Norris holt erste Madring-Pole – Audi startet aus Reihe sechs
von belmedia Redaktion Allgemein Amerika Europa Magazine Motorsport motortipps.ch nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz Sport sportaktuell.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Lando Norris hat sich die erste Pole-Position in der Geschichte des neuen Madring gesichert. Der McLaren-Pilot setzte sich im Qualifying zum Grossen Preis von Spanien mit lediglich 0,011 Sekunden Vorsprung vor WM-Leader Kimi Antonelli durch. Audi aus Hinwil verpasste mit Nico Hülkenberg auf Rang elf und Gabriel Bortoleto auf Rang zwölf den Einzug ins Q3 knapp.
Norris benötigte für seine entscheidende Runde auf dem neuen Kurs in Madrid 1:31,824 Minuten. Der amtierende Weltmeister hielt damit Antonelli im Mercedes hauchdünn hinter sich, während Max Verstappen im Red Bull den dritten Startplatz eroberte.
Für das Audi Revolut F1 Team verlief der Samstag solide, ohne dass der erhoffte Sprung unter die besten zehn gelang. Hülkenberg startet am Sonntag als Elfter unmittelbar vor seinem Teamkollegen Bortoleto. Damit befinden sich beide Autos zumindest in aussichtsreicher Position für den Kampf um WM-Punkte.
Norris schlägt Antonelli um elf Tausendstel
Die Entscheidung um die historische erste Pole auf dem Madring fiel erst in den letzten Minuten des Q3. Antonelli hatte bereits während des Wochenendes seine Geschwindigkeit demonstriert und gehörte nach starken Trainings zu den Favoriten auf den besten Startplatz.
Norris konterte jedoch im entscheidenden Moment. Mit 1:31,824 Minuten war der Brite gerade einmal elf Tausendstelsekunden schneller als der Italiener und schrieb sich damit als erster Pole-Setter auf der neuen Formel-1-Strecke von Madrid in die Geschichtsbücher.
Hinter den beiden reiht sich Verstappen als Dritter ein. Lewis Hamilton startet im Ferrari von Platz vier, Teamkollege Charles Leclerc folgt auf Rang fünf. George Russell im zweiten Mercedes wurde Sechster vor Oscar Piastri.
Liam Lawson, Franco Colapinto und Arvid Lindblad komplettierten die ersten zehn Startplätze. Besonders eng ging es auch im Mittelfeld zu, wo schon kleine Fehler über den Einzug in den letzten Qualifying-Abschnitt entschieden.
Audi verpasst Q3 mit beiden Autos
Für Audi blieb der Sprung in die Top 10 diesmal aus. Hülkenberg erreichte Rang elf und steht damit unmittelbar vor Bortoleto, der das Qualifying als Zwölfter beendete.
Die Ausgangslage ist dennoch deutlich besser, als die nackten Positionen zunächst vermuten lassen. Beide Audi befinden sich direkt hinter der Punkteregion und können beim Rennen am Sonntag von Zwischenfällen, Strategieentscheidungen und Reifenverschleiss profitieren.
Bereits vor dem ersten Formel-1-Wochenende auf dem neuen Stadtkurs war klar, dass die Lernkurve eine entscheidende Rolle spielen würde. Audi aus Hinwil hatte sich auf dem völlig neuen Madring auf ein Wochenende mit zahlreichen Unbekannten eingestellt.
Am Freitag sammelten Hülkenberg und Bortoleto erstmals reale Daten auf der 5,416 Kilometer langen Strecke. Im dritten Training am Samstag zeigte Audi mit den Rängen acht und zehn bereits, dass das Auto im engen Mittelfeld konkurrenzfähig ist.
57 Runden entscheiden über ersten Madrid-Sieger
Der Grand Prix am Sonntag führt über 57 Runden und eine Gesamtdistanz von 308,524 Kilometern. Gestartet wird um 15.00 Uhr.
Besondere Aufmerksamkeit dürfte erneut der rund 550 Meter langen Steilkurve «La Monumental» gelten. Mit einer Neigung von bis zu 24 Prozent gehört sie zu den auffälligsten Passagen des neuen Madring und stellt Fahrer und Autos vor eine bislang ungewohnte Herausforderung.
Für Norris bietet die Pole die Chance, nach seinen jüngsten starken Resultaten weitere Punkte im Titelkampf aufzuholen. Antonelli startet allerdings direkt neben ihm und reist als WM-Führender nach Madrid.
Audi steht aus Schweizer Sicht ebenfalls im Fokus. Die in Hinwil entwickelten Autos starten geschlossen aus der sechsten Reihe. Nach den knapp verpassten Punkten zuletzt in Monza bietet sich Hülkenberg und Bortoleto damit am Sonntag die nächste Gelegenheit, die Bilanz des neuen Audi-Werksteams auszubauen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert