Alcaraz triumphiert in Wien – vierter Saisontitel ohne Satzverlust

Carlos Alcaraz gewinnt erstmals die Erste Bank Open in Wien. Der 23-jährige Spanier bezwingt am Sonntag, 1. November 2026, den Australier Alex de Minaur im Final deutlich mit 6:1, 6:4. Nach 1 Stunde und 27 Minuten steht sein 28. ATP-Titel fest. Alcaraz beendet die gesamte Turnierwoche ohne einen einzigen Satzverlust.

Der Weltranglistendritte startet furios und nimmt de Minaur bereits im ersten Game den Aufschlag ab. Nach 36 Minuten gewinnt er den ersten Satz mit 6:1. Im zweiten Durchgang leistet der Australier deutlich mehr Widerstand. Doch Alcaraz behält die Kontrolle und verwertet seinen ersten Matchball mit einem sehenswerten Vorhandwinner.

Für Alcaraz ist es der vierte Turniersieg des Jahres nach den Australian Open, Doha und Tokio. Besonders bemerkenswert ist seine Bilanz bei ATP-500-Turnieren: Alle 16 Begegnungen dieser Kategorie hat er 2026 gewonnen. Parallel zu den Swiss Indoors Basel, die Valentin Vacherot für sich entscheidet, bestätigt der Spanier seine Rückkehr in die absolute Weltspitze.

SPORTAKTUELL.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Final: Carlos Alcaraz – Alex de Minaur 6:1, 6:4.
Spieldauer: 1 Stunde und 27 Minuten.
Turnierbilanz: Fünf Siege ohne Satzverlust.
Karrieretitel: ATP-Titel Nummer 28, davon elf auf ATP-500-Stufe.
Direktduelle: Alcaraz führt gegen de Minaur mit 7:0.
Was das bedeutet
Alcaraz baut seine Siegesserie bei ATP-500-Turnieren auf 26 Partien aus. Nach seiner monatelangen Verletzungspause ist der Spanier wieder einer der aussichtsreichsten Kandidaten für die grossen Hallenturniere. Als nächste Herausforderung wartet das Masters in Paris.

Alcaraz überrollt de Minaur im ersten Satz

Der Final in der Wiener Stadthalle beginnt mit einer Machtdemonstration des Spaniers. Alcaraz nimmt seinem Gegner sofort den Aufschlag ab und erhöht mit einem weiteren Break auf 3:0.

De Minaur, der im Halbfinal Alexander Zverev ausgeschaltet hatte, findet zunächst keine Antworten auf das druckvolle Grundlinienspiel.

Erst beim Stand von 0:4 gewinnt der Australier sein erstes Game. Alcaraz lässt sich davon nicht beeindrucken und sichert sich den Durchgang nach 36 Minuten mit 6:1.

De Minaur kämpft – Alcaraz bleibt eiskalt

Im zweiten Satz entwickelt sich eine deutlich engere Begegnung. De Minaur stabilisiert seinen Aufschlag und verteidigt sich mit seiner bekannten Schnelligkeit.

Mehrfach muss der Australier Breakbälle abwehren. Beim Stand von 3:4 gelingt ihm dies erneut, womit er zum 4:4 ausgleicht.

Doch beim Stand von 5:4 schlägt Alcaraz zu. De Minaur führt bei eigenem Aufschlag bereits 30:0, verliert danach aber vier Punkte hintereinander.

Den ersten Matchball verwandelt der Spanier nach einem spektakulären Ballwechsel. Zunächst lockt er seinen Gegner mit einem Stopp ans Netz, anschliessend folgt ein Lob. Mit einer präzisen Vorhand cross entscheidet Alcaraz die Partie.

Fünf Siege gegen starke internationale Gegner

Der Turnierweg des Spaniers beginnt mit einem hart umkämpften 6:4, 7:6 gegen Karen Khachanov. Anschliessend bezwingt er Nikoloz Basilashvili ebenfalls in zwei Sätzen.

Im Viertelfinal setzt sich Alcaraz gegen Tommy Paul mit 6:4, 7:6 durch. Im Halbfinal wartet mit Daniil Medwedew ein weiterer gefährlicher Gegner.

Doch auch der Russe kann den Lauf des Spaniers nicht stoppen. Alcaraz gewinnt mit 6:4, 7:6 und erreicht erstmals den Wiener Final.



Nach Verletzungspause wieder in Bestform

Die Entwicklung von Alcaraz ist besonders bemerkenswert, weil er wegen einer Verletzung am rechten Handgelenk mehr als vier Monate pausieren musste.

Erst Ende August kehrte er bei den US Open zurück. Bereits Anfang Oktober folgte der Titelgewinn beim ATP-Turnier in Tokio.

Nun bestätigt er seine Form auch in der Halle. Der Erfolg in Wien ist sein elfter Titel bei einem ATP-500-Turnier. In dieser Kategorie liegen seit deren Einführung 2009 nur Roger Federer, Novak Djokovic und Rafael Nadal vor ihm.

Paris und Turin als nächste Herausforderungen

Alcaraz reist als amtierender Wien-Champion zum Masters-1000-Turnier nach Paris. Dort trifft er zum Auftakt auf den Sieger der Begegnung zwischen Jiří Lehečka und Alex Michelsen.

Für die ATP Finals in Turin ist er bereits qualifiziert.

Der 23-Jährige hat damit nach seiner langen Pause erneut bewiesen, dass er auf unterschiedlichen Belägen und auch unter Hallenbedingungen zu den stärksten Spielern der Welt gehört.

AKTUELLER STAND
Erste Bank Open 2026 – Alcaraz‘ Titelweg
1. November 2026 | ATP 500 | Wiener Stadthalle
Runde Gegner Resultat
1. Runde Karen Khachanov 6:4, 7:6 (7:5)
Achtelfinal Nikoloz Basilashvili 6:1, 7:6 (13:11)
Viertelfinal Tommy Paul (7) 6:4, 7:6 (7:2)
Halbfinal Daniil Medwedew (3) 6:4, 7:6 (7:2)
Final Alex de Minaur (5) 6:1, 6:4

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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