Sina Frei krönt sich zur Weltmeisterin

Sina Frei ist Weltmeisterin im Cross Country. Die 29-jährige Zürcherin dominierte das WM-Rennen im italienischen Val di Sole und gewann erstmals den Titel in der olympischen Mountainbike-Disziplin. Auch Nicole Koller sorgte mit Bronze für Schweizer Jubel. Zum ersten Mal überhaupt holten zwei Schweizerinnen im selben Frauen-Cross-Country-Rennen an einer WM eine Medaille.

Frei übernahm bereits auf der ersten von insgesamt sieben Runden die Führung. Nach rund sechs Rennminuten setzte sie sich an die Spitze und gab diese Position bis ins Ziel nicht mehr ab.

Mit zunehmender Renndauer wurde ihre Überlegenheit immer deutlicher. Frei baute ihren Vorsprung kontinuierlich aus und erreichte das Ziel nach 1:27:50 Stunden mit mehr als einer Minute Reserve.

Frei fährt der Konkurrenz davon

Die Schweizerin war als eine der grossen Favoritinnen in das Rennen gestartet. Erst vor wenigen Wochen hatte sie bei der Europameisterschaft in Monteceneri sowohl den Short Track als auch das Cross Country gewonnen. Anschliessend folgte beim Weltcup in Les Gets das nächste Double.

Bei der WM hatte Frei am Donnerstag zunächst Bronze im Short Track geholt. In der olympischen Königsdisziplin gelang ihr nun der grosse Triumph.

Die Titelverteidigerin Jenny Rissveds konnte Frei bereits früh nicht mehr folgen. Ein Defekt am Hinterrad warf die Schwedin später zusätzlich zurück. Sie beendete das Rennen auf Rang sieben.

Koller holt Bronze für die Schweiz

Hinter der überlegenen Siegerin entwickelte sich ein enges Duell um Silber. Nicole Koller und die Italienerin Martina Berta kämpften bis auf die letzten Meter um Rang zwei.

Koller lag zwischenzeitlich vor der Italienerin, musste sich im Schlusssprint aber knapp geschlagen geben. Berta holte vor heimischem Publikum Silber, Koller sicherte sich Bronze und damit den bislang grössten Erfolg ihrer Karriere.

Für die Schweiz bedeutete das Ergebnis eine Premiere: Noch nie zuvor hatten zwei Schweizerinnen im selben WM-Cross-Country-Rennen der Elite auf dem Podest gestanden.

Wie gross die Bedeutung des Mountainbike-Sports in der Schweiz inzwischen ist, zeigt auch der regelmässige Mountainbike-Weltcup in Lenzerheide mit internationaler Spitzenbesetzung.

Keller vom Pech verfolgt

Einen schwierigen Nachmittag erlebte dagegen Alessandra Keller. Der Schweizerin sprang bereits nach wenigen Minuten die Kette vom Rad. In der dritten Runde wiederholte sich das Problem.

Trotz der technischen Schwierigkeiten kämpfte sich Keller weiter durch das Rennen und belegte schliesslich Rang 13.

Dritte Schweizer Weltmeisterin im Cross Country

Für Sina Frei ist der Titel der grösste Erfolg ihrer bisherigen Cross-Country-Karriere. Bereits 2021 hatte sie im Val di Sole WM-Bronze gewonnen und bei den Olympischen Spielen in Tokio Silber geholt.

Nun gehört sie endgültig zu einem exklusiven Kreis. Nach Silvia Fürst 1992 und Jolanda Neff 2017 ist Frei erst die dritte Schweizerin, die in der Elite den Weltmeistertitel im olympischen Cross Country gewinnt.

Nach EM-Gold, Weltcupsiegen und nun dem Regenbogentrikot erlebt Sina Frei damit einen aussergewöhnlichen Sommer – gekrönt vom WM-Titel im Val di Sole.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Titelbild – KI-Bild

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