Servette-Schock: Manninen fällt mindestens sechs Wochen aus

Genève-Servette muss lange auf Sakari Manninen verzichten. Der finnische Center erlitt am Freitag beim 3:2-Sieg nach Penaltyschiessen in Bern eine Unterkörperverletzung und fällt nach Angaben des Klubs mindestens sechs Wochen aus. Für die Genfer ist das ein schwerer Rückschlag, denn Manninen gehört mit zehn Punkten aus neun Meisterschaftsspielen zu den produktivsten Spielern der Mannschaft.

Manninen musste die Partie in der PostFinance Arena im dritten Drittel vorzeitig beenden. Die anschliessenden Untersuchungen brachten nun Klarheit über die Schwere der Verletzung. Eine genauere Diagnose veröffentlichte Genève-Servette nicht, die Mindestdauer von sechs Wochen bedeutet jedoch, dass der 34-Jährige einen grossen Teil der kommenden National-League-Partien verpassen wird.

Besonders problematisch ist der Ausfall wegen der bereits langen Genfer Verletztenliste. Captain Noah Rod wird wegen einer Oberkörperverletzung von Tag zu Tag beurteilt, dasselbe gilt für Markus Granlund. Vincent Praplan fällt mit einer Knieverletzung sogar rund drei Monate aus. Trotz dieser personellen Probleme gewann Servette am Sonntag gegen den EV Zug mit 2:1 und rückte in der National League auf Rang zwei vor.

Manninen war erneut stark gestartet

Der Ausfall trifft Genève-Servette auf einer zentralen Position. Manninen ist einer der wichtigsten Spielmacher im Kader von Trainer Sam Hallam und war auch in den ersten Wochen der neuen Saison offensiv sofort wieder präsent.

In neun National-League-Partien sammelte der Finne zehn Skorerpunkte. Erst vor einer Woche hatte er beim 2:0-Auswärtssieg gegen Biel beide Genfer Treffer erzielt und die Partie praktisch im Alleingang entschieden.

Auch beim anschliessenden 4:0 gegen Kloten traf Manninen erneut. Seine Mischung aus Übersicht, Kreativität und Abschlussstärke lässt sich im Genfer Angriff entsprechend nur schwer ersetzen.

Sollte die prognostizierte Mindestpause von sechs Wochen tatsächlich ausgeschöpft werden müssen, wäre eine Rückkehr frühestens in der zweiten Novemberhälfte möglich. Einen konkreten Comeback-Termin hat der Klub allerdings nicht genannt.

Das Genfer Lazarett wird immer voller

Manninen ist längst nicht der einzige gewichtige Ausfall. Noah Rod laboriert an einer Oberkörperverletzung und wird täglich neu beurteilt. Markus Granlund, Nicolas Müller und Luca Hischier befinden sich ebenfalls in dieser Kategorie.

Noch länger fehlt Vincent Praplan. Beim Schweizer Stürmer wurde eine Knieverletzung diagnostiziert, die ihn ungefähr drei Monate ausser Gefecht setzen soll.

Ramon Untersander arbeitet nach seiner Unterkörperverletzung an einem Comeback gegen Mitte November. Giancarlo Chanton soll nach einer Handverletzung möglicherweise bis Ende Oktober zurückkehren. Für Tanner Richard und Jérémy Bucheler gibt es derzeit keinen bestätigten Rückkehrtermin.

Zusätzlich muss Genève-Servette momentan auf den gesperrten Jesse Puljujärvi verzichten.

Servette hält sich trotzdem in der Spitzengruppe

Sportlich haben die vielen Absenzen bislang erstaunlich wenig Spuren hinterlassen. Mit dem 2:1 gegen Zug feierte Servette den sechsten Sieg aus den letzten sieben Meisterschaftsspielen.

Nach zehn Partien stehen die Genfer bei 18 Punkten und damit auf Rang zwei hinter den ZSC Lions. Die kommenden Wochen werden nun zeigen, wie gut der breite Kader den langfristigen Ausfall Manninens auffangen kann.

🏥 SERVETTES LAZARETT

  • Sakari Manninen: Unterkörperverletzung, mindestens sechs Wochen Pause.
  • Vincent Praplan: Knieverletzung, rund drei Monate Pause.
  • Ramon Untersander: Unterkörperverletzung, Rückkehr gegen Mitte November angestrebt.
  • Noah Rod und Markus Granlund: aktuell von Tag zu Tag beurteilt.
📊NATIONAL LEAGUE – AKTUELLER STAND
Team Sp. S OT-S SO-S SO-N OT-N N Tore Pkt.
1. ZSC Lions 8 7 1 0 0 0 0 34:18 23
2. Genève-Servette HC 10 4 0 2 2 0 2 30:27 18
3. SCL Tigers 9 4 0 1 0 1 3 34:29 15
4. HC Ambri-Piotta 9 4 0 1 0 0 4 25:30 14
5. HC Ajoie 9 2 2 1 1 1 2 28:27 14
6. Fribourg-Gottéron 9 3 1 1 1 0 3 27:22 14
7. HC Davos 9 4 0 0 1 0 4 24:24 13
8. Lausanne HC 9 3 0 1 0 1 4 28:32 12
9. Rapperswil-Jona Lakers 9 2 2 0 0 1 4 27:35 11
10. EV Zug 6 3 0 0 0 1 2 22:14 10
11. EHC Biel-Bienne 8 3 0 0 1 0 4 27:28 10
12. SC Bern 7 2 0 0 1 2 2 21:23 9
13. HC Lugano 7 2 1 0 0 0 4 26:26 8
14. EHC Kloten 9 1 1 0 0 1 6 18:36 6

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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