Was macht eigentlich Urs Fischer? Schweizer Erfolgstrainer ist zurück in der Bundesliga

Nach mehr als zwei Jahren ohne Trainerjob ist Urs Fischer längst zurück auf der grossen Fussballbühne. Der 60-jährige Schweizer steht beim 1. FSV Mainz 05 an der Seitenlinie – und hat dort innerhalb weniger Monate bereits eindrücklich gezeigt, warum er in Deutschland einen hervorragenden Ruf geniesst. Aus einem Tabellenletzten machte Fischer einen souveränen Bundesligisten.

Nach seinem Abschied von Union Berlin im November 2023 wurde es längere Zeit ruhig um Fischer. Der ehemalige Trainer des FC Zürich, FC Thun und FC Basel liess sich mit seinem nächsten Engagement Zeit.

Im Dezember 2025 kam dann der Anruf aus Mainz. Der Club steckte tief im Abstiegskampf – und Fischer übernahm eine Aufgabe, die kaum schwieriger hätte sein können.

Von Platz 18 noch auf Rang zehn

Als Fischer den 1. FSV Mainz 05 übernahm, stand die Mannschaft nach 13 Bundesliga-Spieltagen mit nur sechs Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Der Rückstand auf die sicheren Ränge war bereits beträchtlich.

Doch unter dem Schweizer änderte sich die Situation grundlegend. Mainz stabilisierte sich, holte die notwendigen Punkte und sicherte sich bereits zwei Spieltage vor Saisonende den Klassenerhalt.

Am Ende stand sogar Rang zehn in der Bundesliga. Aus einer Mannschaft, die im Dezember noch akut vom Abstieg bedroht war, machte Fischer innerhalb weniger Monate wieder einen stabilen Erstligisten.

Auch international ging die Reise weiter. In der Conference League führte er Mainz bis ins Viertelfinale, wo gegen Racing Strassburg Endstation war.

Fischer bleibt seiner Linie treu

Wer Fischers Arbeit bei Union Berlin verfolgt hat, erkennt auch in Mainz viele bekannte Elemente. Der Schweizer legt grossen Wert auf Organisation, Kompaktheit, klare Abläufe und eine Mannschaft, die geschlossen arbeitet.

Während der Vorbereitung auf die Saison 2026/27 erhöhte Fischer die Belastung deutlich. Seine Spieler bekamen intensive Trainingseinheiten – für den Trainer gehört eine harte Vorbereitung zum Fundament einer langen Saison.

Dabei will Fischer diesmal vor allem eines vermeiden: eine erneute Aufholjagd wie im vergangenen Winter. Der Kraftaufwand für den Klassenerhalt war enorm. Mainz soll deshalb von Beginn an stabil auftreten.

Neue Saison beginnt mit gemischten Gefühlen

Das erste Pflichtspiel der neuen Saison verlief spektakulär. Im DFB-Pokal gewann Mainz beim unterklassigen VfB Krieschow gleich mit 9:0.

Eine Woche später folgte jedoch bereits die erste Erinnerung daran, wie schwierig die Bundesliga sein kann. Gegen Aufsteiger Paderborn kamen die Mainzer trotz zahlreicher Möglichkeiten nicht über ein 0:0 hinaus.

Fischer zeigte sich mit dem Einsatz seiner Mannschaft grundsätzlich zufrieden, bemängelte aber die fehlende Effizienz vor dem Tor.

Wie stark die Konkurrenz in Deutschland auch in dieser Saison ist, zeigte bereits der Auftakt der Bundesliga 2026/27 mit dem deutlichen Sieg von Bayern München.

Vertrag in Mainz läuft bis 2028

Von einem kurzfristigen Feuerwehr-Einsatz kann bei Fischer inzwischen keine Rede mehr sein. Sein Vertrag bei Mainz läuft bis Sommer 2028.

Damit besitzt der 60-Jährige die Möglichkeit, nach dem erfolgreichen Klassenerhalt etwas längerfristig aufzubauen. Seine eindrucksvollste deutsche Trainerstation bleibt bislang Union Berlin: Fischer führte den Hauptstadtclub 2019 erstmals in die Bundesliga und später über Conference League und Europa League sogar bis in die Champions League.

Nun schreibt er seine Bundesliga-Geschichte in Mainz weiter.

Für Schweizer Fussballfans lohnt sich deshalb wieder regelmässig der Blick nach Deutschland. Urs Fischer ist nicht verschwunden – im Gegenteil. Der frühere FCZ-Captain gehört wieder zum festen Trainerpersonal der Bundesliga und hat mit seiner ersten Mainzer Rettungsmission bereits das nächste bemerkenswerte Kapitel seiner Karriere geschrieben.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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