Saisonvorschau 6/10: Basel setzt auf bewährte Kräfte
von belmedia Redaktion Allgemein Basel-Stadt Eishockey Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Swiss League swisshockey.ch Themen Transfers Vereine Ⳇ Verbreitung
Der EHC Basel startet mit einem weitgehend eingespielten Kern, einem starken Goalie-Duo und zusätzlicher Erfahrung in der Defensive in die Saison 2026/27. Nach 91 Punkten und Rang 6 in der vergangenen Qualifikation gehören die Basler erneut zum erweiterten Kreis der Spitzenteams. Die schwache Vorbereitung mahnt allerdings zur Vorsicht – unsere Prognose lautet Rang 5.
Basel beendete die vergangene Qualifikation punktgleich mit dem fünftplatzierten EHC Chur. Nach 50 Spielen standen 91 Punkte und ein Torverhältnis von 161:133 zu Buche. Im Playoff-Viertelfinal traf der EHCB auf den EHC Visp. Die ausgeglichene Serie ging über sechs Partien, ehe die Walliser mit einem 2:1 in der St. Jakob-Arena den 4:2-Seriensieg und damit das Basler Saisonende besiegelten.
Der Klub setzt erneut stark auf Kontinuität. Eric Himelfarb bleibt Headcoach und erhält mit Patrice Lefebvre einen neuen Assistenztrainer. Jakob Stukel, Brett Supinski, Dario Kummer, Elvis Schläpfer und weitere Leistungsträger bilden weiterhin den offensiven Kern. Kurz vor Saisonbeginn wurde zudem der französische Nationalverteidiger Thomas Thiry verpflichtet.
Stukel bleibt der offensive Unterschiedsspieler
Jakob Stukel gehört weiterhin zu den gefährlichsten Spielern der Swiss League. In der vergangenen Qualifikation erzielte der Kanadier 33 Tore und sammelte insgesamt 62 Punkte.
Auch Brett Supinski bleibt eine zentrale Figur im Basler Angriff. Gemeinsam bildeten die beiden Imports bereits in den vergangenen Jahren eine der produktivsten Achsen der Liga.
Dahinter besitzt Himelfarb mit Dario Kummer, Elvis Schläpfer, Sandro Brügger, Laurin Liniger, Jamie Schaub, Noah Fuss und Ueli Huber viel Erfahrung und Tiefe.
Schläpfer wurde nach seiner Zeit mit B-Lizenz vom HC Ajoie fest verpflichtet und unterschrieb bis 2029. Auch Kummer wurde langfristig gebunden und soll weiterhin eine wichtige Rolle im Zentrum übernehmen.
Thomas Thiry verstärkt die Defensive
Kurz vor dem Saisonstart reagierte Basel nochmals auf dem Transfermarkt. Thomas Thiry wechselte nach vier Spielzeiten beim HC Ajoie in die St. Jakob-Arena.
Der 28-jährige französische Nationalverteidiger bringt mit 191 Zentimetern und 106 Kilogramm viel Physis mit. Zudem verfügt er über mehrere Jahre Erfahrung aus der National League und gehörte zum französischen Olympia-Aufgebot.
Thiry ergänzt eine Defensive mit Spielern wie Jens Nater, Lucas Bachofner, Marc Aeschlimann, Alain Bircher und Romain Montandon.
Mit Kevin Zürcher kam zudem ein physisch starker Stürmer leihweise vom SC Bern nach Basel. Marcell Révész, der bereits während der vergangenen Playoffs zum Team gestossen war, erhielt einen festen Vertrag für die Saison 2026/27.
Haller und Henauer bleiben im Tor
Auf der Torhüterposition setzt Basel auf Bewährtes. Fabio Haller verlängerte seinen Vertrag um eine weitere Saison und bildet erneut mit Andri Henauer das Goalie-Duo.
Haller gehörte bereits in der vergangenen Qualifikation zu den statistisch stärksten Goalies der Liga. In 22 Einsätzen kam er auf eine Fangquote von 92,28 Prozent.
Henauer bestritt 28 Qualifikationsspiele und gibt Basel damit eine zweite verlässliche Option. Gerade über eine lange Saison ist diese Konstellation ein klarer Pluspunkt.
Auch hinter der Bande gibt es Kontinuität. Eric Himelfarb bleibt Headcoach. Neu unterstützt ihn Patrice Lefebvre, der viel internationale Erfahrung als Spieler und Trainer mitbringt.
Die Vorbereitung liefert ein Warnsignal
Die Testspiele verliefen deutlich weniger überzeugend als erhofft. Zum Auftakt gewann Basel beim SC Langenthal mit 5:0, danach folgten sechs Niederlagen in Serie.
In Chur verlor der EHCB mit 0:3, gegen Arosa mit 2:5. Beim DEL2-Klub Freiburg unterlagen die Basler nach Penaltyschiessen 2:3.
Anschliessend setzte es gegen den EHC Olten, den wir in unserer Prognose auf Rang 6 setzen, eine 1:3-Niederlage ab. Gegen National-League-Klub Ajoie verlor Basel trotz guter Leistung mit 2:3 nach Verlängerung.
Die Generalprobe in La Chaux-de-Fonds endete mit einer knappen 0:1-Niederlage. Damit steht aus sieben Vorbereitungsspielen lediglich ein Sieg bei einem Torverhältnis von 12:18.
Anspruch und Realität liegen nahe beieinander
Die Resultate der Vorbereitung dürfen nicht überbewertet werden. Basel musste zeitweise auf mehrere verletzte Spieler verzichten und setzte während der Testphase auch junge Akteure ein.
Gleichzeitig zeigt die Serie von sechs Niederlagen, dass vor dem Saisonstart noch nicht alles funktioniert. Besonders die Offensive blieb in mehreren Partien deutlich unter ihren Möglichkeiten.
Der Meisterschaftsstart erfolgt bereits am Donnerstag, 17. September, auswärts bei den Bellinzona Snakes. Zwei Tage später folgt das erste Heimspiel gegen den HC Thurgau. Am 22. September reist Basel nach Olten.
Qualitativ besitzt der EHCB genügend Substanz für die Top 4. Stukel und Supinski gehören zu den besten Imports der Liga, die Goalieposition ist stark besetzt und Thiry bringt zusätzliche Stabilität in die Defensive.
Nach der schwachen Vorbereitung und dem Viertelfinal-Aus der vergangenen Saison setzen wir Basel dennoch knapp hinter die ersten vier Mannschaften. Unsere Prognose lautet Rang 5.
🏆 UNSERE PROGNOSE: RANG 5
- Pluspunkt: Mit Jakob Stukel und Brett Supinski besitzt Basel weiterhin eine der stärksten offensiven Achsen der Swiss League.
- Stabilität: Fabio Haller und Andri Henauer bilden erneut das bewährte Goalie-Duo.
- Verstärkung: Thomas Thiry bringt National-League-Erfahrung und zusätzliche Physis in die Defensive.
- Warnsignal: Nach dem 5:0 gegen Langenthal verlor Basel die letzten sechs Vorbereitungsspiele.
📊 UNSERE PROGNOSE – KOMPLETT
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert