Croci-Tortis Name kursiert in Mailand – Amorim unter Druck

Nach der 0:2-Heimniederlage der AC Milan gegen Benfica wächst der Druck auf Trainer Rúben Amorim deutlich. Nach Informationen aus Mailänder Fussballkreisen fällt in den Diskussionen um mögliche Alternativen inzwischen auch der Name von Lugano-Trainer Mattia Croci-Torti. Konkrete Gespräche zwischen Milan und dem 44-jährigen Tessiner sind derzeit allerdings nicht bestätigt.

Amorim war erst im Sommer mit grossen Erwartungen nach Mailand gekommen und erhielt einen kostspielig verstärkten Kader. Rund 165 Millionen Euro investierten die Rossoneri während des Sommer-Transferfensters – so viel wie kein anderer Serie-A-Klub. Allein Gonçalo Ramos und Diego Moreira gehören mit Ablösesummen von bis zu 74 beziehungsweise 65 Millionen Euro inklusive möglicher Boni zu den teuersten Transfers des italienischen Sommers. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an den portugiesischen Trainer.

Croci-Tortis Name kommt ausgerechnet in einer Phase auf, in der sein FC Lugano sportlich für Furore sorgt. Die Tessiner schlugen St. Gallen am Mittwochabend mit 4:1, führen die Super League an und sind mittlerweile seit 17 Pflichtspielen ungeschlagen. Damit hat Lugano den Vereinsrekord aus dem Jahr 2020 eingestellt. Bereits vor dem Spiel hatten wir über den Angriff von Croci-Tortis Mannschaft auf die historische Bestmarke berichtet.

Benfica-Niederlage verschärft die Lage

Der Fehlstart in die Europa League kommt für Amorim zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Bereits vor dem Spiel gegen Benfica wurde in Italien kritisch über seine Aufstellung diskutiert. Der Milan-Trainer liess mehrere prominente Spieler zunächst auf der Bank, obwohl die Europa League nach zwei verpassten Champions-League-Teilnahmen eine wichtige Rolle in der Saisonplanung spielt.

Gegen Benfica ging diese Rechnung nicht auf. Milan verlor im eigenen Stadion mit 0:2 und blieb offensiv weitgehend wirkungslos. Damit kassierten die Rossoneri nach zuvor zwei Unentschieden gegen Juventus und Lazio den nächsten Rückschlag.

Besonders kritisch wird in Mailand betrachtet, dass Amorim bei der Zusammenstellung des Kaders grossen Einfluss hatte. Mehrere der teuren Neuzugänge wurden gezielt für sein Spielsystem verpflichtet. Nach den hohen Investitionen erwartet die Klubführung entsprechend schnelle Fortschritte.

Croci-Torti besitzt Vertrag bis 2028

Croci-Torti steht beim FC Lugano noch bis Sommer 2028 unter Vertrag. Der frühere Verteidiger ist seit September 2021 Cheftrainer der Tessiner und hat sich in den vergangenen Jahren einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet.

Unter seiner Führung gewann Lugano 2022 den Schweizer Cup und etablierte sich dauerhaft in der Spitzengruppe der Super League. Auch auf europäischer Ebene sammelte Croci-Torti mit den Tessinern regelmässig Erfahrung.

Dass die Serie A für ihn einen besonderen Reiz besitzt, ist kein Geheimnis. Croci-Torti hat in der Vergangenheit erklärt, dass für einen im Tessin aufgewachsenen Fussballer oder Trainer Klubs wie Milan, Inter oder Juventus einen besonderen Stellenwert besitzen. Gleichzeitig betonte er damals ausdrücklich, dass seine unmittelbare Zukunft in Lugano liege.

Noch kein Kontakt bestätigt

Entscheidend bleibt deshalb die Einordnung: Dass Croci-Tortis Name am Mittwochabend in Mailänder Fussballkreisen kursiert, bedeutet noch nicht, dass Milan bereits Kontakt zum Lugano-Trainer aufgenommen hat oder Amorims Ablösung unmittelbar bevorsteht.

Der Druck auf den Portugiesen hat nach dem enttäuschenden Europacup-Auftakt jedoch deutlich zugenommen. Milan empfängt am Sonntag Lecce und benötigt nach drei sieglosen Pflichtspielen wieder ein Erfolgserlebnis.

Croci-Torti kann die Entwicklung derweil aus einer komfortablen Position verfolgen. Sein Lugano führt die Super League an, ist seit 17 Pflichtspielen ungeschlagen und tritt am Sonntag auswärts bei Lausanne-Sport an.

🏆 DIE AUSGANGSLAGE

  • Mattia Croci-Torti steht beim FC Lugano bis zum 30. Juni 2028 unter Vertrag.
  • Lugano ist nach dem 4:1 gegen St. Gallen seit 17 Pflichtspielen ungeschlagen und hat damit seinen Vereinsrekord eingestellt.
  • Milan investierte im Sommer rund 165 Millionen Euro in neue Spieler und war damit der grösste Transferausgeber der Serie A.
  • Ein konkreter Kontakt zwischen Milan und Croci-Torti ist derzeit nicht bestätigt.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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