Europa League ausgelost – Schweiz schaut nur zu
von belmedia Redaktion Europa Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Die Ligaphase der UEFA Europa League 2026/27 steht fest. Mit Juventus, Milan, Bayer Leverkusen, Benfica, Olympique Lyon und Marseille ist der Wettbewerb prominent besetzt. Aus Schweizer Sicht fehlt allerdings ein Club in der Europa League: Der FC Thun scheiterte in den Play-offs an Lech Poznań. Ganz ohne Schweizer Beteiligung geht der Europacup-Herbst dennoch nicht über die Bühne – Thun und Lugano spielen in der Conference League weiter.
Insgesamt nehmen 36 Mannschaften an der Ligaphase der Europa League teil. Jede Mannschaft bestreitet acht Partien gegen acht unterschiedliche Gegner – vier zuhause und vier auswärts. Der erste Spieltag findet am 16. und 17. September statt, abgeschlossen wird die Ligaphase am 28. Januar 2027. Das Endspiel der Europa League steigt am 26. Mai 2027 in Frankfurt.
Grosse Namen in der Europa League
Das Teilnehmerfeld bietet auch in dieser Saison zahlreiche prominente Clubs. In Topf 1 standen bei der Auslosung unter anderem Bayer Leverkusen, Benfica, Juventus, Milan, Olympique Lyon, Olympique Marseille und Real Sociedad.
Auch dahinter ist die Qualität hoch. Celtic, Salzburg, Dinamo Zagreb, Rennes und Anderlecht gehören ebenso zum Feld wie Crystal Palace, Bournemouth, Sunderland, Sturm Graz und Lech Poznań. Aus Deutschland ist neben Leverkusen auch Hoffenheim vertreten.
Für die 36 Mannschaften gilt erneut das seit 2024 eingeführte Ligaformat. Die besten acht Teams der gemeinsamen Tabelle ziehen direkt ins Achtelfinale ein. Die Mannschaften auf den Rängen 9 bis 24 müssen in die K.-o.-Play-offs. Für die Clubs ab Rang 25 ist die Europacup-Saison beendet.
Thun verpasst die Europa League deutlich
Die letzte Schweizer Hoffnung auf einen Platz in der Europa League war der FC Thun. Die Berner Oberländer erreichten nach ihrem Weg durch die europäische Qualifikation die Play-offs, scheiterten dort aber an Lech Poznań.
Das Hinspiel in Polen wurde zum bitteren Tiefpunkt: Thun verlor mit 0:7. Bereits nach dieser Partie war das Weiterkommen nur noch theoretisch möglich. Die ungewöhnlich hohe Niederlage war gleichzeitig Teil eines turbulenten Saisonstarts. Ein ausführlicher Hintergrund beleuchtet, warum der FC Thun nach seinem Meistermärchen plötzlich deutlich verwundbarer wirkte.
Der Traum von der Europa League ist für die Thuner damit beendet. Europäisch geht die Saison für den Schweizer Meister jedoch weiter.
Thun und Lugano vertreten die Schweiz
Die unterlegenen Mannschaften der Europa-League-Play-offs wechseln in die Ligaphase der Conference League. Damit ist Thun dort weiterhin vertreten.
Mit dem FC Lugano hat sich ein zweiter Schweizer Club für die Conference League qualifiziert. Die Schweiz verfügt im europäischen Herbst somit weiterhin über zwei Mannschaften in einer UEFA-Ligaphase – allerdings nicht in der Europa League, sondern eine Stufe darunter.
Auch die Conference League bietet ein attraktives Teilnehmerfeld. Zu den 36 Clubs gehören unter anderem Atalanta, Monaco, Ajax, Freiburg, Brighton, Braga, Getafe und Panathinaikos.
Schweiz fehlt auf der Europa-League-Bühne
Für den Schweizer Clubfussball bleibt damit ein gemischtes Bild. Einen Vertreter in der Europa League gibt es 2026/27 nicht. Dafür erhalten sowohl Thun als auch Lugano in der Conference League mindestens sechs weitere internationale Spiele und damit die Chance, Punkte für sich selbst und für den Schweizer Fussball zu sammeln.
Während in der Europa League Grössen wie Milan, Juventus, Benfica und Leverkusen um den Titel kämpfen, richtet sich der Schweizer Blick deshalb vor allem auf die Conference League. Dort geht der Europacup-Herbst für Thun und Lugano weiter.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Titelbild – KI-Bild