murat Yakin kommt die Diagnose zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Amenda gehört zum 25-Mann-Aufgebot für die ersten vier Nations-League-Spiele nach der WM und war zunächst fest für den Zusammenzug eingeplant. Noch am Freitag war nach der bestätigten Wadenverletzung lediglich sein Einsatz gegen Nottingham und für die kommenden Nati-Partien fraglich. Mit der neuen Prognose ist nun klar, dass er der Schweiz für diesen gesamten Block nicht zur Verfügung stehen kann.

Lampard rechnet mit langer Pause

Coventry hatte nach der Verletzung zunächst auf die Ergebnisse der medizinischen Untersuchungen gewartet. Lampard erklärte nun, dass bei Amenda mit mindestens zwei Monaten Pause gerechnet werde. Im ungünstigeren Fall könne sich die Ausfallzeit sogar auf rund drei Monate erstrecken.

Damit dürfte der Innenverteidiger frühestens gegen Ende November wieder ein Thema werden. Sollte sich die längere Prognose bestätigen, könnte sich sein Comeback bis in die Weihnachtszeit verzögern.

Für Amenda ist der Zeitpunkt besonders bitter. Nach seinem Sommerwechsel nach England hatte er sich bei Coventry sofort einen Stammplatz erarbeitet. In den ersten vier Premier-League-Partien stand der frühere YB- und Frankfurt-Verteidiger jeweils in der Startformation und absolvierte vor seiner Verletzung sämtliche Ligaminuten.

Vier Nations-League-Spiele ohne Amenda

Die Schweiz startet am 26. September auswärts gegen Nordmazedonien in die neue Nations-League-Kampagne. Bereits drei Tage später wartet in Glasgow das Gastspiel gegen Schottland.

Danach folgen zwei Heimspiele: Am 3. Oktober empfängt die Nati Slowenien in Luzern, am 6. Oktober kommt es dort zum zweiten Duell mit Nordmazedonien. Amenda wird bei allen vier Partien fehlen.

Für Yakin geht damit eine Option in der Innenverteidigung verloren. Zum aktuellen Kader gehören auf dieser Position unter anderem Manuel Akanji, Nico Elvedi, Eray Cömert und Adrian Bajrami. Ob der Nationaltrainer aufgrund von AmendAs Ausfall noch einen zusätzlichen Spieler aufbietet, war zunächst nicht bekannt.

Auch November-Termine werden zum Wettlauf mit der Zeit

Selbst der zweite Nations-League-Block im November könnte für Amenda schwierig werden. Die Schweiz spielt am 13. November auswärts gegen Slowenien und empfängt drei Tage später Schottland in St. Gallen.

Bei der von Lampard genannten Mindestpause von zwei Monaten würde bereits die Rückkehr für diese Partien sehr knapp. Sollte Amenda tatsächlich drei Monate fehlen, wäre ein Nati-Comeback erst nach dem November-Zusammenzug realistisch.

Für Coventry ist der langfristige Ausfall ebenfalls empfindlich. Amenda hatte sich innerhalb kurzer Zeit zu einer festen Grösse in der Defensive des Premier-League-Aufsteigers entwickelt. Nun muss Lampard seine Abwehr für mehrere Wochen ohne den Schweizer organisieren.

🏆 AMENDAS VORAUSSICHTLICHER FAHRPLAN

  • Coventry rechnet mit mindestens zwei Monaten Ausfallzeit wegen der Wadenverletzung.
  • Im ungünstigeren Fall könnte Amenda bis zu drei Monate fehlen und erst gegen Weihnachten zurückkehren.
  • Die vier Schweizer Nations-League-Partien zwischen dem 26. September und 6. Oktober verpasst er definitiv.
  • Auch die Länderspiele gegen Slowenien und Schottland im November könnten für ein Comeback noch zu früh kommen.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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