Timo Meier kassiert 17 Strafminuten – Devils gewinnen turbulentes NHL-Spiel
von belmedia Redaktion Allgemein Amerika Eishockey Magazine nachrichtenticker.ch News NHL Orte Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch swisshockey.ch Themen Vereine Ⳇ Verbreitung
Timo Meier sorgt beim 5:4-Heimsieg der New Jersey Devils gegen die St. Louis Blues für eine ungewöhnliche Szene. Der Schweizer NHL-Stürmer legt sich nach einem harten Check gegen Captain Nico Hischier mit Jake Neighbours an und kassiert insgesamt 17 Strafminuten. Sportlich erleben die Devils ebenfalls einen turbulenten Abend: Sie verspielen eine 4:1-Führung, retten sich aber dank Jesper Bratt in der Verlängerung zum Sieg.
Die Auseinandersetzung ereignet sich nach 2:05 Minuten des zweiten Drittels. Meier reagiert auf einen harten Check von Neighbours gegen Hischier und fordert den St. Louis-Stürmer zum Faustkampf heraus. Die Schiedsrichter bestrafen den Appenzeller mit zwei Minuten wegen Anzettelns der Schlägerei, fünf Minuten für den Faustkampf und einer zehnminütigen Disziplinarstrafe. Neighbours erhält fünf Strafminuten.
In der Nacht auf Freitag, 6. November 2026, stehen insgesamt vier Schweizer auf dem Eis. Neben Meier und Hischier gehört Jonas Siegenthaler zur siegreichen Mannschaft von New Jersey. Aufseiten der Blues spielt Pius Suter. Keiner der vier Schweizer erzielt einen Skorerpunkt. Meier verbucht sechs Torschüsse und drei Checks in 13:21 Minuten Eiszeit.
Meier verteidigt Hischier nach hartem Check
Die auffälligste Schweizer Szene des Abends ereignet sich früh im Mitteldrittel.
Jake Neighbours setzt Nico Hischier mit einem heftigen Körpercheck zu Boden. Timo Meier reagiert sofort und stellt den Stürmer der St. Louis Blues zur Rede.
Es kommt zum Faustkampf zwischen den beiden Spielern.
Beide erhalten eine Fünfminutenstrafe. Meier wird zusätzlich wegen des Anzettelns der Auseinandersetzung und mit einer zehnminütigen Disziplinarstrafe belegt.
Insgesamt stehen damit 17 Strafminuten in seiner persönlichen Bilanz.
Da sich die beiden Fünfminutenstrafen gegenseitig aufheben, bleiben zwei Minuten Unterzahl für New Jersey.
Devils dominieren das erste Drittel
Sportlich beginnt die Partie deutlich zugunsten der Gastgeber.
New Jersey kontrolliert das Startdrittel und gewinnt das Torschussduell mit 16:4.
Luke Hughes bringt die Devils in der achten Minute mit 1:0 in Führung. Der Verteidiger bezwingt Jordan Binnington mit einem Handgelenkschuss.
Im zweiten Drittel erhöht Anthony Mantha nach einem Zusammenspiel mit Jack Hughes auf 2:0.
Robert Thomas verkürzt für St. Louis in Überzahl auf 2:1.
Kurz vor der zweiten Pause schlagen die Devils jedoch doppelt zu.
Jesper Boqvist trifft zum 3:1, nur 19 Sekunden später erhöht Mantha mit seinem zweiten Tor auf 4:1.
Drei Gegentore innerhalb von 188 Sekunden
Mit drei Treffern Vorsprung scheint die Begegnung nach 40 Minuten entschieden.
Doch im letzten Drittel verliert New Jersey zunehmend die Kontrolle.
Mason McTavish verkürzt in der 52. Minute auf 2:4. Philip Broberg erzielt in der 55. Minute den Anschlusstreffer.
Nur 18 Sekunden danach gleicht Dalibor Dvorsky zum 4:4 aus.
Dem Treffer geht ein missglückter Befreiungsversuch von Devils-Torhüter Connor Hellebuyck voraus.
Innerhalb von nur 3:08 Minuten verspielen die Gastgeber damit ihren gesamten Vorsprung.
Bratt entscheidet die Verlängerung
Trotz des Rückschlags gelingt New Jersey die entscheidende Reaktion.
Dougie Hamilton unterbindet in der Verlängerung einen Angriff der Blues und schickt Jesper Bratt mit einem Pass auf die Reise.
Der Schwede läuft allein auf Binnington zu und verwandelt mit einem Handgelenkschuss.
Nach 1:26 Minuten der Verlängerung steht der 5:4-Sieg fest.
Anthony Mantha ist mit zwei Toren und einem Assist der produktivste Devils-Spieler. Jack Hughes bereitet zwei Treffer vor.
Hellebuyck beendet die Partie mit 28 Paraden, Binnington mit 31.
Vier Schweizer ohne Skorerpunkt
Aus Schweizer Sicht bleibt Meiers Strafenbilanz das prägende Ereignis.
Der Appenzeller kommt trotz seiner langen Strafbankaufenthalte auf sechs Torschüsse und drei Checks. Er beendet die Partie mit einer Plus-1-Bilanz.
Nico Hischier erhält 18:02 Minuten Eiszeit, gibt zwei Torschüsse ab und gewinnt neun seiner 17 Bullys.
Jonas Siegenthaler absolviert 18:06 Minuten und bleibt ebenfalls ohne Skorerpunkt.
Pius Suter steht für St. Louis während 12:37 Minuten auf dem Eis. Auch er bleibt ohne Torbeteiligung.
Noch beim Sieg gegen Edmonton hatte Hischier mit einem Assist und starker Defensivarbeit überzeugt.
Nun sichern sich die Devils trotz eines dramatischen Einbruchs weitere zwei Punkte.
Am Samstag steht für New Jersey das Auswärtsspiel gegen die New York Islanders an. St. Louis reist zu den Nashville Predators.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert