Schweiz startet in Skopje in die Nations League

Die Schweizer Nationalmannschaft startet am Samstagabend um 20.45 Uhr auswärts gegen Nordmazedonien in die neue Nations-League-Kampagne. Nach dem WM-Viertelfinal im Sommer beginnt für Murat Yakins Team damit eine neue Phase – allerdings ohne Granit Xhaka, der beim aktuellen Zusammenzug fehlt. Gleichzeitig erhalten mehrere jüngere Spieler die Chance, sich auf A-Nati-Niveau zu zeigen.

Die Schweiz tritt in der Gruppe B1 gegen Nordmazedonien, Schottland und Slowenien an. Nach dem Auftakt in Skopje geht es bereits am Dienstag im Hampden Park gegen Schottland weiter, bevor Anfang Oktober die beiden Heimspiele gegen Slowenien und erneut Nordmazedonien folgen. Die ersten vier Nations-League-Partien werden damit innerhalb von nur elf Tagen ausgetragen.

Yakin hat für diesen Block 25 Spieler aufgeboten. 20 davon gehörten bereits zum WM-Kader, mit Winsley Boteli und Sascha Britschgi stehen aber auch zwei Neulinge im Team. Dazu kehren Zachary Athekame, Adrian Bajrami und Alvyn Sanches zurück. Die Nomination von Boteli und Britschgi haben wir bereits ausführlich eingeordnet.

Xhaka fehlt – neue Verantwortung im Zentrum

Die grösste personelle Veränderung betrifft Granit Xhaka. Der Rekordnationalspieler nimmt am aktuellen Zusammenzug nicht teil. Der Schweizerische Fussballverband bestätigte, dass dieser Entscheid nach einem Gespräch zwischen Xhaka und der Verbandsführung gemeinsam getroffen wurde.

Damit fehlt der Mannschaft nicht nur ihr erfahrenster Mittelfeldspieler, sondern auch eine zentrale Führungsfigur. Für Yakin bedeutet das, dass im Zentrum andere Spieler mehr Verantwortung übernehmen müssen.

Gerade in einem Auswärtsspiel wie jenem in Skopje wird entscheidend sein, wie gut die Schweiz ohne Xhakas Präsenz das Tempo kontrolliert und Ruhe in hektischen Phasen bewahrt.

Boteli bringt aussergewöhnliche Form mit

Besonders gespannt darf man auf Winsley Boteli sein.

Der 20-jährige Stürmer des FC Sion hat sich mit einem herausragenden Saisonstart erstmals ins A-Nati-Aufgebot gespielt. In seinen ersten 14 Pflichtspielen der Saison erzielte er zwölf Tore und bereitete fünf weitere Treffer vor.

Damit gehört er aktuell zu den formstärksten Schweizer Offensivspielern.

Für Boteli könnte sich bereits in Skopje eine echte Chance ergeben. Die Schweiz muss den offensiven Neuaufbau nach der WM ohnehin weiter vorantreiben, und der Sion-Stürmer bringt mit Tempo, Tiefgang und Abschlussstärke ein Profil mit, das Yakin zusätzliche Optionen eröffnet.

Auch Britschgi erhält seine erste Chance

Mit Sascha Britschgi steht ein zweiter Neuling im Kader.

Der 20-jährige Parma-Profi hat sich in Italien innerhalb kurzer Zeit in den Profifussball gearbeitet und kann auf der rechten Seite sowohl defensiv als auch offensiver eingesetzt werden.

Nach dem Rücktritt von Silvan Widmer ist genau diese Position besonders interessant. Britschgi könnte deshalb nicht nur perspektivisch, sondern bereits kurzfristig eine grössere Rolle übernehmen.

Für Yakin bietet der kompakte Nations-League-Block die Gelegenheit, neue Spieler nicht nur im Training, sondern direkt in Pflichtspielen zu testen.

Nordmazedonien kommt mit neuem Schwung

Die Gastgeber dürfen nicht unterschätzt werden.

Nordmazedonien gewann in der vergangenen Nations-League-Ausgabe seine Gruppe in Liga C und stieg damit in Liga B auf. Entsprechend gross ist das Selbstvertrauen vor dem ersten Spiel auf der höheren Stufe.

Nationaltrainer Goce Sedloski hat für den aktuellen Block 28 Spieler aufgeboten. Mit Anes Meliqi, Gjorgje Dzekov, Matej Gashtarov und Hristijan Maleski stehen vier Neulinge im Kader.

Nicht zur Verfügung steht dagegen Darko Churlinov. Der Offensivspieler fällt wegen administrativer Probleme im Zusammenhang mit seinem Aufenthalt in Polen für den gesamten aktuellen Nations-League-Block aus.

Nordmazedonien setzt traditionell auf Aggressivität, intensive Zweikämpfe und schnelle Umschaltmomente. Genau diese Faktoren dürften auch gegen die Schweiz eine zentrale Rolle spielen.

Schweiz will zurück in Liga A

Für die Schweiz ist die Zielsetzung in der Nations League klar.

Nach dem Abstieg aus Liga A soll der direkte Weg zurück nach oben gelingen. Neben Nordmazedonien gehören Schottland und Slowenien zur Gruppe.

Gerade deshalb erhält bereits der Auftakt in Skopje grosse Bedeutung. Ein erfolgreicher Start würde der Mannschaft Ruhe für das anspruchsvolle Auswärtsspiel in Glasgow drei Tage später geben.

Die Gruppe ist allerdings ausgeglichen besetzt. Nordmazedonien kommt als Aufsteiger mit viel Selbstvertrauen, Schottland verfügt über grosse internationale Erfahrung, und Slowenien hat sich in den vergangenen Jahren ebenfalls stabil entwickelt.

Der Rhythmus wird zur Belastungsprobe

Die Nations League beginnt unmittelbar mit einem aussergewöhnlich intensiven Programm.

Nach dem Spiel in Skopje reist die Schweiz direkt weiter nach Glasgow. Am 29. September wartet Schottland im Hampden Park.

Am 3. Oktober folgt in Luzern das Heimspiel gegen Slowenien, am 6. Oktober bereits das Rückspiel gegen Nordmazedonien.

Vier Pflichtspiele innerhalb von elf Tagen zwingen Yakin zu Rotation. Gerade die Breite des Kaders und die schnelle Regeneration werden deshalb entscheidend.

Für Spieler wie Boteli, Britschgi, Athekame oder Sanches könnte genau dieser Rhythmus zusätzliche Einsatzchancen eröffnen.

🇨🇭 DIE ERSTEN VIER NATIONS-LEAGUE-SPIELE

  • 26. September, 20.45 Uhr: Nordmazedonien – Schweiz in Skopje.
  • 29. September, 20.45 Uhr: Schottland – Schweiz in Glasgow.
  • 3. Oktober, 20.45 Uhr: Schweiz – Slowenien in Luzern.
  • 6. Oktober, 20.45 Uhr: Schweiz – Nordmazedonien in Luzern.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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