Boteli entscheidet sich für die Schweiz

Winsley Boteli hat sich in der Nationalmannschaftsfrage klar positioniert: Der 20-jährige Sion-Stürmer will für die Schweiz spielen und schliesst einen Wechsel zur Demokratischen Republik Kongo aus. Nach seinem herausragenden Saisonstart hofft der Genfer nun auf sein erstes Aufgebot für die A-Nationalmannschaft.

Gegenüber SRF machte Boteli deutlich, dass für ihn die Schweiz immer an erster Stelle gestanden habe. Zwar stammt seine Mutter aus der Demokratischen Republik Kongo und der dortige Verband hat sich nach seinen starken Leistungen bei ihm gemeldet, einen Nationenwechsel plant der Angreifer aber nicht.

Boteli ist in der Schweiz geboren und läuft bereits seit der U15 für die Schweizer Nachwuchs-Auswahlen auf. In der laufenden Saison hat er für den FC Sion in zwölf Pflichtspielen zwölf Tore erzielt und sich damit auch für Nationaltrainer Murat Yakin nachdrücklich empfohlen.

«Die Nummer 1 war immer die Schweiz»

Die sportliche Zukunft Botelis auf Nationalmannschaftsebene war zuletzt zu einem Thema geworden. Durch die Herkunft seiner Mutter wäre der Angreifer grundsätzlich auch für die Demokratische Republik Kongo spielberechtigt.

Nach seinem starken Saisonstart wurde der afrikanische Verband offenbar aktiv. Boteli liess gegenüber SRF jedoch keinen Zweifel an seinen Absichten: «Die Nummer 1 war für mich immer die Schweiz.»

Der 20-Jährige verwies darauf, dass er in der Schweiz geboren und aufgewachsen sei. Die Schweizer Nachwuchs-Nationalteams begleiten ihn bereits seit der U15. Im Kongo selbst sei er noch nie gewesen.

Für Boteli ist damit klar, dass sein Weg innerhalb des Schweizer Nationalteams weitergehen soll. Er betonte zudem, dass ihm die Schweiz die Möglichkeit gegeben habe, sich sowohl als Fussballer als auch persönlich weiterzuentwickeln.

Yakin gibt nächstes Kader am 17. September bekannt

Nach der klaren Entscheidung wartet Boteli nun auf den nächsten Schritt. Am 17. September wird Murat Yakin sein nächstes Kader für die Schweizer A-Nationalmannschaft bekanntgeben.

Mit seinen aktuellen Leistungen hat sich der Sion-Stürmer zumindest sportlich in Position gebracht. Zwölf Tore in zwölf Pflichtspielen sind eine aussergewöhnliche Ausbeute.

Besonders eindrücklich war sein Hattrick auswärts gegen Ajax Amsterdam in der Conference-League-Qualifikation. Trotz Sions Ausscheiden sorgte Boteli in der Johan-Cruyff-Arena international für Aufmerksamkeit.

Wenig später entschied er auch das Super-League-Spiel beim FC Basel praktisch im Alleingang. Mit zwei Toren drehte Boteli einen Rückstand und führte Sion zu einem 2:1-Auswärtssieg.

Auch die Transferfrage ist geklärt

Nicht nur auf Nationalmannschaftsebene hat Boteli seine Vorstellungen nun deutlich gemacht. Auch einen kurzfristigen Klubwechsel hat der frühere Gladbach-Junior ausgeschlossen.

Der FC Sion hatte zuletzt trotz grossem internationalem Interesse klargemacht, dass der Angreifer nicht verkauft werden soll. Selbst bei einem Angebot in der Grössenordnung von 30 Millionen Franken wollte Sion Boteli nicht ziehen lassen.

Boteli bestätigte gegenüber SRF, dass es Angebote gegeben habe. Für ihn sei jedoch schon länger klar gewesen, dass er im Wallis bleiben wolle.

Sion besitzt mit dem Stürmer einen langfristig gebundenen Spieler. Nachdem Boteli zunächst leihweise von Borussia Mönchengladbach ins Wallis gekommen war, sicherten sich die Sittener seine Dienste definitiv und statteten ihn mit einem Vertrag bis 2030 aus.

Von der U21 in die A-Nati?

Boteli gehört aktuell zur Schweizer U21 und hat auch dort bereits wichtige Tore erzielt. Im März traf er beim 1:0 gegen die Färöer kurz nach seiner Einwechslung zum entscheidenden Siegtreffer.

Seine Entwicklung hat sich seither noch einmal beschleunigt. Beim FC Sion ist aus dem früher häufig eingesetzten Joker ein entscheidender Offensivspieler geworden.

Die Frage lautet deshalb inzwischen weniger, für welches Land Boteli spielen möchte. Diese Antwort hat er geliefert. Entscheidend ist nun, wann Murat Yakin den formstarken Angreifer erstmals für die Schweizer A-Nationalmannschaft aufbietet.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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