Bencic verpasst US-Open-Titel hauchdünn
von belmedia Redaktion Grand Slams Magazine nachrichtenticker.ch News Resultate Schweiz Schweizer Tennis Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Tennis tennis.ch Themen Turniere US-Sport Ⳇ Verbreitung
Belinda Bencic hat bei den US Open für einen starken Schweizer Auftritt gesorgt. Gemeinsam mit dem Italiener Flavio Cobolli erreichte die 29-Jährige im Mixed-Doppel das Finale im Arthur Ashe Stadium. Dort fehlte dem Duo nur noch ein letzter Schritt zum Titel: Gegen Karolina Muchova und Jakub Mensik unterlagen Bencic und Cobolli nach einem wechselhaften Endspiel mit 3:6, 6:1 und 6:10 im entscheidenden Match-Tiebreak.
Für Bencic war der Finaleinzug dennoch ein bemerkenswertes Ergebnis. Noch wenige Wochen zuvor hatte sie wegen Hüftproblemen mit gesundheitlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Beim WTA-Turnier in Toronto musste die Schweizerin vor ihrem Viertelfinal zurückziehen. In New York zeigte sie nun, dass sie auf höchstem Niveau wieder konkurrenzfähig ist.
Gemeinsam mit Cobolli entwickelte sich Bencic innerhalb kürzester Zeit zu einem der stärksten Teams des neu gestalteten Mixed-Wettbewerbs der US Open.
Grosse Namen auf dem Weg ins Finale
Der Weg ins Endspiel hatte es in sich. Bencic und Cobolli bezwangen zunächst Taylor Townsend und Alexander Zverev. Im Viertelfinal wartete mit Serena Williams und Carlos Alcaraz ein Duo, das im Arthur Ashe Stadium für enorme Aufmerksamkeit sorgte.
Auch diese Aufgabe meisterten die Schweizerin und ihr italienischer Partner. Bencic und Cobolli setzten sich mit 5:4 und 4:1 durch und erreichten damit den Halbfinal. Dort warteten Elina Switolina und Gaël Monfils.
Nach einem umkämpften Duell gelang Bencic und Cobolli auch gegen das verheiratete französisch-ukrainische Duo der Sprung ins Endspiel.
Starke Reaktion nach verlorenem ersten Satz
Im Finale erwischten Muchova und Mensik den besseren Start. Das tschechische Duo gewann den ersten Satz mit 6:3. Bencic und Cobolli reagierten jedoch eindrücklich und dominierten den zweiten Durchgang mit 6:1.
Damit musste das Match-Tiebreak entscheiden. Muchova und Mensik setzten sich dort früh etwas ab und gaben ihren Vorsprung nicht mehr aus der Hand. Ein Ass von Mensik beim dritten Matchball besiegelte schliesslich das 10:6 und damit den Titel für das tschechische Duo.
Bencic bleibt das Schweizer Aushängeschild
Für Bencic dürfte trotz der Niederlage vor allem der starke Auftritt in New York zählen. Nach ihren jüngsten körperlichen Problemen absolvierte sie mehrere intensive Partien und erreichte auf der grössten Tennisbühne der US Open einen Final.
Die Olympiasiegerin von Tokio hat nach der Geburt ihrer Tochter eindrücklich in die Weltspitze zurückgefunden. Wie wichtig ihre Rolle mittlerweile für den Schweizer Tennissport ist, zeigt auch der Belmedia-Hintergrundbericht über die Zukunft des Schweizer Tennis und Belinda Bencic als heutiges Aushängeschild.
Das erfolgreiche Zusammenspiel mit Cobolli kommt zudem nicht völlig überraschend. Bereits zuvor hatten die beiden gemeinsam im Mixed gespielt und bewiesen, dass ihre unterschiedlichen Spielanlagen gut zusammenpassen.
Für Bencic richtet sich der Fokus nun wieder auf das Einzel. Ihr Auftritt im Mixed hat vor dem eigentlichen Grand-Slam-Turnier vor allem eines gezeigt: Mit der Schweizerin ist in New York weiterhin zu rechnen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Titelbild: KI-Bild