Dominique Aegerter arbeitet an Yamaha-Rückkehr – Rücktritt ist kein Thema

Dominique Aegerter könnte 2027 zu jenem Team zurückkehren, mit dem er seine grössten Erfolge gefeiert hat. Zwischen dem Schweizer Motorradprofi und Ten Kate Yamaha laufen offenbar weit fortgeschrittene Gespräche über eine Zusammenarbeit in der Supersport-WM. Unterschrieben ist allerdings noch nichts.

Für den 35-jährigen Berner wäre die Rückkehr zu Ten Kate Yamaha mehr als nur ein weiterer Teamwechsel. Mit dem niederländischen Rennstall dominierte Aegerter 2021 und 2022 die Supersport-Weltmeisterschaft und gewann zweimal in Folge den WM-Titel.

Die Gespräche kommen zu einem Zeitpunkt, an dem seine Zukunft bei Kawasaki geklärt scheint. Die Zusammenarbeit mit dem Kawasaki WorldSSP Team soll nach der laufenden Saison enden.

Sportlich erlebt Aegerter derzeit eine schwierige Saison. Beim jüngsten Rennwochenende in Magny-Cours holte er im zweiten Lauf als 15. lediglich einen WM-Punkt und liegt mit 38 Zählern auf Rang 18 der Weltmeisterschaft.

Ten Kate und Aegerter sprechen über 2027

Nach übereinstimmenden Berichten beschäftigen sich Aegerters Management und Ten Kate Yamaha inzwischen konkret mit einer möglichen Wiedervereinigung. Die Gespräche sollen bereits so weit fortgeschritten sein, dass auch Details rund um die zukünftige Crew diskutiert werden.

Eine offizielle Bestätigung oder ein unterschriebener Vertrag liegen derzeit jedoch nicht vor. Entsprechend ist eine Rückkehr noch nicht definitiv.

Für Aegerter wäre Ten Kate eine naheliegende Option. Der Schweizer kennt das Team, die Arbeitsweise und Yamaha aus seiner erfolgreichsten Phase im internationalen Motorradsport bestens.

27 Siege und zwei WM-Titel mit Yamaha

Die gemeinsame Bilanz von Aegerter und Ten Kate ist aussergewöhnlich. In den Supersport-Saisons 2021 und 2022 kam der Schweizer in 44 Rennen auf 27 Siege und insgesamt 35 Podestplätze.

In beiden Jahren gewann er den WM-Titel. Damit wurde Aegerter zu einem der erfolgreichsten Fahrer der Supersport-Geschichte und zum erfolgreichsten Yamaha-Piloten dieser Ära in der Klasse.

Nach den beiden Titeln wechselte er 2023 in die Superbike-WM. Dort blieb der ganz grosse Durchbruch aus, ehe er für die Saison 2026 mit Kawasaki wieder in die Supersport-WM zurückkehrte.

Kawasaki-Saison bleibt deutlich hinter den Erwartungen

Die erhoffte Rückkehr an die Spitze gelang bislang nicht. Aegerter und die Kawasaki Ninja ZX-6R 636 fanden während der Saison nur selten eine Kombination, mit der der Schweizer konstant um die vorderen Plätze kämpfen konnte.

Auch das Wochenende in Magny-Cours bestätigte die Schwierigkeiten. Aegerter qualifizierte sich auf Rang 15. Im ersten Rennen wurde er nach 19 Runden 17. und verpasste die Punkte.

Im zweiten Lauf sorgte eine rote Flagge für einen Neustart über lediglich fünf Runden. Aegerter kam dabei auf Rang 15 und rettete einen WM-Punkt.

Teamkollege Jeremy Alcoba zeigte mit Platz fünf gleichzeitig, dass mit der Kawasaki deutlich mehr möglich war. In der Gesamtwertung liegt Alcoba mit 138 Punkten auf Rang acht, Aegerter mit 38 Zählern auf Rang 18.

Noch sind mehrere Fragen offen

Bei Ten Kate Yamaha ist die Fahrerfrage für 2027 noch nicht vollständig geklärt. Neben Aegerter gibt es weitere Kandidaten für die verfügbaren Plätze. Auch wirtschaftliche und vertragliche Details müssen offenbar noch geregelt werden.

Für den Schweizer spricht jedoch seine gemeinsame Erfolgsgeschichte mit dem Team. Aegerter kennt sowohl die Mannschaft als auch das Yamaha-Umfeld und könnte ohne lange Eingewöhnungsphase in ein vertrautes Umfeld zurückkehren.

Bis zu einer möglichen Vertragsmeldung muss er sich weiterhin auf die laufende Saison konzentrieren. Die nächste Supersport-WM-Runde findet vom 25. bis 27. September auf dem Cremona Circuit in Italien statt.

Auch andernorts steht der Schweizer Motorsport derzeit im Fokus: Audi aus Hinwil kämpft beim Formel-1-Wochenende in Monza um ein starkes Ergebnis.

Für Aegerter könnten die kommenden Wochen dagegen vor allem über seine persönliche Zukunft entscheiden. Eine Rückkehr zu Ten Kate Yamaha würde ihn ausgerechnet dorthin zurückführen, wo er die erfolgreichsten Jahre seiner bisherigen Karriere erlebt hat.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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