Lisa Baumann gewinnt WM-Silber im Downhill
von belmedia Redaktion Europa Magazine nachrichtenticker.ch News Radsport Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Lisa Baumann hat bei der Mountainbike-WM im italienischen Val di Sole die Silbermedaille im Downhill gewonnen. Die 25-jährige Neuenburgerin fuhr auf der anspruchsvollen Strecke in 4:03,286 Minuten auf Rang zwei und holte damit ihre erste WM-Medaille. Einzig die überragende Österreicherin Valentina Höll war schneller und sicherte sich bereits ihren fünften WM-Titel in Folge.
Schon in der Qualifikation hatte Baumann ihre ausgezeichnete Form unter Beweis gestellt. Mit 4:02,591 Minuten fuhr die Schweizerin am Freitag die Bestzeit aller Teilnehmerinnen und meldete damit ihre Ambitionen auf eine Medaille deutlich an.
Im Final am Samstag bestätigte sie diese Leistung. Baumann verlor auf den ersten Streckenabschnitten zunächst etwas Zeit, steigerte sich im unteren Teil der technisch schwierigen Strecke jedoch deutlich und übernahm mit einer starken Schlussphase zwischenzeitlich die Führung.
Nur Höll ist noch schneller
Am Ende musste sich Baumann einzig ihrer Teamkollegin Valentina Höll geschlagen geben. Die Österreicherin absolvierte die Strecke in 4:01,558 Minuten und war damit 1,728 Sekunden schneller als die Schweizerin.
Bronze ging an die Britin Harriet Harnden, die in 4:03,604 Minuten lediglich 0,318 Sekunden hinter Baumann blieb. Das Podest lag damit ausgesprochen eng zusammen – abgesehen von Höll, die ihre Dominanz im Downhill erneut unter Beweis stellte.
Für Baumann bedeutet Silber den bislang grössten Erfolg bei einer klassischen Mountainbike-Weltmeisterschaft. Die Schweizerin hatte zuvor bereits zweimal den Europameistertitel im Downhill gewonnen, war bei einer WM aber noch nie auf dem Podest gestanden.
Vom Cross-Country zur Weltspitze im Downhill
Der Weg an die internationale Downhill-Spitze war für Baumann keineswegs vorgezeichnet. Noch vor wenigen Jahren war sie im Cross-Country unterwegs. Nach schwierigen Resultaten und der Corona-Zeit entschied sie sich jedoch für einen grundlegenden Wechsel der Disziplin.
Die Entscheidung zahlte sich aus. Inzwischen gehört Baumann zu den schnellsten Downhill-Fahrerinnen der Welt. In dieser Saison stand sie bereits mehrfach auf einem Weltcup-Podest und liegt in der internationalen Spitze.
Wie stark der Mountainbike-Sport in der Schweiz verankert ist, zeigt auch der regelmässige UCI Mountain Bike World Cup in Lenzerheide, der jedes Jahr zahlreiche internationale Spitzenfahrerinnen und Spitzenfahrer in die Schweiz bringt.
Eine Medaille mit gemischten Gefühlen
Baumann durfte nach ihrer Fahrt kurz von Gold träumen. Angesichts ihrer Bestzeit in der Qualifikation war der Weltmeistertitel durchaus realistisch erschienen. Höll zeigte im entscheidenden Lauf jedoch erneut ihre ganze Klasse.
Trotz der verpassten Goldmedaille ist Silber für Baumann ein bedeutender Meilenstein. Nach zwei EM-Titeln und mehreren starken Weltcupresultaten besitzt die Neuenburgerin nun auch ihre erste WM-Medaille im Downhill.
Und der Abstand zur Weltmeisterin zeigt: Der erste grosse Weltcupsieg scheint für Lisa Baumann nur noch eine Frage der Zeit zu sein.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Titelbild – KI-Bild