HC Davos verliert 2:6 in Skellefteå – Corvi fliegt raus

Der HC Davos kassiert in der Champions Hockey League die erste Niederlage der Saison. Die Bündner verlieren beim schwedischen Meister Skellefteå AIK mit 2:6. Beim Stand von 2:4 muss Enzo Corvi nach einem Faustschlag mit einer Fünf-Minuten-Strafe vorzeitig vom Eis – die Schweden nutzen das lange Powerplay zu zwei weiteren Treffern.

Davos war mit drei Siegen aus den ersten drei CHL-Partien nach Schweden gereist. Auch Skellefteå hatte seine ersten drei Begegnungen gewonnen, womit in der Skellefteå Kraft Arena zwei der formstärksten Teams des bisherigen Wettbewerbs aufeinandertrafen.

Lange hält der HCD die Partie trotz des Rückstands offen. Nach dem 2:4 bleibt zumindest die Hoffnung auf eine späte Aufholjagd, ehe Corvis Strafe die Ausgangslage entscheidend verschlechtert. Skellefteå lässt sich die Gelegenheit nicht entgehen und zieht in Überzahl endgültig davon.

Corvis Strafe bringt die Entscheidung

Für Davos wird der Nachmittag in Schweden spätestens im Schlussabschnitt bitter. Beim Stand von 2:4 gerät Corvi in eine Auseinandersetzung und wird nach einem Faustschlag mit einer Fünf-Minuten-Strafe belegt. Für den Davoser Spielmacher ist die Partie damit vorzeitig beendet.

Die Gastgeber spielen das anschliessende lange Powerplay konsequent aus. Skellefteå erzielt noch zwei weitere Treffer und verwandelt eine bis dahin zumindest resultatmässig offene Begegnung in einen deutlichen 6:2-Erfolg.

Für den HCD ist es ein ungewohntes Bild. In den ersten drei Spielen hatte die Mannschaft von Josh Holden offensiv überzeugt und insgesamt 15 Treffer erzielt. In Skellefteå gelingt es den Bündnern erstmals nicht, ihre eigene Torgefahr über längere Phasen aufrechtzuerhalten.

Gleichzeitig zeigt der schwedische Meister, weshalb er zu den stärksten Mannschaften des Wettbewerbs gehört. Skellefteå bleibt auch nach dem vierten CHL-Spiel ohne Niederlage und baut seine makellose Bilanz weiter aus.

Erster Dämpfer nach drei Siegen

Der Fehltritt in Schweden ändert nichts daran, dass Davos einen starken Start in die europäische Kampagne hingelegt hat. Zum Auftakt bezwang der HCD den norwegischen Meister Storhamar mit 3:2 nach Verlängerung. Danach folgte der eindrückliche 8:2-Heimsieg gegen die Eisbären Berlin.

Auch das erste Auswärtsspiel verlief erfolgreich. Mit dem 4:2 beim polnischen Meister GKS Tychy feierte Davos den dritten CHL-Sieg im dritten Spiel und reiste mit acht Punkten nach Nordschweden.

Nach der 2:6-Niederlage bleibt der HCD bei diesen acht Zählern. Skellefteå steht nach vier Siegen nun bei zwölf Punkten und übernimmt damit eine ausgezeichnete Ausgangslage für die Qualifikation zur K.-o.-Phase.

In der CHL bestreitet jedes der 24 Teams sechs Partien in der Regular Season. Die besten 16 Mannschaften ziehen anschliessend in die Playoffs ein. Davos besitzt trotz des ersten Rückschlags weiterhin gute Chancen, sich für die nächste Runde zu qualifizieren.

National-League-Start wartet auf Davos

Für die Bündner richtet sich der Blick nun zunächst auf die heimische Meisterschaft. Am Dienstag, 15. September, beginnt für den HCD die neue National-League-Saison mit dem Heimspiel gegen die SCL Tigers.

In der Champions Hockey League geht es erst im Oktober weiter. Am 6. Oktober gastiert Davos beim schwedischen Club Rögle BK, ehe am 14. Oktober zum Abschluss der Regular Season Bílí Tygři Liberec ins Landwassertal kommt.

Nach drei Siegen zum Auftakt hat der HCD damit weiterhin alles in den eigenen Händen. Die deutliche Niederlage in Skellefteå und der vorzeitige Abgang von Corvi sorgen vor dem Meisterschaftsstart dennoch für den ersten echten Dämpfer der neuen Saison.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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