Casper Ruud verpasst US Open wegen Rückenverletzung
von belmedia Redaktion Amerika ATP Tour Grand Slams Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Resultate Sport sportaktuell.ch Tennis tennis.ch Themen Turniere Ⳇ Verbreitung
Casper Ruud muss auf einen Start im Einzel der US Open 2026 verzichten. Der 27-jährige Norweger zog am Sonntag wegen anhaltender Rückenprobleme aus dem letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres zurück. Für den früheren Weltranglistenzweiten ist die Absage besonders bitter: 2022 erreichte Ruud in New York den Final und stand damals kurz vor seinem ersten Grand-Slam-Titel.
Ruud war als Nummer 19 des Turniers gesetzt und hätte in der ersten Runde auf den Argentinier Juan Manuel Cerundolo treffen sollen. Sein Platz im Hauptfeld geht nun an den französischen Lucky Loser Arthur Gea.
Die Rückenprobleme begleiten Ruud bereits seit dem ATP-Turnier in Cincinnati. Dort musste er Mitte August sein Auftaktmatch gegen Christopher O’Connell während des zweiten Satzes aufgeben. Trotz Behandlung und der Hoffnung auf eine rechtzeitige Erholung reichte die Zeit bis zum Beginn des US-Open-Einzels nicht aus.
Rückenverletzung heilt nicht schnell genug
Ruud erklärte bei der Bekanntgabe seines Rückzugs, dass sich sein Rücken nicht so schnell erholt habe wie erhofft. Gemeinsam mit seinem Team habe er deshalb entschieden, die langfristige Gesundheit in den Vordergrund zu stellen und dem Körper die notwendige Zeit zur vollständigen Genesung zu geben.
Ganz ohne Einsatz blieb Ruud in Flushing Meadows allerdings nicht. Während der Fan Week trat er im neu gestalteten Mixed-Doppel gemeinsam mit Diana Shnaider an. Das Duo besiegte zunächst Jessica Pegula und Taylor Fritz, ehe im Viertelfinal gegen Mirra Andreeva und Andrey Rublev Endstation war.
Schon während dieser Tage bestanden jedoch Zweifel daran, ob Ruud für die deutlich höheren körperlichen Anforderungen eines Grand-Slam-Einzels über maximal fünf Sätze bereit sein würde.
New York ist für Ruud ein besonderer Ort
Die Absage trifft den Norweger auch deshalb, weil er mit den US Open besondere Erinnerungen verbindet. 2022 erreichte Ruud im Arthur Ashe Stadium den Final und kämpfte dort gegen Carlos Alcaraz nicht nur um den Grand-Slam-Titel, sondern gleichzeitig um Platz eins der Weltrangliste. Alcaraz setzte sich damals in vier Sätzen durch.
Ruud erreichte später auch bei den French Open weitere grosse Finals und etablierte sich über mehrere Jahre in der erweiterten Weltspitze. 2026 verlief die Grand-Slam-Saison bislang allerdings wechselhaft. Bei den Australian Open und den French Open erreichte er jeweils den Achtelfinal, in Wimbledon scheiterte er bereits in der ersten Runde.
US Open verlieren einen weiteren bekannten Namen
Mit Ruud fehlt dem Männerfeld einer der erfahrensten Sandplatz- und Grand-Slam-Spieler seiner Generation. Auch Marin Cilic musste kurz vor seinem ersten Einsatz verletzungsbedingt zurückziehen.
New York bleibt dennoch Schauplatz zahlreicher grosser Tennisgeschichten. Bereits während der Fan Week sorgte Roger Federer bei seiner Rückkehr ins Arthur Ashe Stadium für enorme Begeisterung. Mehr dazu gibt es im Belmedia-Beitrag über die Federer-Mania bei den US Open.
Für Ruud steht nun zunächst die vollständige Genesung im Vordergrund. Wann er wieder auf die ATP Tour zurückkehrt, hängt davon ab, wie sich die Rückenverletzung entwickelt. Sicher ist bereits: Beim US Open 2026 wird der Finalist von 2022 im Einzel fehlen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Titelbild – KI-Bild