Pllana rettet GC in der 96. Minute – 2:2 im Zürcher Derby

Das 295. Zürcher Derby endet nach einer dramatischen Schlussphase 2:2. Der FC Zürich geht gegen die Grasshoppers zweimal in Führung, doch GC schlägt beide Male zurück. Bujar Pllana köpft in der 96. Minute zum umjubelten Ausgleich ein und verhindert damit praktisch mit der letzten Aktion den FCZ-Sieg.

Vor 17’142 Zuschauenden im Letzigrund gehörte die erste Halbzeit weitgehend den Grasshoppers. GC erspielte sich mehrere hochkarätige Möglichkeiten, brachte den Ball aber nicht im Tor unter. Nach der Pause wurde das Derby dann zu einem offenen Schlagabtausch mit vier Treffern, einem verschossenen Penalty und einem dramatischen Ende.

GC vergibt Chancen – FCZ schlägt nach der Pause zu

Die Grasshoppers starteten deutlich gefährlicher. Bereits nach wenigen Minuten tauchte Nikolas Muci frei im Strafraum auf, setzte seinen Abschluss jedoch neben das Tor. Auch Samuel Krasniqi vergab eine hervorragende Möglichkeit.

Der FC Zürich benötigte einige Zeit, um in die Partie zu finden. Miguel Reichmuth traf im Verlauf der ersten Hälfte den Pfosten, ansonsten gehörten die besseren Chancen jedoch GC. Kurz vor der Pause scheiterte Samuele Bengondo zudem per Kopf am stark reagierenden FCZ-Torhüter Silas Huber.

So ging es trotz deutlicher Möglichkeiten auf beiden Seiten mit einem 0:0 in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der FCZ wesentlich entschlossener. In der 54. Minute spielte Bledian Krasniqi einen präzisen Ball hinter die GC-Abwehr. Kevin Spadanuda setzte sich durch und brachte die Gäste mit 1:0 in Führung.

Krasniqi antwortet – Morandi verschiesst Penalty

GC benötigte nur vier Minuten für die Antwort. Luke Plange und Giotto Morandi leiteten den Angriff ein, Samuel Krasniqi profitierte anschliessend von einem Fehler in der Zürcher Defensive, umkurvte Huber und schob zum 1:1 ein.

Kurz darauf bot sich den Grasshoppers sogar die grosse Gelegenheit zur Führung. Nach einem Foul von Spadanuda an Manex Guibelalde entschied Schiedsrichter Johannes von Mandach auf Penalty.

Morandi übernahm Verantwortung – setzte den Ball in der 65. Minute jedoch ans Aluminium.

Der Rückkehrer war erst im August wieder zu GC gestossen und kennt die Bedeutung der Zürcher Duelle bestens. Die aktuelle Form des FCZ hatte wenige Tage zuvor bereits einen Rückschlag erlitten, als die Zürcher gegen die Young Boys mit 2:4 verloren.

Im Derby schien es zunächst trotzdem auf einen FCZ-Sieg hinauszulaufen.

Emmanuel trifft – Pllana hat das letzte Wort

In der 80. Minute erwischte die GC-Defensive nach einem Einwurf einen schwachen Moment. Umeh Emmanuel nutzte den freien Raum am Strafraumrand und traf präzise ins linke Eck zum 2:1 für den FC Zürich.

GC hatte danach Mühe, noch einmal gefährlich zu werden. Der FCZ kontrollierte die Schlussminuten zunehmend und stand unmittelbar vor dem Derbysieg.

Dann kam die sechste Minute der Nachspielzeit.

Nach einem Foul erhielt GC nochmals einen Freistoss. Samuel Krasniqi brachte den Ball in den Strafraum, wo Bujar Pllana erstaunlich frei zum Kopfball kam. Der Verteidiger traf zum 2:2 und löste bei den Grasshoppers riesigen Jubel aus.

Wenig später war Schluss.

Für GC ist der Punkt angesichts des extrem späten Ausgleichs emotional wertvoll, auch wenn angesichts der zahlreichen Chancen sogar mehr möglich gewesen wäre. Der FCZ muss sich dagegen ärgern: Zweimal führte die Mannschaft von Marcel Koller – und trotzdem reichte es im 295. Zürcher Derby nicht zum Sieg.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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