BVB-Hammer: Captain Can fliegt aus Champions League

Überraschende Entscheidung bei Borussia Dortmund: Captain Emre Can gehört nicht zum Kader des BVB für die Ligaphase der Champions League. Der 32-Jährige fehlt auf der am Freitag veröffentlichten Meldeliste. Hintergrund ist seine langwierige Knieverletzung – damit muss Dortmund vorerst ohne einen seiner erfahrensten Spieler in die Königsklasse starten.

Der BVB veröffentlichte sein Aufgebot am 4. September offiziell. Neben Can fehlen auch Giannis Konstantelias und Justin Lerma. Alle drei Spieler werden derzeit von Verletzungen gebremst.

Can seit März ausser Gefecht

Emre Can laboriert seit März an den Folgen eines Kreuzbandrisses. Der Defensivspieler hatte auf ein Comeback im Verlauf des Jahres gehofft, steht Dortmund derzeit aber weiterhin nicht zur Verfügung.

Nun hat der Club Konsequenzen für die Champions League gezogen. Can wurde für die komplette Ligaphase vorerst nicht registriert. Damit kann er in den kommenden europäischen Spielen selbst dann nicht eingesetzt werden, falls er früher als erwartet wieder vollständig fit werden sollte.

Für Dortmund ist das ein bemerkenswerter Entscheid. Can gehört zu den erfahrensten Spielern des Kaders und kommt auf zahlreiche Einsätze in der Champions League. Zudem trägt er beim BVB die Captainbinde.

Auch Konstantelias fehlt

Nicht auf der Liste steht ebenfalls Neuzugang Giannis Konstantelias. Der griechische Mittelfeldspieler erlitt beim Bundesliga-Auftakt gegen den Hamburger SV einen Kreuzbandriss und wird Dortmund lange fehlen.

Auch Justin Lerma wurde nicht für die Ligaphase gemeldet. Der 18-jährige Offensivspieler ist ebenfalls verletzt und derzeit keine unmittelbare Option für die erste Mannschaft.

Trainer Niko Kovac setzt stattdessen auf zahlreiche andere Profis und Talente. Im Dortmunder Aufgebot stehen unter anderem Serhou Guirassy, Jobe Bellingham, Felix Nmecha, Marcel Sabitzer, Nico Schlotterbeck und Maximilian Beier.

Kobel führt Schweizer Fraktion an

Aus Schweizer Sicht bleibt Borussia Dortmund vor allem wegen Gregor Kobel interessant. Der Nati-Torhüter gehört erwartungsgemäss zum Champions-League-Kader und dürfte zwischen den Pfosten gesetzt sein.

Kobel gehört inzwischen zu den prominentesten Schweizer Spielern im europäischen Spitzenfussball. Einen Überblick über seine Situation sowie weitere Schweizer Legionäre bietet der Beitrag über die Schweizer bei Europas Topclubs.

Für Dortmund gewinnt Kobels Erfahrung zusätzlich an Bedeutung, wenn mit Can ein wichtiger Führungsspieler zumindest während der Ligaphase nicht zur Verfügung steht.

Villarreal wartet zum Auftakt

Der BVB startet bereits am Dienstag, 8. September, in die neue Champions-League-Saison. Zum Auftakt empfängt Dortmund den FC Villarreal im Signal Iduna Park.

Can wird diese Partie ebenso verpassen wie die weiteren Begegnungen der Ligaphase. Sollte Dortmund die nächste Runde erreichen, können für die K.-o.-Phase Änderungen am europäischen Aufgebot vorgenommen werden. Ob Can zu diesem Zeitpunkt wieder eine Option sein wird, hängt von seinem weiteren Heilungsverlauf ab.

Bis dahin muss Kovac seine Mannschaft ohne den Captain für Europa planen. Dass Dortmund einen der erfahrensten Spieler gar nicht erst für die Ligaphase registriert, zeigt zugleich, wie vorsichtig der Club bei Cans Comeback vorgeht.

Für den BVB beginnt die Jagd nach der europäischen K.-o.-Phase damit mit einem prominenten Namen weniger auf der Liste.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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