Suter vor letztem Blues-Test – jetzt zählt die Saisonformation

Pius Suter steht mit den St. Louis Blues vor dem letzten Test der NHL-Vorbereitung. Der Schweizer wurde beim 1:0 gegen die Chicago Blackhawks geschont, soll aber am Samstag im abschliessenden Preseason-Spiel erneut gegen Chicago Teil jener Mannschaft sein, mit der Trainer Jim Montgomery bereits stark in Richtung Saisonstart blickt. Für Suter beginnt danach sein zweites und zugleich letztes Vertragsjahr in St. Louis.

Die Blues bestreiten in diesem Jahr lediglich vier Vorbereitungsspiele. Suter kam bereits beim Auftakt gegen Dallas zum Einsatz, beim dritten Test gegen Chicago gehörte er dagegen nicht zum Aufgebot. St. Louis gewann die Partie dank eines Treffers von Calle Rosen mit 1:0. Am Samstag folgt im United Center in Chicago die Generalprobe.

Die Partie besitzt für Suter besondere Bedeutung, weil Montgomery für den letzten Test angekündigt hat, seine Mannschaft mit beiden Powerplay-Formationen antreten zu lassen. Der 30-jährige Zürcher will sich dabei für eine wichtige Rolle zum Saisonstart empfehlen. In seiner ersten Saison für die Blues absolvierte er 64 Partien und sammelte 29 Skorerpunkte mit 13 Toren und 16 Assists.

Letzter Test soll bereits Richtung Saison zeigen

St. Louis hat die Vorbereitung bewusst kurz gehalten. Nach den beiden Spielen gegen die Dallas Stars folgten zwei Begegnungen mit den Chicago Blackhawks.

Trainer Jim Montgomery hatte bereits vor dem ersten Test erklärt, wie er die vier Partien nutzen will. Im Auftaktspiel sollten zahlreiche jüngere Spieler zum Zug kommen, danach wollte er schrittweise die Special Teams einbauen. Für die abschliessende Partie am Samstag sollen beide Powerplay-Einheiten zur Verfügung stehen.

Damit dürfte die Aufstellung deutlich näher an jener Mannschaft liegen, mit der St. Louis am 2. Oktober in Dallas in die Regular Season startet.

Für Suter ist das die nächste Gelegenheit, sich innerhalb der neu formierten Offensive zu positionieren.

Suter erhielt gegen Dallas bereits viel Verantwortung

Beim ersten Vorbereitungsspiel gegen die Dallas Stars erhielt Suter 19:01 Minuten Eiszeit. Der Schweizer gewann 60 Prozent seiner Bullys und kam auf einen Torschuss.

St. Louis verlor die Partie zwar mit 1:2, für Suter war die hohe Einsatzzeit aber bereits ein deutliches Zeichen dafür, dass Montgomery ihn in unterschiedlichen Situationen einsetzen will.

Über Suters ersten Preseason-Auftritt mit 19 Minuten Eiszeit gegen Dallas haben wir bereits berichtet.

Suter kommt aus einer soliden ersten Blues-Saison

Der Schweizer wechselte im Sommer 2025 als Free Agent von den Vancouver Canucks nach St. Louis. Die Blues statteten ihn mit einem Zweijahresvertrag über insgesamt 8,25 Millionen Dollar aus. Sein durchschnittlicher Jahresverdienst beträgt damit 4,125 Millionen Dollar.

In seiner ersten Saison für St. Louis kam Suter in 64 Spielen auf 13 Tore und 16 Assists. Seine 29 Punkte lagen zwar unter den 46 Zählern, die er ein Jahr zuvor in Vancouver erzielt hatte, dennoch brachte er dem Team viel defensive Zuverlässigkeit und Flexibilität.

Suter kann sowohl als Center als auch auf dem Flügel eingesetzt werden. Zudem ist er im Boxplay einsetzbar und kann innerhalb der ersten drei Sturmreihen unterschiedliche Aufgaben übernehmen.

Viel Konkurrenz in der Offensive

Einfach wird der Kampf um Eiszeit allerdings nicht. St. Louis hat seine Offensive im Sommer deutlich verändert.

Mit Mason McTavish und Connor McMichael kamen zwei namhafte Stürmer hinzu. Dazu stehen unter anderem Robert Thomas, Pavel Buchnevich, Dylan Holloway, Jake Neighbours, Jimmy Snuggerud und Dalibor Dvorsky im Kader.

Genau hier kann Suters Vielseitigkeit zu einem wichtigen Faktor werden. Der Schweizer ist nicht auf eine einzige Position oder eine rein offensive Rolle angewiesen. Er kann in verschiedenen Linien eingesetzt werden und übernimmt auch Aufgaben gegen starke gegnerische Formationen.

Montgomery verfügt dadurch über mehrere Möglichkeiten, den Zürcher einzusetzen.

Vertragsjahr erhöht die Bedeutung der Saison

Auch persönlich wird die Saison 2026/27 für Suter interessant. Sein Vertrag bei den Blues läuft im kommenden Sommer aus, danach könnte er Unrestricted Free Agent werden.

Der Schweizer befindet sich damit in einem wichtigen Vertragsjahr.

Suter hat in der NHL bereits für Chicago, Detroit, Vancouver und St. Louis gespielt. Vor seinem Wechsel zu den Blues hatte er bei den Canucks mit 25 Toren und 46 Punkten in 81 Spielen persönliche NHL-Bestwerte aufgestellt.

Nun geht es darum, sich in St. Louis dauerhaft eine bedeutende Rolle zu sichern und möglichst wieder näher an diese Offensivwerte heranzukommen.

Saisonstart ausgerechnet in Dallas

Nach dem letzten Vorbereitungsspiel in Chicago bleiben den Blues noch einige Trainingstage.

Am Freitag, 2. Oktober, beginnt die Regular Season auswärts gegen die Dallas Stars. Die beiden Teams kennen sich bereits bestens: St. Louis und Dallas trafen während dieser kurzen Vorbereitung zweimal aufeinander.

Neu umfasst die NHL-Regular-Season 84 statt wie bisher 82 Spiele. Für Suter und die Blues wartet damit eine lange Saison.

Der letzte Test gegen Chicago ist deshalb mehr als nur ein gewöhnliches Vorbereitungsspiel. Er soll Montgomery nochmals wichtige Erkenntnisse über seine endgültigen Linien und Special Teams liefern – und Suter die Gelegenheit geben, sich für eine möglichst grosse Rolle zu empfehlen.

🏒 SUTERS AUSGANGSLAGE VOR DEM NHL-START

  • Suter erzielte in seiner ersten Saison für St. Louis 29 Punkte mit 13 Toren und 16 Assists in 64 Spielen.
  • Der Schweizer kann als Center und Flügel eingesetzt werden und gibt den Blues damit zusätzliche Flexibilität.
  • Sein Zweijahresvertrag mit einem durchschnittlichen Jahreswert von 4,125 Millionen Dollar läuft nach der Saison 2026/27 aus.
  • St. Louis absolviert am Samstag in Chicago den letzten Test und startet am 2. Oktober auswärts gegen Dallas in die Regular Season.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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