Nach schwerem Vuelta-Sturz: Tadej Pogačar erfolgreich operiert

Tadej Pogačar hat nach seinem schweren Sturz bei der Vuelta a España einen wichtigen Schritt auf dem Weg zurück gemacht. Der 27-jährige Slowene wurde am Montagabend, 31. August 2026, in Barcelona erfolgreich am gebrochenen linken Schlüsselbein operiert. Der Eingriff verlief nach Angaben seines Teams ohne Komplikationen. Wann der Weltklasse-Radprofi wieder Rennen bestreiten kann, ist allerdings weiterhin offen.

Die Operation fand im Hospital Universitari Dexeus in Barcelona statt. Pogačar wird dort zunächst noch einige Tage zur postoperativen Beobachtung bleiben. Anschliessend soll er nach Hause zurückkehren und unter Aufsicht des medizinischen Teams von UAE Team Emirates-XRG mit seiner Rehabilitation beginnen.

Der Eingriff war nach dem Sturz nicht sofort möglich gewesen. Pogačar hatte neben der Schlüsselbeinverletzung auch eine Gehirnerschütterung erlitten und musste zunächst die medizinische Freigabe für die Operation erhalten.

Schwerer Sturz beendet die Vuelta

Pogačar war am Samstag auf der achten Etappe der Vuelta a España schwer zu Fall gekommen. Für den Slowenen bedeutete der Unfall das vorzeitige Ende der Rundfahrt, die er zu diesem Zeitpunkt angeführt hatte.

Die anschliessenden Untersuchungen ergaben mehrere Verletzungen. Neben einer verschobenen Fraktur des linken Schlüsselbeins diagnostizierten die Ärzte eine Gehirnerschütterung, eine stabile Fraktur des siebten Halswirbels C7 sowie mehrere Schürfwunden.

Nach der Erstversorgung wurde Pogačar nach Barcelona gebracht. Wegen der Gehirnerschütterung warteten die Ärzte zunächst ab, bevor sie die Operation am Schlüsselbein durchführten. Erst nach der medizinischen Freigabe konnte der Eingriff erfolgen.

Operation verläuft ohne Komplikationen

Am Montag folgte schliesslich die Operation. Nach Angaben des medizinischen Teams verlief der Eingriff erfolgreich und ohne Komplikationen.

In den kommenden Tagen steht nun vor allem die Überwachung des Heilungsverlaufs im Mittelpunkt. Danach soll Pogačar seine Rehabilitation beginnen. Sein Team will die Entwicklung laufend beurteilen und hat bewusst noch keinen konkreten Termin für die Rückkehr ins Training oder in den Rennbetrieb genannt.

Damit bleibt auch offen, ob der Slowene in dieser Saison noch einmal an einem grossen Rennen teilnehmen kann.

WM-Teilnahme steht auf der Kippe

Besonders im Fokus steht die Strassen-Weltmeisterschaft in Montreal. Das WM-Strassenrennen der Männer findet bereits am 27. September statt und damit weniger als einen Monat nach Pogačars Operation.

Ob eine Rückkehr bis dahin medizinisch und sportlich realistisch ist, lässt sich momentan nicht seriös beantworten. Neben dem operierten Schlüsselbein müssen insbesondere auch die Folgen der Gehirnerschütterung und die stabile Verletzung am Halswirbel berücksichtigt werden.

Pogačar verbindet mit Weltmeisterschaften besondere Erinnerungen. 2024 wurde der Slowene in Zürich Weltmeister, nachdem die slowenische Mannschaft während ihres Aufenthalts in der Schweiz unter anderem das OYM in Cham als Basis genutzt hatte. Mehr dazu berichtet ein belmedia-Beitrag über das Schweizer Spitzensportzentrum OYM und Pogačars WM-Triumph in Zürich.

Gesundheit hat nun Priorität

Nach dem abrupten Ende seiner Vuelta steht für Pogačar vorerst nicht der Rennkalender, sondern die vollständige Genesung im Mittelpunkt. Erst die kommenden medizinischen Kontrollen werden zeigen, wie schnell der Slowene wieder auf das Rad steigen kann.

Die erfolgreiche Operation ist dafür ein erster wichtiger Schritt. Einen konkreten Termin für sein Comeback gibt es jedoch nicht – und sein Team will den weiteren Verlauf der Rehabilitation abwarten, bevor über die nächsten sportlichen Ziele entschieden wird.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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