Samuel Giger krönt sein Comeback mit Sieg am Kilchberger Schwinget 2026

Samuel Giger gewinnt den Kilchberger Schwinget 2026. Der Thurgauer bezwingt Marcel Bieri im Schlussgang und verteidigt damit seinen Titel auf eindrückliche Weise.

Nach einer dreimonatigen Verletzungspause feiert Giger ein spektakuläres Comeback. Er gewinnt fünf seiner sechs Kämpfe und beendet das traditionsreiche Fest mit 58,50 Punkten an der Spitze. Michael Moser komplettiert als Dritter das Podest.




Samuel Giger gewinnt den Schlussgang

Im Schlussgang traf Samuel Giger auf den überraschend starken Marcel Bieri. Vor 10’000 Zuschauern auf dem Stockengut oberhalb des Zürichsees wurde der Thurgauer seiner Favoritenrolle gerecht.

Nach etwas mehr als zwei Minuten legte Giger seinen Gegner mit einem entschlossenen Kurz-Zug auf den Rücken. Für den Sieg erhielt er die Maximalnote 10,00 und baute seinen Vorsprung in der Schlussrangliste auf 1,50 Punkte aus.

Ein Gestellter hätte Giger bereits zum Festsieg gereicht. Der 28-Jährige suchte jedoch die Entscheidung und sorgte für einen klaren Abschluss des Kilchberger Schwingets 2026.

Historische Titelverteidigung nach Verletzungspause

Gigers Erfolg ist auch deshalb aussergewöhnlich, weil er vor dem Saisonhöhepunkt während rund drei Monaten pausieren musste. Eine Schulterverletzung hatte ihn seit Ende Mai ausser Gefecht gesetzt.

In Kilchberg bestritt er seinen ersten Ernstkampf seit der Verletzungspause. Trotz der fehlenden Wettkampfpraxis zeigte er sich von Beginn an in starker Verfassung.

Giger gewann seine ersten beiden Gänge gegen Matthias Aeschbacher und Sinisha Lüscher. Im dritten Gang musste er gegen Michael Ledermann seine einzige Niederlage des Tages hinnehmen.

Am Nachmittag reagierte der Thurgauer eindrücklich. Er bezwang Patrick Betschart, Michael Moser und im Schlussgang Marcel Bieri jeweils mit der Maximalnote.

Erst zweiter Schwinger mit zwei Kilchberg-Siegen

Bereits 2021 hatte Giger den Kilchberger Schwinget gewonnen – damals gemeinsam mit Fabian Staudenmann und Damian Ott. Fünf Jahre später sicherte er sich den Sieg alleine.

Damit ist Giger erst der zweite Schwinger in der Geschichte des Kilchberger Schwingets, dem zwei Festsiege gelungen sind. Zuvor hatte dies einzig Karl Meli mit seinen Erfolgen in den Jahren 1967 und 1973 geschafft.

Der Kilchberger Schwinget wird nur alle sechs Jahre ausgetragen und besitzt eidgenössischen Charakter. Entsprechend hoch ist der Stellenwert eines Sieges bei diesem traditionsreichen Anlass.

Marcel Bieri überrascht und wird Zweiter

Marcel Bieri gehörte vor dem Fest nicht zu den meistgenannten Anwärtern auf den Schlussgang. Der Innerschweizer überzeugte jedoch mit vier Siegen in den ersten fünf Gängen.

Im fünften Gang bezwang Bieri Schwingerkönig Armon Orlik mit der Maximalnote und sicherte sich damit den Platz im Schlussgang. Dort musste er sich Giger geschlagen geben.

Mit 57,00 Punkten beendete Bieri den Kilchberger Schwinget auf dem zweiten Rang. Der 31-Jährige lag einen Viertelpunkt vor Michael Moser.

Michael Moser komplettiert das Podest

Michael Moser erreichte mit 56,75 Punkten den dritten Schlussrang. Der junge Berner gewann drei seiner sechs Gänge und bezwang zum Abschluss Andy Signer mit der Maximalnote.

