Van Aert schlägt bei der Vuelta zu

Wout van Aert hat auf der 13. Etappe der Vuelta a España endlich seinen ersten Tagessieg der diesjährigen Rundfahrt gefeiert. Der Belgier setzte sich nach 192,8 anspruchsvollen Kilometern von Almuñécar nach Loja gegen Valentin Paret-Peintre durch. Gesamtleader Enric Mas brachte das Rote Trikot sicher ins Ziel – Mattias Skjelmose machte jedoch wertvolle Zeit gut.

Van Aert hatte in den vergangenen Tagen mehrfach für Teamkollege Matthew Brennan gearbeitet und selbst vergeblich auf einen Etappenerfolg gehofft. Am Freitag bekam der 31-Jährige seine Chance – und nutzte sie eindrucksvoll.

Van Aert greift 3,5 Kilometer vor dem Ziel an

Die 13. Etappe entwickelte sich früh zu einem offensiven Rennen. Bei grosser Hitze und rund 3’400 Höhenmetern bildete sich eine riesige Ausreissergruppe mit mehr als 40 Fahrern. Van Aert gehörte ebenso dazu wie sein Visma-Teamkollege Brennan und mehrere starke Kletterer.

Nach zahlreichen Angriffen kristallisierte sich im Finale eine kleinere Spitzengruppe heraus. Rund 3,5 Kilometer vor dem Ziel setzte Van Aert die entscheidende Attacke.

Nur Valentin Paret-Peintre konnte dem Belgier folgen. Im direkten Sprint in Loja war der Franzose dann ohne Chance: Van Aert setzte sich souverän durch und feierte seinen vierten Vuelta-Etappensieg nach seinen drei Erfolgen aus dem Jahr 2024.

Brennan gewann 24 Sekunden später den Sprint der ersten Verfolger und belegte Rang drei. Damit brachte Visma-Lease a Bike gleich zwei Fahrer auf das Podest.



Mas hält Roglič und Gall auf Distanz

Im Kampf um den Gesamtsieg blieb Enric Mas zunächst ungefährdet. Der Spanier erreichte das Ziel gemeinsam mit Primož Roglič, Felix Gall, Richard Carapaz und weiteren Favoriten drei Minuten hinter Van Aert.

Damit bleiben die wichtigsten Abstände an der Spitze bestehen. Mas hatte die Rundfahrt vor dem Start der Etappe mit 1:45 Minuten Vorsprung auf Roglič und 2:06 Minuten auf Gall angeführt.

Bereits vor dem Start war klar, dass die ungewöhnliche Streckenführung Möglichkeiten für eine grosse Fluchtgruppe bieten würde. Die Vorschau auf die tückische 13. Vuelta-Etappe hatte genau dieses Szenario als eine der grossen Gefahren für die Favoriten beschrieben.

Skjelmose setzt Mas unter Druck

Ganz ruhig verlief der Tag für Movistar dennoch nicht. Mattias Skjelmose, der als Siebter der Gesamtwertung gestartet war, schaffte den Sprung in die grosse Fluchtgruppe.

Der Däne erreichte Loja 2:10 Minuten vor der Gruppe um Mas und verkürzte damit seinen Rückstand in der Gesamtwertung deutlich. Für Movistar bedeutete das über weite Strecken zusätzliche Arbeit, um den Abstand kontrollierbar zu halten.

Auch Felix Gall musste einen Rückschlag verkraften. Sein wichtiger Helfer Gregor Mühlberger stürzte bereits in der Anfangsphase und musste die Vuelta aufgeben. Besonders vor der nächsten schweren Bergankunft ist der Ausfall für das Decathlon-Team schmerzhaft.

Jetzt wartet die Sierra de La Pandera

Schon am Samstag geht der Kampf um das Rote Trikot in die nächste entscheidende Runde. Die 14. Etappe führt über 154,5 Kilometer von Jaén hinauf zur Sierra de La Pandera.

Die Bergankunft bietet Roglič, Gall und Carapaz eine neue Gelegenheit, Mas unter Druck zu setzen. Nach dem vergleichsweise kontrollierten Freitag dürfte der Kampf der Gesamtfavoriten dort wieder voll entbrennen.

Der Freitag gehörte allerdings Wout van Aert. Nach mehreren Tagen als Helfer und Angreifer belohnte sich der Belgier in Loja endlich selbst.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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