Servette dreht 0:3 gegen Gottéron – Puljujärvi entscheidet den Krimi

Genève-Servette hat in den Vernets eine spektakuläre Aufholjagd hingelegt. Gegen Meister Fribourg-Gottéron lagen die Genfer nach weniger als 15 Minuten bereits 0:3 zurück, kämpften sich aber noch zum 3:3 und gewannen schliesslich 4:3 nach Penaltyschiessen. Jesse Puljujärvi wurde mit einem Tor während der regulären Spielzeit und dem entscheidenden Penalty zum Matchwinner.

Fribourg erwischte einen nahezu perfekten Start. Nach 9:05 Minuten traf Simon Schmid im Powerplay zum 1:0, Anthony Richard erhöhte auf 2:0 und Ludvig Johnson stellte ebenfalls in Überzahl bereits nach 14:46 Minuten auf 3:0. Doch noch vor der ersten Pause brachte Puljujärvi Genève mit dem 1:3 zurück ins Spiel.

Danach kippte die Partie langsam. Markus Granlund verkürzte kurz vor der zweiten Pause im Powerplay auf 2:3. Nur 59 Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels glich Mika Henauer ebenfalls in Überzahl zum 3:3 aus. In der Verlängerung fiel kein Treffer, ehe Servette das Penaltyschiessen für sich entschied.

Gottéron startet nahezu perfekt

Die ersten knapp 15 Minuten gehörten Fribourg.

Genève musste nach einer doppelten Strafe gegen Simon Le Coultre früh während vier Minuten in Unterzahl spielen. Der Meister nutzte die Gelegenheit.

Schmid traf nach Vorarbeit von Johnson und Marcus Sörensen zum 1:0. Wenig später erhöhte Richard auf 2:0.

Als Johnson nach 14:46 Minuten das dritte Freiburger Tor erzielte, deutete vieles auf einen schwierigen Abend für die Gastgeber hin.

Doch Genève reagierte schnell. Puljujärvi verkürzte noch vor der ersten Pause und gab seiner Mannschaft damit neue Hoffnung.

Puljujärvi treibt die Aufholjagd an

Der Finne entwickelt sich immer mehr zu einer der prägenden Figuren im Genfer Saisonstart.

Sein Treffer zum 1:3 war der Beginn der Wende. Genève wurde danach stabiler, erhöhte den Druck und bekam die Partie zunehmend unter Kontrolle.

Kurz vor der zweiten Pause traf Granlund nach Vorarbeit von Jimmy Vesey und Sakari Manninen in Überzahl zum 2:3.

Damit war vor dem Schlussdrittel wieder alles offen.

Henauer gleicht nach 59 Sekunden aus

Servette benötigte nach der zweiten Pause weniger als eine Minute für den Ausgleich.

Mika Henauer traf nach 40:59 Minuten im Powerplay zum 3:3. Jan Rutta und Johnny Kneubuehler bereiteten den Treffer vor.

Danach entwickelte sich eine offene Partie, in der Genève sogar näher am vierten Treffer lag.

Fribourg brachte den Punkt jedoch über die reguläre Spielzeit und auch durch die Verlängerung.

Im Penaltyschiessen schlug erneut Puljujärvis Stunde. Der Finne verwandelte beide Genfer Versuche und erzielte auch den entscheidenden Treffer.

Schon wieder dreht Genève einen Rückstand

Bemerkenswert ist, dass Genève diese Reaktion nicht zum ersten Mal zeigt.

Bereits am Dienstag lagen die Grenat gegen die Rapperswil-Jona Lakers mit 0:2 zurück und gewannen am Ende noch 4:2.

Über die schwierige Ausgangslage beider Teams vor dem Westschweizer Derby hatten wir bereits berichtet.

Innerhalb von vier Tagen hat Servette damit zweimal einen deutlichen Rückstand in einen Sieg verwandelt.

Das ist nach dem schwachen Saisonstart ein wichtiges Zeichen.

Beide Teams nun bei sechs Punkten

Durch den Sieg nach Penaltyschiessen erhält Genève zwei Punkte, Fribourg nimmt immerhin einen Zähler mit.

Damit stehen beide Mannschaften nach fünf Meisterschaftsspielen bei sechs Punkten.

Für Gottéron ist die Niederlage trotzdem ärgerlich. Eine 3:0-Führung nach weniger als 15 Minuten sollte normalerweise reichen, um zumindest mehr Kontrolle über die Partie zu behalten.

Servette dagegen zeigt nach den schwierigen ersten Wochen zunehmend jene Widerstandsfähigkeit, die Trainer Sam Hallam von seiner Mannschaft erwartet.

Kaum Zeit zum Durchatmen

Für Fribourg geht es bereits am Samstagabend weiter.

Um 19.45 Uhr empfangen die Freiburger die SCL Tigers, die am Freitag ihrerseits einen 0:2-Rückstand gegen Zug noch in einen 5:3-Sieg verwandelten.

Genève hat einen Tag mehr Pause. Die Grenat treten am Sonntag um 14.00 Uhr beim EHC Biel an.

🏒 DIE SCHLÜSSELZAHLEN AUS GENF

  • Fribourg führte nach 14:46 Minuten bereits mit 3:0.
  • Puljujärvi, Granlund und Henauer brachten Genève noch zum 3:3.
  • Puljujärvi erzielte das 1:3 und verwandelte im Penaltyschiessen den entscheidenden Versuch.
  • 5872 Zuschauer verfolgten die Partie in den Vernets.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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