Bonferroni scheitert im WM-Achtelfinal an Grigalashvili
von belmedia Redaktion Allgemein Magazine nachrichtenticker.ch News sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Aurélien Bonferroni ist an der Judo-Weltmeisterschaft in Baku im Achtelfinal ausgeschieden. Der 24-jährige Genfer gewann in der Klasse bis 81 kg zunächst gegen Johan Silot aus den USA und anschliessend gegen den Weltranglisten-Elften Eetu Ihanamaki aus Finnland. Gegen den dreifachen Weltmeister Tato Grigalashvili aus Georgien war für den Schweizer danach Endstation.
Bonferroni verlangte Grigalashvili alles ab, musste sich dem Olympia-Zweiten von Paris 2024 letztlich aber nach 3:30 Minuten geschlagen geben. Der Georgier erzielte zunächst Waza-ari und entschied den Kampf anschliessend mit Ippon. Damit verpasste Bonferroni den Einzug ins Viertelfinal und die Chance, über die Hoffnungsrunde noch in die Medaillenkämpfe einzugreifen.
Trotz des Ausscheidens zeigte der Schweizer in Baku eine starke Vorstellung. Besonders wertvoll war der Sieg gegen Ihanamaki, der vor der WM auf Rang elf der Weltrangliste geführt wurde. Bonferroni selbst war Ende September die Nummer 34 der Welt. Seine Entwicklung der vergangenen Monate bestätigt sich damit auch auf WM-Stufe.
Geduldsspiel gegen Silot
Bonferronis WM begann mit einem bekannten Gegner.
Bereits beim Grand Slam in Lausanne hatte er den Amerikaner Johan Silot bezwungen. Auch in Baku setzte sich der Schweizer durch, musste dafür allerdings lange kämpfen.
Nach der regulären Kampfzeit stand noch kein Sieger fest. Im Golden Score kassierte Silot schliesslich seine dritte Strafe. Nach insgesamt 5:07 Minuten war Bonferronis Auftaktsieg damit perfekt.
Der Schweizer bewies dabei vor allem Geduld. Statt überhastet eine Entscheidung zu suchen, erhöhte er den Druck kontinuierlich und zwang seinen Gegner zu Fehlern.
Starker Sieg gegen die Nummer elf der Welt
In der nächsten Runde wartete mit Eetu Ihanamaki eine deutlich höhere Hürde.
Der Finne war als Nummer elf der Welt und achter Gesetzter nach Baku gereist. Bonferroni liess sich davon nicht beeindrucken.
Ein Yuko genügte dem Genfer letztlich zum Sieg und zum Einzug in den Achtelfinal.
Spätestens mit diesem Erfolg unterstrich Bonferroni, dass sein dritter Platz beim Heim-Grand-Slam in Lausanne Ende August kein Ausreisser gewesen war. Dort hatte er seine erste Medaille auf Grand-Slam-Stufe gewonnen.
Grigalashvili stoppt den Schweizer
Im Achtelfinal wartete anschliessend einer der grössten Namen der Gewichtsklasse.
Tato Grigalashvili ist dreifacher Weltmeister und gewann bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris Silber. Gegen diesen Gegner fand Bonferroni nicht genügend Mittel.
Der Georgier ging zunächst mit Waza-ari in Führung und beendete den Kampf nach 3:30 Minuten mit Ippon.
Für Bonferroni war das Turnier damit beendet.
Der Schweizer verpasste zwar die Runde der letzten acht, sammelte aber zwei Siege auf höchster internationaler Stufe und schlug dabei einen Athleten aus den Top 15 der Weltrangliste.
Bonferroni bestätigt seinen Aufwärtstrend
Der Genfer befindet sich seit Monaten im Aufwärtstrend.
Im Februar erreichte er beim European Open in Ljubljana den zweiten Platz. Beim Grand Slam in Taschkent folgte Rang fünf, ehe Ende August in Lausanne mit Bronze der bislang grösste Erfolg auf der World Tour gelang.
Die Leistungen brachten ihn bis Ende September auf Rang 34 der IJF-Weltrangliste.
Bonferroni gehört gemeinsam mit Binta Ndiaye, Gioia Vetterli und Daniel Eich zum Schweizer WM-Aufgebot in Baku. Die Titelkämpfe laufen noch bis zum 10. Oktober, ehe am 11. Oktober der Mixed-Team-Wettbewerb folgt.
- 1. Kampf: Sieg gegen Johan Silot (USA) nach drei Strafen des Amerikaners im Golden Score.
- 2. Kampf: Sieg gegen Eetu Ihanamaki (FIN) durch Yuko.
- Achtelfinal: Niederlage gegen Tato Grigalashvili (GEO) nach 3:30 Minuten.
- Bonferroni war vor der WM die Nummer 34 der IJF-Weltrangliste bis 81 kg.
| Runde / Athlet | Nation | Resultat |
|---|---|---|
| Auftakt: Johan Silot | USA | Sieg Bonferroni |
| 2. Runde: Eetu Ihanamaki | FIN | Sieg Bonferroni |
| Achtelfinal: Tato Grigalashvili | GEO | Niederlage Bonferroni |
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert