Swiss Indoors: Mika Brunold nach 62 Minuten ausgeschieden

Für Mika Brunold ist das Abenteuer Swiss Indoors Basel bereits nach der ersten Hauptrunde beendet. Der 22-jährige Baselbieter verlor am Montag, 26. Oktober 2026, gegen den Portugiesen Nuno Borges deutlich mit 3:6, 1:6. Trotz einer frühen 2:0-Führung fand Brunold gegen die Weltnummer 53 kaum Lösungen. Nach nur 62 Minuten war sein erster Auftritt im Hauptfeld eines ATP-Turniers vorbei.

Die Partie auf Court 1 in der St. Jakobshalle begann für den Schweizer vielversprechend. Brunold nahm Borges gleich das erste Aufschlagspiel ab und bestätigte das Break zum 2:0. Anschliessend übernahm der 29-jährige Portugiese jedoch die Kontrolle, gewann fünf Games hintereinander und sicherte sich den ersten Satz mit 6:3. Im zweiten Durchgang blieb Brunold praktisch chancenlos und musste sich mit 1:6 geschlagen geben.

Der Lokalmatador war erst am Sonntag als Lucky Loser ins Hauptfeld nachgerückt, nachdem er das Qualifikationsfinal gegen Rémy Bertola verloren hatte. Damit endet sein bislang bedeutendster Auftritt auf ATP-Stufe frühzeitig. Vier weitere Schweizer standen beim Turnierbeginn im Einzel-Hauptfeld: Stan Wawrinka, Dominic Stricker, Jérôme Kym und Rémy Bertola.

NACHRICHTENTICKER.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Resultat: Mika Brunold verliert gegen Nuno Borges 3:6, 1:6.
Spieldauer: Nur 62 Minuten auf Court 1 der St. Jakobshalle.
Entscheidender Moment: Nach Brunolds 2:0-Führung gewinnt Borges fünf Games in Folge.
Weltrangliste: Brunold ATP 191, Borges ATP 53.
Schweizer Bilanz: Brunold ist der erste der fünf Schweizer Hauptfeldspieler, der ausscheidet.
Was das bedeutet
Brunold erlebt bei seinem ATP-Hauptfelddebüt den deutlichen Unterschied zwischen Challenger-Erfolgen und der höheren Tourstufe. Seine jüngsten Turniersiege bleiben dennoch eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung. Für Borges geht es im Achtelfinal gegen Dominic Stricker oder Casper Ruud weiter.

Brunold beginnt stark – Borges antwortet sofort

Mika Brunold erwischte einen nahezu perfekten Start. Gleich im ersten Game gelang ihm das Break gegen den favorisierten Portugiesen. Mit einem souveränen eigenen Aufschlagspiel erhöhte er auf 2:0.

Doch die Führung erwies sich als trügerisch. Borges fand zunehmend seinen Rhythmus und setzte den Schweizer mit präzisen Grundschlägen unter Druck.

Brunold verlor seinen Aufschlag zweimal hintereinander. Aus dem 2:0 wurde ein 2:5, ehe der Portugiese den ersten Satz mit 6:3 für sich entschied.

Vor allem bei längeren Ballwechseln zeigte sich die grössere Konstanz des erfahrenen ATP-Spielers.

Im zweiten Satz folgt die Entscheidung

Auch der zweite Durchgang begann schlecht für Brunold. Borges gelang sofort das Break und baute seinen Vorsprung auf 2:0 aus.

Zwar konnte der Schweizer zwischenzeitlich auf 1:2 verkürzen, doch der Portugiese blieb der klar bestimmende Spieler.

Beim Stand von 4:1 wehrte Borges vier Breakmöglichkeiten ab. Damit verpasste Brunold seine letzte Gelegenheit, nochmals näher heranzukommen.

Kurz darauf verwandelte Borges seinen Matchball zum 6:1. Nach 62 Minuten stand das klare Zweitsatzresultat fest.

Brunold spricht über körperliche Probleme

Nach der Niederlage erklärte der Baselbieter gegenüber SRF, dass er körperlich nicht ganz auf der Höhe gewesen sei. Gleichzeitig anerkannte er die starke Leistung seines Gegners.

Borges habe sehr solide gespielt und kaum Fehler gemacht. Trotz der Enttäuschung bezeichnete Brunold seinen ersten Auftritt im ATP-Hauptfeld als wertvolle Erfahrung.

Die deutliche Niederlage kommt nach einer besonders erfolgreichen Phase seiner noch jungen Karriere.

Innerhalb weniger Wochen gewann Brunold zwei Challenger-Turniere. Zuletzt triumphierte er im französischen Roanne und verbesserte sich in der Weltrangliste auf Platz 191.

Damit zählt er inzwischen zu den bestklassierten Schweizer Einzelspielern.

Der Weg über die Qualifikation

Schon am Samstag hatte Brunold in Basel auf sich aufmerksam gemacht. Gegen den deutlich höher eingestuften Portugiesen Jaime Faria gewann er überraschend mit 7:6 (7:4), 7:6 (7:5).

Im Qualifikationsfinal am Sonntag folgte das Schweizer Duell gegen Rémy Bertola. Der Tessiner setzte sich mit 7:6 (7:5), 6:4 durch und qualifizierte sich direkt für das Hauptfeld.

Wegen mehrerer Absagen erhielt jedoch auch Brunold einen Platz als Lucky Loser.

Die Schweizer Ausgangslage vor den Swiss Indoors hatte bereits gezeigt, dass mehrere einheimische Talente auf eine besondere Chance in Basel hoffen durften.



Vier Schweizer mit weiteren Chancen

Während Brunold ausgeschieden ist, richtet sich der Schweizer Blick auf die übrigen Spieler im Hauptfeld.

Dominic Stricker trifft am Montagabend auf Casper Ruud. Der Sieger dieser Begegnung bekommt es im Achtelfinal mit Nuno Borges zu tun.

Stan Wawrinka startet am Dienstag gegen den Tschechen Jiri Lehecka. Auch Jérôme Kym bestreitet seine erste Partie gegen einen Franzosen: Arthur Rinderknech.

Rémy Bertola trifft nach seiner erfolgreichen Qualifikation auf Denis Shapovalov aus Kanada.

Für Brunold endet die Turnierwoche damit deutlich früher als erhofft. Sein Aufstieg auf Challenger-Stufe zeigt jedoch, dass er in den vergangenen Monaten sportlich grosse Fortschritte gemacht hat.

AKTUELLER STAND
Swiss Indoors Basel 2026 – die Schweizer
26. Oktober 2026 · ATP 500 · Einzel-Hauptfeld
Spieler Gegner Ergebnis / Ansetzung
Mika Brunold Nuno Borges 3:6, 1:6 – ausgeschieden
Dominic Stricker Casper Ruud 26.10., Abendpartie
Stan Wawrinka Jiri Lehecka 27.10., 1. Runde
Rémy Bertola Denis Shapovalov 1. Runde
Jérôme Kym Arthur Rinderknech 27.10., 1. Runde

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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