Linus Omark lässt Tür für Sportchef-Job offen

Linus Omark könnte nach dem Ende seiner Spielerkarriere eines Tages in einer neuen Funktion ins Eishockey zurückkehren. Der 39-jährige Schwede kann sich grundsätzlich eine Tätigkeit als Sportchef vorstellen. Konkret ist ein Engagement bei Luleå Hockey derzeit allerdings nicht.

Die Diskussion um Omark entstand, nachdem Luleå bekannt gegeben hatte, dass General Manager Thomas Fröberg den Klub nach der Saison 2026/27 verlassen wird. Der Vertrag des 59-Jährigen läuft aus und wird auf seinen eigenen Wunsch aus familiären Gründen nicht verlängert.

Omark bestätigt gegenüber «Expressen», dass er bislang keine Anfrage für eine Führungsfunktion erhalten hat. Der frühere National-League-Star geniesst derzeit das Leben nach seiner Karriere, schliesst eine spätere Rückkehr ins professionelle Eishockey aber ausdrücklich nicht aus.

Omark hat keine Eile mit einer Rückkehr

Erst im April beendete Omark seine aussergewöhnliche Spielerkarriere definitiv. Nach Luleås Ausscheiden im SHL-Halbfinal gegen Skellefteå AIK war für den Schweden klar, dass es kein weiteres Comeback mehr geben würde.

Seitdem hat sich sein Alltag grundlegend verändert. Omark verbringt deutlich mehr Zeit mit seiner Familie und hat aktuell kein Bedürfnis, sofort wieder in den hektischen Alltag des Profisports einzusteigen.

Eine spätere Aufgabe im Management reizt ihn dennoch. Bereits früher hatte Omark erklärt, dass er sich den Job eines Sportchefs grundsätzlich vorstellen könne. An dieser Haltung hat sich nichts geändert.

Gleichzeitig macht der 39-Jährige deutlich, dass er eine solche Funktion nicht unterschätzt. Eine erfolgreiche Karriere als Spieler sei keine Garantie dafür, auch als Sportchef erfolgreich zu sein. Die Aufgabe erfordere viel Erfahrung, Demut und ein Verständnis für die zahlreichen Bereiche eines modernen Profiklubs.

Fröberg hört nach der Saison auf

Auslöser der aktuellen Spekulationen ist die bevorstehende Veränderung in der sportlichen Führung von Luleå Hockey.

Der Klub bestätigte Anfang September, dass Thomas Fröberg nach Ablauf seines Vertrages nicht als General Manager weitermachen wird. Fröberg begründete seinen Entscheid mit seiner familiären Situation.

Bis zum Ende der laufenden Saison bleibt er gemeinsam mit Vice General Manager Ulf Engman für die sportlichen Geschicke verantwortlich. Parallel dazu hat Luleå bereits mit der Suche nach einer langfristigen Nachfolgelösung begonnen.

Fröberg hatte das Amt 2024 übernommen. Bereits in seiner ersten Saison als General Manager gewann Luleå 2025 den schwedischen Meistertitel.

Omark wird rund um Luleå immer ein Thema bleiben

Dass Omarks Name in der Diskussion auftaucht, überrascht kaum. Der technisch herausragende Stürmer gehört zu den bekanntesten Spielern der jüngeren Klubgeschichte und besitzt eine aussergewöhnlich enge Verbindung zu Luleå.

Omark durchlief einen Teil seiner Ausbildung beim Klub, etablierte sich dort im Profieishockey und kehrte während seiner Karriere mehrfach nach Nordschweden zurück.

Sein letztes Kapitel als Spieler schrieb er ebenfalls für Luleå. Nach einem kurzen Engagement beim HC Lugano kehrte er 2025 nochmals nach Schweden zurück und beendete dort im Frühjahr 2026 endgültig seine Laufbahn.

Ein unmittelbarer Wechsel vom Eis ins Management ist für ihn derzeit jedoch kein Thema. Omark lässt lediglich offen, ob er zu einem späteren Zeitpunkt bereit wäre, Verantwortung in einer sportlichen Führung zu übernehmen.

Omark prägte auch das Schweizer Eishockey

Auch in der Schweiz besitzt Omark einen grossen Namen. Er spielte während seiner Karriere für den EV Zug, Genève-Servette und den HC Lugano.

Seinen grössten Erfolg in der National League feierte er 2023 mit Genève-Servette. Omark gehörte zu den entscheidenden Spielern jener Mannschaft, die den ersten Schweizer Meistertitel der Klubgeschichte gewann.

Mehrere damalige Führungsspieler sind bis heute eng mit den Grenat verbunden. Genève-Servette hat Captain Noah Rod kürzlich langfristig bis 2030 gebunden.

Für Omark ist das aktive Kapitel dagegen abgeschlossen. Eine weitere Rückkehr als Spieler schliesst er aus. Ob irgendwann ein neues Kapitel hinter dem Schreibtisch beginnt, lässt der Schwede bewusst offen.

Aktuell gibt es weder ein Angebot von Luleå noch konkrete Gespräche. Klar ist lediglich: Sollte Omark eines Tages wieder Lust auf den Profisport bekommen, könnte eine Funktion als Sportchef für ihn durchaus interessant werden.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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