Villa bleibt torlos – nur 0:0 bei Aufsteiger Hull

Aston Villa kommt in der Premier League weiterhin nicht in Fahrt. Die Mannschaft von Unai Emery musste sich beim Aufsteiger Hull City mit einem 0:0 begnügen und wartet auch nach drei Meisterschaftsspielen noch auf das erste Saisontor. Immerhin holte Villa nach zwei Niederlagen den ersten Punkt – während Hull seinen starken Start fortsetzt.

Villa hatte im MKM Stadium über längere Phasen mehr Ballbesitz, entwickelte daraus aber erneut zu wenig zwingende Gefahr. Hull verteidigte konzentriert und blieb damit auch im dritten Premier-League-Spiel der Saison ohne Gegentor.

Die Gastgeber stehen nach zwei Siegen und dem Remis gegen Villa bereits bei sieben Punkten und bleiben ungeschlagen.

Villa besitzt mehr Ball – Hull die besseren Momente

Aston Villa versuchte von Beginn an, die Partie zu kontrollieren. Mit John McGinn, Emiliano Buendía und Nicolas Jackson standen mehrere erfahrene Offensivspieler in der Startformation, doch gegen Hulls kompakte Defensive fehlte häufig die letzte Idee.

Die Hausherren beschränkten sich keineswegs nur aufs Verteidigen. Besonders über schnelle Gegenangriffe gelang es Hull immer wieder, Villa zu beschäftigen.

Nach einer weitgehend ausgeglichenen ersten Hälfte ging es ohne Treffer in die Kabinen. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel lange offen.

Villa erhielt seine beste Möglichkeit über die rechte Seite. George Hemmings brachte den Ball flach in den Strafraum, wo Buendía frei zum Abschluss kam. Der Argentinier setzte seinen Versuch jedoch neben das Tor und verpasste damit die grosse Chance auf Villas ersten Premier-League-Treffer der Saison.

Belloumi trifft nur die Latte

Auf der Gegenseite kam Hull einem Treffer ebenfalls sehr nahe.

Mohamed Belloumi zog nach innen und setzte einen gefährlichen Abschluss an die Latte. Villa-Torhüter Zion Suzuki wäre bei diesem Versuch kaum noch herangekommen.

Emery reagierte im Verlauf der zweiten Halbzeit mit mehreren Wechseln. Alejandro Garnacho, Matteo Ruggeri, Tammy Abraham und Aaron Wan-Bissaka kamen unter anderem ins Spiel. Die erhoffte offensive Wirkung blieb jedoch aus.

Hull hielt die Räume eng und verteidigte die zahlreichen Villa-Angriffe bis zum Schlusspfiff erfolgreich.

Besonders bemerkenswert ist der Kontrast zum erheblichen personellen Aufwand, den Aston Villa in diesem Sommer betrieben hat. Mit Johan Manzambi verpflichtete der Klub unter anderem den inzwischen teuersten Schweizer Fussballer der Geschichte. Die neu zusammengestellte Offensive benötigt zu Saisonbeginn jedoch offensichtlich noch Zeit.

Hull startet mit sieben Punkten

Für Aufsteiger Hull City ist der Saisonstart dagegen bemerkenswert.

Nach Siegen gegen Manchester United und Coventry City folgt nun ein Punkt gegen Aston Villa. Besonders die Defensive überzeugt: Hull hat in den ersten drei Premier-League-Partien noch kein Gegentor kassiert.

Villa steht dagegen trotz des ersten Punktgewinns unter wachsendem Druck. Drei Spiele sind absolviert, noch immer wartet die Mannschaft auf das erste Ligator.

Nach zwei Niederlagen verhindert das 0:0 zumindest einen kompletten Fehlstart ohne Punktgewinn. Für die Ambitionen des Klubs ist die bisherige Ausbeute dennoch deutlich zu wenig.

Hull kann sich dagegen über einen weiteren Achtungserfolg freuen. Der Aufsteiger bleibt ungeschlagen und zeigt auch gegen einen international erfahrenen Gegner, dass er sich in der Premier League keineswegs verstecken muss.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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