Klopp feiert ersten Sieg – Deutschland schlägt Serbien 2:0
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Fussball Magazine nachrichtenticker.ch Nations League Orte Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Jürgen Klopp hat seinen ersten Sieg als deutscher Bundestrainer gefeiert. Deutschland setzt sich in München verdient mit 2:0 gegen Serbien durch und zeigt dabei vor allem im Gegenpressing und in der ersten Halbzeit eine klare Leistungssteigerung. Tom Bischof und Florian Wirtz erzielen die Tore für eine DFB-Elf, die den Gegner über weite Strecken kontrolliert.
Deutschland legt in der Allianz Arena mit hohem Tempo los und schnürt Serbien tief in der eigenen Hälfte ein. Das Torschussverhältnis von 16:0 in der ersten Halbzeit zeigt die klare Überlegenheit, doch erst in der 39. Minute fällt die verdiente Führung: Tom Bischof trifft zum 1:0. Nach der Pause bleibt Deutschland dominant, Florian Wirtz erhöht in der 61. Minute auf 2:0.
Für Klopp ist der Erfolg im dritten Spiel als Bundestrainer ein wichtiger Befreiungsschlag. Nach dem 1:1 zum Auftakt in den Niederlanden und dem enttäuschenden 0:1 gegen Griechenland hatte Deutschland bereits unter Druck gestanden. Die Niederlage gegen Griechenland hatte vor allem offensiv viele Fragen aufgeworfen – gegen Serbien präsentiert sich das Team nun wesentlich aggressiver und klarer.
Deutschland erdrückt Serbien im ersten Durchgang
Klopp verändert seine Mannschaft erneut deutlich und setzt auch gegen Serbien auf mehrere neue Gesichter. Jonas Urbig und Derry Scherhant feiern ihr Debüt von Beginn an, später kommen weitere Neulinge zum Einsatz.
Die Mischung funktioniert von Anfang an.
Deutschland attackiert Serbien früh, gewinnt zweite Bälle und verhindert lange Zeit praktisch jeden geordneten Aufbau der Gäste. Besonders auffällig ist das Gegenpressing: Verliert Deutschland den Ball, ist er häufig nach wenigen Sekunden wieder zurückgewonnen.
Serbien findet kaum Entlastung und bringt in der gesamten ersten Halbzeit keinen einzigen Torschuss zustande.
Dass Deutschland trotzdem bis zur 39. Minute auf die Führung warten muss, ist beinahe der einzige Kritikpunkt.
Dann belohnt Bischof die Überlegenheit und bringt die Gastgeber mit 1:0 in Führung.
Wirtz entscheidet die Partie
Auch nach der Pause verändert sich das Bild kaum.
Deutschland bleibt die aktivere Mannschaft und lässt Serbien kaum zur Entfaltung kommen. In der 61. Minute folgt die Vorentscheidung.
Florian Wirtz, der an diesem Abend zeitweise auch die Captainbinde trägt, erzielt das 2:0.
Danach kontrolliert Deutschland die Partie weitgehend ohne grosse Probleme.
Serbien versucht zwar mit mehreren Wechseln neue Impulse zu setzen, entwickelt aber nur selten echte Gefahr.
Für Klopp ist gerade diese Kontrolle wichtig. Gegen Griechenland hatte Deutschland zwar mehr Ballbesitz besessen, aber nur wenig offensive Durchschlagskraft entwickelt. Gegen Serbien ist das Spiel direkter und aggressiver.
Klopp sieht erstmals seine Handschrift
Nach der Partie zeigt sich Klopp besonders mit dem Gegenpressing zufrieden.
Genau dieses Element gehört seit Jahren zu seiner fussballerischen Identität. Hoher Druck nach Ballverlusten, kurze Abstände zwischen den Mannschaftsteilen und unmittelbares Umschalten in die Offensive prägten bereits seine erfolgreichen Mannschaften in Dortmund und Liverpool.
Im Nationalteam ist diese Spielweise schwieriger einzustudieren, weil deutlich weniger gemeinsame Trainingszeit zur Verfügung steht.
Gegen Serbien sind die Grundzüge erstmals klar erkennbar.
Deutschland wirkt kompakter, schneller und vor allem entschlossener als noch wenige Tage zuvor.
Vier Debütanten und ein historischer Moment
Der Abend besitzt zusätzlich statistische Bedeutung.
Mit Jonas Urbig und Derry Scherhant stehen zunächst die deutschen Nationalspieler Nummer 997 und 998 erstmals auf dem Platz.
Zur Pause folgt Said El Mala als Nummer 999.
In der 77. Minute wird schliesslich Mika Baur eingewechselt und avanciert damit zum 1000. Nationalspieler in der Geschichte der deutschen Männer-Nationalmannschaft.
Später kommt mit Vitaly Janelt sogar noch Debütant Nummer 1001 hinzu.
Klopp bleibt damit seinem angekündigten Kurs treu, zahlreiche neue Spieler unter Wettbewerbsbedingungen zu testen.
Deutschland bleibt im Rennen um die Viertelfinals
Der Sieg ist auch für die Tabelle enorm wichtig.
Deutschland steht nach drei Spielen nun bei vier Punkten. Griechenland führt die Gruppe A2 nach dem 2:2 gegen die Niederlande mit sieben Punkten an.
Die Niederländer folgen mit fünf Zählern, Deutschland liegt mit vier Punkten auf Rang drei. Serbien ist nach drei Niederlagen weiterhin punktlos.
Damit bleibt der Kampf um die beiden Viertelfinalplätze völlig offen.
Bereits am Sonntag wartet das nächste Schlüsselspiel.
Deutschland trifft auswärts erneut auf Griechenland – also genau jene Mannschaft, gegen die Klopp wenige Tage zuvor seine erste Niederlage als Bundestrainer kassierte.
Ein weiterer Sieg würde die Ausgangslage deutlich verbessern.
- Deutschland schlägt Serbien in München mit 2:0.
- Tom Bischof trifft in der 39. Minute, Florian Wirtz erhöht in der 61. Minute.
- Deutschland führt das Torschussverhältnis zur Pause mit 16:0 an.
- Am Sonntag folgt bereits das Auswärtsspiel gegen Tabellenführer Griechenland.
| Team | Sp. | S | U | N | Tore | Diff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Griechenland | 3 | 2 | 1 | 0 | 5:3 | +2 | 7 |
| 2. Niederlande | 3 | 1 | 2 | 0 | 5:4 | +1 | 5 |
| 3. Deutschland | 3 | 1 | 1 | 1 | 3:2 | +1 | 4 |
| 4. Serbien | 3 | 0 | 0 | 3 | 2:6 | -4 | 0 |
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert