Lia Wälti feiert Brighton-Debüt ausgerechnet gegen Ex-Klub Arsenal

Lia Wälti ist zurück in der englischen Women’s Super League. Die Schweizer Nationalmannschafts-Kapitänin stand bei ihrem Pflichtspieldebüt für Brighton & Hove Albion ausgerechnet gegen ihren langjährigen Ex-Klub Arsenal in der Startelf. Trotz einer engagierten Leistung musste sich Brighton zum Saisonauftakt mit 0:1 geschlagen geben.

Für Wälti war es ein besonderes Wiedersehen. Von 2018 bis 2025 hatte die 33-Jährige das Arsenal-Trikot getragen und sich während dieser Zeit zu einer der prägenden Mittelfeldspielerinnen des Klubs entwickelt.

Nach einer Saison bei Juventus Turin wechselte die Schweizerin im Sommer zu Brighton. Bereits im ersten Meisterschaftsspiel setzte der neue Trainer Arturo Ruiz auf ihre Erfahrung und stellte Wälti von Beginn an ins zentrale Mittelfeld.

Entschieden wurde die Partie im Broadfield Stadium bereits früh. Arsenal-Neuzugang Lisa Baum erzielte in der 10. Minute den einzigen Treffer des Spiels.

Wälti sofort im Zentrum des Brighton-Spiels

Wälti benötigte gegen ihren früheren Verein kaum Eingewöhnungszeit. Die Schweizerin übernahm im Mittelfeld Verantwortung und war auch bei ruhenden Bällen gefragt.

In der 24. Minute brachte sie einen Freistoss gefährlich an den zweiten Pfosten. Caitlin Hayes kam zum Kopfball, setzte den Ball jedoch neben das Tor.

Auch im weiteren Spielverlauf war Wälti immer wieder in Brightons Kombinationen eingebunden. Rund 20 Minuten vor Schluss leitete sie gemeinsam mit Fran Kirby einen vielversprechenden Angriff ein, der schliesslich bei Charlie Rule landete. Deren Abschluss verfehlte das Arsenal-Tor nur knapp.

In der 79. Minute war Wältis Arbeitstag beendet. Für sie kam die Norwegerin Olaug Tvedten ins Spiel.

Arsenal nutzt frühe Führung

Brighton hatte bereits vor dem Gegentor eine gute Gelegenheit. Kiko Seike scheiterte in der sechsten Minute an Arsenal-Torhüterin Misa Rodriguez.

Vier Minuten später schlugen die Gäste zu. Lisa Baum setzte sich auf der linken Seite durch und traf zum 1:0 für Arsenal.

Alessia Russo besass anschliessend Möglichkeiten, die Führung auszubauen, scheiterte jedoch unter anderem an Brighton-Torhüterin Chiamaka Nnadozie.

Nach der Pause erhöhte Brighton den Druck. Marisa Olislagers prüfte Misa unmittelbar nach Wiederbeginn, später erspielten sich die Gastgeberinnen weitere Ansätze. Der Ausgleich gelang jedoch nicht mehr.

Vor 4104 Zuschauerinnen und Zuschauern brachte Arsenal den knappen Vorsprung über die Zeit.

Besonderes Wiedersehen nach sieben Jahren bei Arsenal

Für Wälti war der Gegner zum Brighton-Debüt kaum gewöhnlicher denkbar.

Die Bernerin war 2018 von Turbine Potsdam zu Arsenal gewechselt und absolvierte nach Angaben ihres neuen Klubs insgesamt 177 Spiele für die Londonerinnen.

Mit Arsenal gewann sie unter anderem die englische Meisterschaft, den League Cup und in der Saison 2024/25 die Champions League.

Im Sommer 2025 zog es Wälti zu Juventus Turin. Nach nur einer Spielzeit in Italien entschied sie sich für die Rückkehr nach England und unterschrieb Anfang Juli bei Brighton.

Die Bedeutung der Schweizer Nati-Kapitänin reicht längst über ihre Vereinskarriere hinaus. Nach dem Viertelfinal-Einzug an der Heim-EM 2025 gehörte Wälti zu den Gesichtern des stark gewachsenen Schweizer Frauenfussballs. Die Wirkung dieses EM-Erfolgs zeigte sich unter anderem in neuen Fussballprojekten für Mädchen im Kanton Bern.

Nächste Chance gegen Birmingham City

Trotz der Niederlage konnte Brighton aus dem ersten Spiel unter Arturo Ruiz mehrere positive Aspekte mitnehmen. Der Aussenseiter hielt gegen Arsenal bis zum Schluss dagegen und blieb nach dem frühen Gegentor im Spiel.

Für Wälti war der Saisonauftakt gleichzeitig der Beweis, dass sie bei ihrem neuen Klub unmittelbar eine wichtige Rolle übernehmen soll.

Am kommenden Sonntag wartet die nächste Aufgabe. Brighton reist zum Aufsteiger Birmingham City.

Nach dem emotionalen Auftakt gegen Arsenal geht es für Wälti dort erstmals mit Brighton um die ersten Punkte der neuen WSL-Saison.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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