Mancini plant Italiens Neuaufbau – "In vier Jahren wieder ganz oben"
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Fussball International Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Roberto Mancini hat bei seiner Rückkehr nach Coverciano die Richtung für Italiens Nationalmannschaft vorgegeben. Der 61-Jährige will in den kommenden vier Jahren eine neue Mannschaft aufbauen und mit der Squadra Azzurra wieder um grosse Titel spielen. Junge Spieler sollen dabei eine zentrale Rolle übernehmen.
Zum Start seines ersten Zusammenzugs seit der Rückkehr als Nationaltrainer hat Mancini gleich 34 Spieler aufgeboten, darunter neun Neulinge. Der Italiener erklärte, er wolle die jungen Profis direkt auf dem Trainingsplatz kennenlernen und möglichst schnell herausfinden, wer die Mannschaft über die kommenden vier Jahre prägen könne.
Italien befindet sich nach dem erneuten Verpassen der Weltmeisterschaft in einer Phase des Umbruchs. Mancini übernimmt damit eine ähnliche Aufgabe wie bereits bei seiner ersten Amtszeit ab 2018. Damals führte er die Squadra Azzurra drei Jahre später zum Europameistertitel.
Mancini will eine neue Generation formen
Bei seiner Pressekonferenz in Coverciano machte Mancini deutlich, weshalb das Aufgebot diesmal ungewöhnlich gross ausgefallen ist. Statt ausschliesslich auf etablierte Namen zu setzen, will der Nationaltrainer möglichst viele jüngere Spieler persönlich beurteilen.
«Wir müssen schnell verstehen, wer in den nächsten vier Jahren bei uns sein kann», erklärte Mancini. Von den erfahrenen Spielern erwartet er gleichzeitig, dass sie den Neulingen die Integration erleichtern.
Unter den neun erstmals aufgebotenen Spielern befinden sich unter anderem Massimo Pessina, Daniele Ghilardi, Michael Kayode, Eddy Kouadio, Alessandro Romano, Issa Doumbia, Sebastiano Esposito, Antonio Vergara und Mohamed Alì Zoma.
Mit Romano steht dabei auch ein Spieler im Kader, der einen engen Bezug zur Schweiz besitzt. Der in Winterthur geborene Mittelfeldspieler entschied sich zuletzt für Italien. Der frühere Schweizer Nachwuchsinternationale gehört nun erstmals zum italienischen A-Kader.
Spielen, dominieren und wieder Titel gewinnen
Mancini verbindet den Neuaufbau mit klaren sportlichen Vorstellungen. Italien soll nicht nur Resultate liefern, sondern wieder eine Mannschaft werden, die Spiele kontrolliert, mutig auftritt und Freude am Fussball ausstrahlt.
Bereits bei seiner Vorstellung Ende Juli hatte Mancini ein ambitioniertes Ziel formuliert. In seiner zweiten Amtszeit wolle er möglichst «einen oder zwei Titel gewinnen» und danach gerne noch länger Nationaltrainer bleiben.
Der Trainer weiss aus eigener Erfahrung, dass ein Neuaufbau schnell funktionieren kann. Nach seinem ersten Amtsantritt 2018 formte Mancini eine Mannschaft, die 2021 den Europameistertitel gewann und zwischenzeitlich eine lange Serie ohne Niederlage hinlegte.
Vier Nations-League-Spiele in elf Tagen
Viel Zeit für Experimente bleibt Mancini zunächst nicht. Italien startet am 25. September gegen Belgien in die neue Nations-League-Kampagne.
Danach folgen innerhalb weniger Tage weitere Partien gegen die Türkei und Frankreich. Insgesamt bestreitet Italien vier Spiele innerhalb von elf Tagen. Für Mancini bietet dieser intensive Block die erste Gelegenheit, seine neue Mannschaft unter Wettkampfbedingungen zu testen.
Die Nations League ist dabei nur der Anfang des langfristigen Projekts. Mancinis Blick richtet sich bereits auf die Europameisterschaft 2028 und auf den kompletten Neuaufbau einer Mannschaft, die wieder dauerhaft zur internationalen Spitze gehören soll.
- 34 Spieler stehen für den ersten Zusammenzug seiner zweiten Amtszeit im Aufgebot.
- Neun Profis wurden erstmals für Italiens A-Nationalmannschaft nominiert.
- Italien bestreitet zum Start vier Nations-League-Partien innerhalb von elf Tagen.
- Mancini will möglichst schnell jene Spieler identifizieren, die Italien in den kommenden vier Jahren tragen können.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert