Bajrami vor besonderem Nati-Spiel in Skopje

Adrian Bajrami steht vor einem besonderen Länderspiel. Der 24-jährige Innenverteidiger gehört zum Schweizer Aufgebot für den Nations-League-Auftakt am Samstagabend in Skopje gegen Nordmazedonien und könnte dort zu seinem zweiten Einsatz für die A-Nationalmannschaft kommen. Für Bajrami wäre ein Auftritt auch persönlich speziell, weil seine familiären Wurzeln in Nordmazedonien liegen.

Bajrami gehört zu den drei Rückkehrern im aktuellen 25-Mann-Kader von Murat Yakin. Der Verteidiger hatte im Oktober 2025 gegen Slowenien sein bisher einziges A-Länderspiel absolviert und kam damals während 14 Minuten zum Einsatz. Seit Sommer steht er beim portugiesischen Klub Sporting Braga unter Vertrag.

Die Partie in Skopje eröffnet für die Schweiz einen intensiven Nations-League-Block. Nach dem Spiel gegen Nordmazedonien folgt bereits am Dienstag das Auswärtsspiel in Glasgow gegen Schottland. Unsere ausführliche Vorschau auf den Schweizer Nations-League-Auftakt gibt es hier.

Bajrami kehrt in den Nati-Kreis zurück

Murat Yakin hat Bajrami für den ersten Zusammenzug nach der WM 2026 wieder aufgeboten. Neben ihm kehren Zachary Athekame und Alvyn Sanches zurück, während Winsley Boteli und Sascha Britschgi erstmals zum A-Team gehören.

Für Bajrami ist es damit die nächste Gelegenheit, sich dauerhaft im Kreis der Nationalmannschaft festzusetzen.

Sein bisher einziger Einsatz datiert vom 13. Oktober 2025. Beim 0:0 gegen Slowenien wurde er in der 77. Minute für Ricardo Rodriguez eingewechselt und kam auf insgesamt 14 Einsatzminuten.

Seitdem blieb er Teil des erweiterten Nati-Kreises, regelmässige Spielzeit im A-Team erhielt er bislang aber noch nicht.

Besondere Verbindung zu Nordmazedonien

Das Spiel in Skopje besitzt für Bajrami einen speziellen Hintergrund.

Der Verteidiger hat familiäre Wurzeln in Nordmazedonien und wurde in der Vergangenheit sowohl vom nordmazedonischen als auch vom kosovarischen Verband umworben. Zuvor hatte er in Nachwuchsauswahlen Albaniens gespielt.

Mit seinem ersten Pflichtspieleinsatz für die Schweiz gegen Slowenien war die sportliche Zukunft auf Nationalmannschaftsebene endgültig geklärt.

Gerade deshalb wäre ein Einsatz im Todor-Proeski-Stadion emotional speziell. Sportlich geht es für Bajrami darum, sich als zusätzliche Option in der Innenverteidigung zu empfehlen.

Konkurrenz in der Innenverteidigung ist gross

Die Schweiz verfügt mit Manuel Akanji, Nico Elvedi, Ricardo Rodriguez und weiteren erfahrenen Verteidigern weiterhin über viel Qualität.

Bajrami steht deshalb nicht automatisch vor einem Startelfeinsatz. Der aktuelle Zusammenzug mit vier Pflichtspielen innerhalb von elf Tagen erhöht aber die Wahrscheinlichkeit, dass Yakin rotiert und auch Spielern mit bislang wenig A-Nati-Erfahrung Einsatzzeit gibt.

Genau dort liegt Bajramis Chance.

Der Nationaltrainer erklärte bei der Bekanntgabe des Kaders ausdrücklich, dass er den intensiven Block nutzen wolle, um neue oder noch wenig eingesetzte Spieler in Ernstkämpfen zu testen.

Wechsel nach Braga als nächster Karriereschritt

Im Sommer wechselte Bajrami vom FC Luzern zu Sporting Braga.

Damit hat der Innenverteidiger einen weiteren wichtigen Schritt in seiner Entwicklung gemacht. Portugal ist für ihn kein unbekanntes Terrain: Bereits vor seinem Jahr in Luzern verbrachte er mehrere Jahre im portugiesischen Fussball.

Nun versucht er, sich bei Braga auf höherem internationalem Niveau dauerhaft durchzusetzen.

Regelmässige Einsätze im Klub sind auch für seine Perspektive in der Nationalmannschaft entscheidend. Je stabiler Bajrami sich bei Braga etabliert, desto grösser werden seine Chancen, künftig häufiger im Schweizer A-Team eingesetzt zu werden.

Vier Nations-League-Spiele in elf Tagen

Der aktuelle Zusammenzug ist für mehrere jüngere und zurückkehrende Spieler besonders wichtig.

Nach dem Auftakt am Samstag um 20.45 Uhr in Skopje geht es bereits am Dienstag gegen Schottland im Hampden Park weiter.

Am 3. Oktober folgt in Luzern das Heimspiel gegen Slowenien, drei Tage später steht dort auch das Rückspiel gegen Nordmazedonien an.

Für Bajrami ergeben sich damit gleich mehrere Möglichkeiten, sich für weitere Aufgaben zu empfehlen.

Schweiz will direkt gut starten

Sportlich bleibt der Auftakt in Skopje zentral.

Die Schweiz spielt in der Nations-League-Gruppe B1 gegen Nordmazedonien, Schottland und Slowenien. Das Ziel ist der direkte Wiederaufstieg in Liga A.

Ein erfolgreicher Start würde der Mannschaft vor dem schwierigen Auswärtsspiel in Glasgow zusätzlichen Rückenwind geben.

Für Bajrami könnte der Abend gleichzeitig persönlich und sportlich zum nächsten wichtigen Schritt seiner Nationalmannschaftskarriere werden.

🇨🇭 BAJRAMIS AUSGANGSLAGE

  • Bisher 1 A-Länderspiel und 14 Einsatzminuten für die Schweiz.
  • Seit Sommer 2026 steht der Innenverteidiger bei Sporting Braga unter Vertrag.
  • Bajrami gehört neben Athekame und Sanches zu den drei Rückkehrern im aktuellen Nati-Kader.
  • Die Schweiz startet am Samstag um 20.45 Uhr in Skopje gegen Nordmazedonien in die Nations League.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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