Saisonvorschau 10/10: Sierre bleibt das Mass der Dinge
von belmedia Redaktion Allgemein Eishockey Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Swiss League swisshockey.ch Themen Transfers Vereine Wallis Ⳇ Verbreitung
Der HC Sierre geht als amtierender Meister und klarer Massstab der vergangenen Swiss-League-Saison in die neue Spielzeit. Die Walliser dominierten die Qualifikation mit 108 Punkten, erzielten 235 Tore und krönten ihre Saison anschliessend mit dem Meistertitel. Der Kern der Mannschaft ist geblieben und wurde mit zusätzlicher Erfahrung verstärkt – unsere Prognose lautet deshalb Rang 1.
Sierre beendete die vergangene Qualifikation mit 108 Punkten und einem eindrücklichen Torverhältnis von 235:132 auf Platz 1. In den Playoffs bestätigten die Walliser ihre Ausnahmestellung und erreichten erstmals seit zwei Jahrzehnten wieder den Final. Dort setzte sich das Team von Chris McSorley gegen La Chaux-de-Fonds durch und holte erstmals seit 58 Jahren wieder den Titel in die Stadt.
Der Meister setzt für 2026/27 bewusst auf Kontinuität. Chris McSorley bleibt Headcoach und General Manager, Remo Giovannini steht weiterhin im Tor und Leistungsträger wie Samuel Asselin, Jayden Halbgewachs, Leonardo Fuhrer, Maxime Montandon, Mike Völlmin und Marco Maurer gehören weiterhin zum Kader. Gleichzeitig erhöhen Killian Mottet und Darels Dukurs die ohnehin schon beachtliche Qualität im Angriff.
McSorley hält den Meisterkern zusammen
Die wichtigste Stärke des HC Sierre liegt in der Kontinuität. Nach einer Saison, in der praktisch alles zusammenpasste, verzichtete die sportliche Führung auf einen grossen Umbau.
Chris McSorley führt die Mannschaft weiterhin gemeinsam mit Assistenztrainer Eric Castonguay. Das eingespielte System und die klare Rollenverteilung bleiben damit erhalten.
Auch auf dem Eis gibt es zahlreiche bekannte Gesichter. Captain Maxime Montandon führt die Defensive an, daneben stehen Noah und Sacha Berthoud, Tyler Higgins, Ryan Mazzola, Mike Völlmin und Marco Maurer zur Verfügung.
Maurer überzeugte in seiner ersten Sierre-Saison mit 25 Punkten und erhielt nach der Vorbereitung einen weiteren Vertrag.
Mottet ist der prominenteste Neuzugang
Der auffälligste Transfer des Sommers ist Killian Mottet. Der 35-Jährige kommt für die komplette Saison leihweise von Fribourg-Gottéron ins Wallis.
Mottet verfügt über enorme Erfahrung. In 740 National-League-Partien sammelte er 395 Punkte und nahm mit der Schweiz an den Olympischen Spielen 2022 teil. Sierre kennt er bereits aus dem Beginn seiner Profikarriere.
Ebenfalls neu ist Darels Dukurs. Der lettische Stürmer kommt vom EHC Chur und unterschrieb für zwei Jahre. In seinen vergangenen beiden Spielzeiten sammelte er für die Bündner 42 Punkte in 65 Partien.
Damit besitzt McSorley zusätzliche Tiefe hinter einer ohnehin herausragenden ersten Offensivreihe.
Halbgewachs und Asselin bleiben die offensive Referenz
Jayden Halbgewachs war einer der entscheidenden Spieler der Meistersaison. Der Kanadier sammelte inklusive Playoffs 82 Punkte in 57 Spielen und kam auf einen aussergewöhnlichen Plus-Minus-Wert von +47.
Gemeinsam mit Samuel Asselin und Leonardo Fuhrer bildete er eine der gefährlichsten Sturmformationen der gesamten Swiss League.
Halbgewachs verlängerte für eine weitere Saison, Asselin steht sogar langfristig unter Vertrag. Dazu kommen Arnaud Montandon, Jordann Bougro, Arnaud Riat, Mathieu Vouillamoz, Emils Veckaktins, Niccolò Mansueto und weitere Optionen.
Gerade offensiv besitzt Sierre damit weiterhin eine Kadertiefe, die kaum ein Konkurrent erreicht.
Giovannini bleibt die Nummer eins
Im Tor setzt der Meister weiterhin auf Remo Giovannini. Der erfahrene Schlussmann besitzt einen Vertrag bis 2028 und gibt der Mannschaft auf einer Schlüsselposition Stabilität.
Noah In-Albon steht ebenfalls zur Verfügung, zudem befand sich Thibault Fatton während der Vorbereitung im Probetraining.
Vor den Goalies verfügt Sierre über eine Mischung aus Erfahrung und Entwicklungspotenzial. Die Defensive muss allerdings erneut beweisen, dass sie mit dem offensiven Spielstil mithalten kann.
Dass Sierre in der vergangenen Qualifikation trotz 235 erzielter Tore lediglich 132 Gegentreffer kassierte, zeigt jedoch, wie ausgewogen die Mannschaft insgesamt funktionierte.
Vorbereitung liefert ein gemischtes Bild
Die Testphase verlief nicht so dominant wie die vergangene Meisterschaft. Zum Auftakt verlor Sierre in Olten mit 3:4, danach folgte ein 3:4 in Chamonix.
Das Rückspiel gegen Chamonix gewann der Meister nach Verlängerung mit 5:4, gegen Bellinzona folgte ein 5:3. Nach einem 5:6 gegen Milano zeigte Sierre im Walliser Derby nochmals seine Qualität.
Beim EHC Visp, den wir in unserer Prognose auf Rang 2 setzen, gewann Sierre nach Verlängerung mit 3:2.
Die Generalprobe gegen National-League-Klub Lausanne ging deutlich mit 1:6 verloren. Insgesamt stehen damit drei Siege aus sieben Tests und 25:29 Tore.
Der Finalgegner wartet gleich zum Auftakt
Viel passender könnte der Start in die neue Saison kaum sein. Am Freitag, 18. September, empfängt Sierre in Graben den HC La Chaux-de-Fonds.
Damit kommt es gleich am ersten Spieltag zur Neuauflage des vergangenen Playoff-Finals. Am 22. September folgen zuhause die GCK Lions, ehe Sierre fünf Tage später nach Arosa reist.
Der Meister ist trotz der gemischten Vorbereitung erneut die Mannschaft, an der sich die Konkurrenz orientieren muss. Der Kader ist eingespielt, die stärksten Imports sind geblieben und mit Mottet sowie Dukurs wurde zusätzliche Qualität verpflichtet.
Visp, La Chaux-de-Fonds und Thurgau besitzen genügend Substanz, um Sierre unter Druck zu setzen. Bis ein Konkurrent das Gegenteil beweist, bleibt der Titelverteidiger für uns jedoch die Nummer eins. Unsere Prognose lautet Rang 1.
🏆 UNSERE PROGNOSE: RANG 1
- Massstab: 108 Punkte und 235 erzielte Tore machten Sierre bereits in der vergangenen Qualifikation zum dominierenden Team.
- Offensive: Halbgewachs und Asselin bleiben, während Killian Mottet und Darels Dukurs zusätzliche Qualität bringen.
- Kontinuität: Chris McSorley und ein grosser Teil des Meisterkaders gehen gemeinsam in die Titelverteidigung.
- Herausforderung: Als Meister ist Sierre nun der Gejagte – Visp, La Chaux-de-Fonds und Thurgau werden den Druck erhöhen.
📊 UNSERE PROGNOSE – KOMPLETT
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert