Enric Mas gewinnt erstmals die Vuelta

Enric Mas hat den grössten Erfolg seiner Karriere perfekt gemacht. Der 31-jährige Spanier gewinnt die Vuelta a España 2026 und feiert damit seinen ersten Gesamtsieg bei einer Grand Tour. Nach drei Wochen setzt sich der Movistar-Profi mit 2:15 Minuten Vorsprung auf Primoz Roglic durch.

Auf der 21. und letzten Etappe mit Start und Ziel in Granada geriet der Gesamtsieg von Mas nicht mehr in Gefahr. Die Zeiten für die Gesamtwertung wurden bereits beim letzten Überqueren der Ziellinie 9,8 Kilometer vor dem endgültigen Ende neutralisiert. Den Tagessieg sicherte sich der Norweger Tobias Halland Johannessen vor Alessandro Romele und Ramses Debruyne.

Aus Schweizer Sicht bleibt vor allem der Erfolg von Stefan Küng in Erinnerung. Der Thurgauer gewann das Einzelzeitfahren nach Jerez de la Frontera und verliess die Rundfahrt anschliessend vorzeitig, um sich auf die Strassen-WM in Montreal vorzubereiten. Mehr dazu: Küng richtet nach seinem Vuelta-Sieg den Fokus auf die WM.

Mas beendet zwölf Jahre spanisches Warten

Für den spanischen Radsport besitzt der Triumph besondere Bedeutung. Seit Alberto Contador im Jahr 2014 hatte kein Spanier mehr die heimische Grand Tour gewonnen. Mas beendet diese zwölfjährige Durststrecke und krönt eine Karriere, in der er dem Vuelta-Sieg bereits mehrfach nahegekommen war.

Der Mallorquiner hatte die Rundfahrt schon 2018, 2021 und 2022 auf dem zweiten Gesamtrang beendet. 2024 folgte ein weiterer Podestplatz als Dritter. Nun gelang ihm mit 31 Jahren erstmals der Sprung ganz nach oben.

Die entscheidende Phase der diesjährigen Vuelta begann nach dem Ausscheiden von Tadej Pogacar auf der achten Etappe. Mas übernahm das Rote Trikot und setzte bereits am folgenden Tag auf dem Alto de Aitana ein deutliches Zeichen. Dort gewann er die Bergankunft und festigte seine Position an der Spitze.

Roglic kann Mas nicht mehr verdrängen

Auch in der letzten Woche hielt Mas dem Druck seiner Konkurrenten stand. Besonders Primoz Roglic versuchte, den Rückstand noch zu verkürzen. Im Einzelzeitfahren nach Jerez nahm der Slowene dem Spanier Zeit ab, doch Mas behielt genügend Reserven für die entscheidenden Bergetappen.

Nach der Königsetappe zum Collado del Alguacil ging Mas mit einem komfortablen Polster von 2:15 Minuten auf Roglic in den Schlusstag. Felix Gall lag weitere 29 Sekunden zurück und sicherte sich Rang drei der Gesamtwertung.

In Granada musste Mas deshalb vor allem einen Sturz oder Defekt vermeiden. Aufgrund von Sicherheitsbedenken auf dem Schlusskurs beschlossen die Rennleitung und die UCI-Kommissäre zudem, die Zeiten bereits 9,8 Kilometer vor dem Ziel zu nehmen. Damit stand der Gesamtsieg endgültig fest.

Johannessen gewinnt das Finale in Granada

Während Mas seinen Triumph feiern konnte, wurde um den letzten Etappensieg weitergefahren. Tobias Halland Johannessen setzte sich nach 112 Kilometern in Granada gegen Alessandro Romele durch und feierte seinen ersten Etappenerfolg bei einer Grand Tour. Ramses Debruyne belegte Rang drei.

Mas erreichte das Ziel gemeinsam mit seinen Teamkollegen und konnte anschliessend erstmals das Rote Trikot als endgültiger Sieger der Vuelta entgegennehmen. Nach Jahren mit mehreren zweiten und dritten Plätzen ist der Spanier damit am Ziel seiner langen Jagd nach einem Grand-Tour-Erfolg angekommen.

🏆 DIE WEITEREN WERTUNGEN DER VUELTA 2026

  • Wout van Aert gewinnt die Punktewertung und wird zudem als kämpferischster Fahrer der Rundfahrt ausgezeichnet.
  • Santiago Buitrago entscheidet die Bergwertung für sich.
  • Oscar Onley gewinnt das Weisse Trikot des besten Nachwuchsfahrers.
  • Die Teamwertung geht an Decathlon CMA CGM.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

Publireportagen

Empfehlungen

Gott.ch
gourmetnews.ch