Lukas Bissig, Lario Kramer, Joel Strebel, Nick Alpiger und Fabian Staudenmann folgten mit jeweils 56,50 Punkten auf dem geteilten vierten Rang.

Topfavorit Staudenmann blieb nach drei Gestellten ausserhalb der Entscheidung um den Festsieg. Zum Abschluss bezwang er Josias Müller und sicherte sich damit noch eine Spitzenplatzierung.






Schlussrangliste Kilchberger Schwinget 2026 – alle 60 Schwinger

Rang Schwinger Verband Punkte
1 Samuel Giger NOSV 58,50
2 Marcel Bieri ISV 57,00
3 Michael Moser BKSV 56,75
4a Lukas Bissig ISV 56,50
4b Lario Kramer SWSV 56,50
4c Joel Strebel NWSV 56,50
4d Nick Alpiger NWSV 56,50
4e Fabian Staudenmann BKSV 56,50
5a Joel Ambühl ISV 56,25
5b Michael Gwerder ISV 56,25
6a Adrian Walther BKSV 56,00
6b Armon Orlik NOSV 56,00
6c Domenic Schneider NOSV 56,00
7a Werner Schlegel NOSV 55,75
7b Damian Ott NOSV 55,75
7c Lars Zaugg BKSV 55,75
8a Romain Collaud SWSV 55,50
8b Dominik Gasser BKSV 55,50
8c Marius Frank NWSV 55,50
8d Patrick Betschart ISV 55,50
8e Sinisha Lüscher NWSV 55,50
9a Jonas Amrhyn ISV 55,25
9b Josias Müller NOSV 55,25
10a Adrian Odermatt NWSV 55,00
10b Matthieu Burger BKSV 55,00
11a Marco Good NOSV 54,75
11b Mario Schneider NOSV 54,75
12a Samuel Schwyzer ISV 54,50
12b Etienne Burger BKSV 54,50
12c Bernhard Kämpf BKSV 54,50
12d This Kolb NOSV 54,50
13a Christian Biäsch NOSV 54,25
13b Lukas Heinzer ISV 54,25
13c Sven Lang ISV 54,25
14a Silvan Appert ISV 54,00
14b Martin Roth NOSV 54,00
14c David Scheuner BKSV 54,00
14d Andy Signer NOSV 54,00
15a Fabian Kindlimann NOSV 53,75
15b Leandro Nägeli BKSV 53,75
15c Lars Voggensperger NWSV 53,75
15d Johann Borcard SWSV 53,75
16 Fredi Bruhin ISV 53,50
17 Severin Schwander BKSV 53,25
18 Martin Schönbächler ISV 53,00
19a Jonas Glutz NWSV 52,75
19b Silvio Oettli NOSV 52,75
19c Roland Reichmuth ISV 52,75
20 Michael Ledermann BKSV 46,75
21 Marc Lustenberger ISV 45,00
22a Janos Bachmann NOSV 35,25
22b Laurent Tornare SWSV 35,25
22c Paul Tornare SWSV 35,25
22d Christian Zemp ISV 35,25
22e Silvan Trittibach BKSV 35,25
23 Remo Rutsch BKSV 35,00
24a Andreas Döbeli NWSV 34,75
24b Luc Bissig ISV 34,75
25 Mario Bösch NOSV 34,25
26 Matthias Aeschbacher BKSV 25,50

Schlussrangliste des Kilchberger Schwingets 2026. Schwinger mit einer tieferen Punktzahl absolvierten verletzungs- oder ausscheidungsbedingt nicht alle sechs Gänge.


 

Quelle: SRF / ESV / belmedia-Redaktion
Titelbild: belmedia-Redaktion / Joel Elsener 
Bildquelle: Bilder 2 und 3 sowie Videos 1 und 2 – Joel Elsener

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