Johner glänzt in Pau – auch Vogg greift an
von belmedia Redaktion Allgemein Dressur Europa Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Pferdesport pferdesport.ch Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Die Schweiz ist beim Fünf-Sterne-Vielseitigkeitsturnier im französischen Pau ausgezeichnet vertreten. Mélody Johner liegt nach der Dressur mit Erin auf dem siebten Rang, Felix Vogg folgt mit Cartania auf Platz zwölf. Beide Schweizer besitzen vor dem entscheidenden Geländeritt am Samstag eine vielversprechende Ausgangslage.
Johner erreichte mit Erin 71,01 Prozent und 29,0 Minuspunkte. Vogg erhielt mit Cartania 69,58 Prozent beziehungsweise 30,4 Minuspunkte. Der Schweizer startet ausserdem mit Frieda, mit der er nach der Dressur auf Rang 37 liegt. Insgesamt absolvierten 49 Reiter-Pferd-Paare die erste Teilprüfung.
An der Spitze steht die Britin Emily King mit Valmy Biats und 24,5 Minuspunkten vor dem Neuseeländer Tim Price mit Jarillo (25,7) und dem Franzosen Sébastien Cavaillon mit Elipso de la Vigne (28,1). Für Johner und Vogg ist der internationale Spitzenwettkampf auch eine weitere Gelegenheit, die Stärke der Schweizer Vielseitigkeitsreiterei unter Beweis zu stellen.
Mélody Johner überzeugt mit Erin
Für die beste Schweizer Leistung in der Dressur sorgte Mélody Johner mit ihrem elfjährigen Wallach Erin.
Das Paar erreichte bei den drei Richtern 73,21, 70,71 und 69,11 Prozent. Daraus ergab sich eine Gesamtbewertung von 71,01 Prozent und ein Ergebnis von 29,0 Minuspunkten.
Damit liegt Johner lediglich 4,5 Punkte hinter der führenden Emily King. Besonders erfreulich ist der knappe Abstand zur unmittelbaren Konkurrenz: Die beiden fünftplatzierten Paare haben nur einen Zehntelpunkt weniger auf ihrem Konto.
Mit einer starken Geländerunde könnte die Schweizerin deshalb mehrere Plätze gutmachen.
Felix Vogg mit Cartania in den Top 15
Auch Felix Vogg zeigte mit der 15-jährigen Stute Cartania eine überzeugende Dressurprüfung.
Seine Bewertungen von 68,93, 68,57 und 71,25 Prozent ergaben einen Durchschnitt von 69,58 Prozent. Mit 30,4 Minuspunkten belegt das Paar den zwölften Zwischenrang.
Besonders eng ist das Klassement zwischen den Positionen neun und zwölf. Vogg fehlen lediglich 0,9 Punkte zu den beiden neuntplatzierten Paaren.
Der Schweizer gehört zu den erfahrenen internationalen Vielseitigkeitsreitern. Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris erreichte er im Einzelklassement Rang acht.
Frieda als zweite Chance für Vogg
Vogg ist in Pau mit zwei Pferden am Start. Mit der 13-jährigen Stute Frieda erreichte er 64,35 Prozent beziehungsweise 35,7 Minuspunkte.
Das bedeutet nach der Dressur Rang 37.
Frieda kennt bereits die grossen internationalen Wettkämpfe. Im August startete Vogg mit ihr an den Weltmeisterschaften in Aachen und belegte im Einzelklassement Rang 22.
Für dieses Paar geht es nun darum, durch einen erfolgreichen Geländeritt möglichst viele Plätze aufzuholen.
King und Price führen hochkarätiges Feld an
An der Spitze entwickelte sich am Freitag ein spannender Kampf zwischen international erfolgreichen Paaren.
Emily King setzte sich mit Valmy Biats und 24,5 Minuspunkten durch. Der Neuseeländer Tim Price folgt mit Jarillo und 25,7 Punkten.
Dritter ist Sébastien Cavaillon aus Frankreich mit Elipso de la Vigne. Sein Ergebnis von 28,1 Minuspunkten hält ihn ebenfalls im Rennen um den Gesamtsieg.
Mit Tom McEwen, Yasmin Ingham, Bubby Upton und Rosalind Canter befinden sich weitere bekannte Namen im Teilnehmerfeld.
Schweizer Vielseitigkeitsreiter zeigen ihre Stärke
Das Schweizer Aufgebot reist mit guten internationalen Ergebnissen nach Pau.
Erst am vergangenen Wochenende hatte Robin Godel bei der Weltmeisterschaft der jungen Vielseitigkeitspferde mit Kosmic d’Elbe die Silbermedaille gewonnen.
Johner und Vogg können diesen positiven Eindruck nun bei einem Wettkampf der höchsten internationalen Schwierigkeitsstufe bestätigen.
Geländeritt wird zum Schlüssel
Am Samstag, 24. Oktober, folgt die Geländeprüfung. Dabei müssen Pferde und Reiter feste Hindernisse überwinden und möglichst innerhalb der vorgegebenen Zeit bleiben.
Fehler an Hindernissen oder Zeitüberschreitungen werden mit Strafpunkten geahndet, die zum Dressurergebnis hinzukommen.
Am Sonntag stehen die zweite Pferdeinspektion und das abschliessende Springen auf dem Programm.
Erst danach steht fest, ob sich Johner oder Vogg eine Spitzenklassierung bei einem der bedeutendsten Vielseitigkeitsturniere der Welt sichern können.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert