Wunder von Linz: LASK dreht ein 0:4 und steht erstmals in der Champions League
von belmedia Redaktion Champions League Europa Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz soccer.ch Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Ⳇ Verbreitung
Was für eine Nacht in Linz: Der LASK hat eine nahezu aussichtslose Ausgangslage gegen Celtic Glasgow gedreht und erstmals in seiner Vereinsgeschichte die Ligaphase der UEFA Champions League erreicht. Nach dem 0:3 im Hinspiel und einem weiteren Gegentor im Rückspiel lagen die Oberösterreicher zwischenzeitlich mit vier Toren zurück. Dann begann eine der spektakulärsten Aufholjagden dieser Champions-League-Qualifikation.
Celtic war mit einem komfortablen 3:0 aus dem Hinspiel nach Linz gereist. Als Callum McGregor in der 21. Minute auch noch das 1:0 für die Schotten erzielte, schien die Entscheidung gefallen. Der LASK benötigte zu diesem Zeitpunkt vier Tore, nur um eine Verlängerung zu erzwingen.
Doch anstatt einzubrechen, reagierten die Linzer. Moses Usor nutzte in der 32. Minute einen Fehler der Celtic-Defensive und verkürzte auf 1:1. Was zunächst lediglich wie Ergebniskosmetik aussah, sollte der Anfang eines aussergewöhnlichen Fussballabends werden.
Nach der Pause beginnt die grosse Aufholjagd
Unmittelbar nach Wiederbeginn erhöhte der LASK den Druck. Robert Ljubicic traf in der 48. Minute aus rund 20 Metern zum 2:1. Zehn Minuten später brachte Samuel Adeniran mit seinem Treffer zum 3:1 die ausverkaufte Arena endgültig zum Kochen.
Nun fehlte den Linzern nur noch ein Tor, um Celtics gesamten Vorsprung aus dem Hinspiel zu egalisieren. Adeniran traf zunächst die Querlatte, während Celtic zunehmend damit beschäftigt war, den Vorsprung irgendwie über die Zeit zu bringen.
In der 90. Minute geschah dann das scheinbar Unmögliche: Der eingewechselte Florian Flecker traf per Kopf zum 4:1. Nach einem zwischenzeitlichen Gesamtrückstand von 0:4 hatte der LASK vier Tore in Folge erzielt. Die Entscheidung musste in der Verlängerung fallen.
Adeniran schreibt Geschichte
Auch dort hatten die Linzer noch genügend Kraft. In der 109. Minute nahm Samuel Adeniran aus der Distanz Mass und erzielte das 5:1. Plötzlich war nicht mehr Celtic, sondern der LASK für die Champions League qualifiziert.
Selbst ein später verschossener beziehungsweise gehaltener Penalty von Adeniran änderte daran nichts mehr. Nach 120 Minuten stand das historische Ergebnis fest: LASK gewann das Rückspiel 5:1 nach Verlängerung und setzte sich über beide Partien mit 5:4 durch.
Damit steht der österreichische Club erstmals überhaupt in der Ligaphase der Champions League. Für den LASK ist es der grösste internationale Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte. Celtic hingegen muss verarbeiten, wie ein scheinbar uneinholbarer Vorsprung innerhalb eines einzigen Abends vollständig verspielt werden konnte.
Jetzt warten Europas Schwergewichte
Mit der Qualifikation öffnet sich für den LASK eine völlig neue sportliche Bühne. In der Ligaphase können die Linzer nun auf einige der grössten Clubs Europas treffen. Auch für Fussballfans in der Schweiz bleibt die Königsklasse ein zentrales Thema: blue Sport hat sich die Champions-League-Rechte auch für die kommenden Jahre gesichert.
Unabhängig davon, welche Gegner die Auslosung dem LASK beschert, hat die Mannschaft bereits jetzt Geschichte geschrieben. Ein 0:3 aus dem Hinspiel wäre schwierig genug gewesen. Nach dem frühen Celtic-Tor im Rückspiel aus einem Gesamtrückstand von 0:4 noch ein 5:4 zu machen, hebt diesen Erfolg jedoch auf eine andere Ebene. Aus einer nahezu verlorenen Qualifikation wurde innerhalb von weniger als zwei Stunden das «Wunder von Linz».
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Titelbild: KI-Bild