Bundesliga-Rekord: Augsburg trifft nach 8,37 Sekunden
von belmedia Redaktion Allgemein Bundesliga Europa Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Robin Fellhauer schreibt Bundesliga-Geschichte. Der 28-jährige Spieler des FC Augsburg erzielt gegen Bayern München nach nur 8,37 Sekunden das schnellste Tor seit Gründung der Bundesliga 1963. Ein schwerer Fehler von Manuel Neuer ermöglicht den historischen Treffer. Am Ende trennen sich Augsburg und Bayern in einem spektakulären Spiel mit 2:2.
Bayern hat Anstoss und spielt den Ball sofort zurück zu Neuer. Der 40-jährige Torhüter gerät unter Druck, versucht Fellhauer mit einem Heber zu überspielen und trifft dabei dessen Rücken. Der Augsburger reagiert blitzschnell, läuft auf das verlassene Tor zu und schiebt zum 1:0 ein.
Der bisherige Rekord von neun Sekunden gehörte Karim Bellarabi und Kevin Volland. Fellhauer unterbietet beide Bestmarken. Für Augsburg mit dem Schweizer Nationalspieler Fabian Rieder ist der Punktgewinn gegen den deutschen Meister ein weiterer wichtiger Erfolg, während Bayern die mögliche Übernahme der Tabellenführung verpasst.
Acht Sekunden, die Bundesliga-Geschichte schreiben
Was in der Augsburger WWK Arena unmittelbar nach dem Anpfiff passiert, wird in die Rekordbücher eingehen.
Bayern beginnt die Partie mit dem Anstoss. Der Ball gelangt zu Manuel Neuer, der von Robin Fellhauer sofort angelaufen wird.
Neuers Ballkontrolle misslingt. Anschliessend versucht der Weltmeister von 2014, seinen Gegenspieler mit einem Heber zu überspielen.
Doch der Ball prallt gegen Fellhauers Rücken. Neuer befindet sich ausserhalb seiner optimalen Position, während der Augsburger freie Bahn auf das Tor hat.
Nach exakt 8,37 Sekunden liegt Bayern mit 0:1 zurück.
Bellarabi und Volland verlieren ihre Rekorde
Elf beziehungsweise zwölf Jahre lang hatten zwei andere Spieler die Bestmarke gehalten.
Karim Bellarabi traf am 23. August 2014 für Bayer Leverkusen gegen Borussia Dortmund nach neun Sekunden.
Kevin Volland egalisierte diese Zeit am 22. August 2015 für die TSG Hoffenheim gegen Bayern München.
Nun werden beide von Fellhauer übertroffen.
Bemerkenswert ist, dass der Rekordmeister damit bereits zum zweiten Mal bei einem historischen Blitztreffer auf der Gegenseite steht.
Bayern kämpft sich zweimal zurück
Nach dem frühen Rückstand übernimmt Bayern zunehmend die Kontrolle. Mehrere Münchner Treffer werden allerdings wegen Abseitsstellungen aberkannt.
In der 55. Minute gelingt Ismael Saibari der Ausgleich zum 1:1.
Augsburg antwortet neun Minuten später. Nach einem Abschluss von Calvin Brackelmann kann Neuer den Ball nicht festhalten. Rodrigo Ribeiro verwertet den Abpraller zur erneuten Führung.
Bayern drängt nochmals nach vorne. In der 80. Minute bedient Harry Kane den eingewechselten Nathaniel Brown, der zum 2:2 einschiebt.
Serge Gnabry trifft anschliessend noch den Pfosten. So bleibt es beim Unentschieden vor 30’660 Zuschauern.
Fabian Rieder spielt bei Augsburg eine wichtige Rolle
Auch aus Schweizer Sicht ist die Begegnung interessant. Fabian Rieder steht bei Augsburg erneut in der Startelf und übernimmt Aufgaben im zentralen Mittelfeld.
Der Schweizer Nationalspieler hat sich nach seinem Wechsel zu den Fuggerstädtern schnell zu einem wichtigen Bestandteil der Mannschaft entwickelt.
Bereits bei der Augsburger Partie gegen Werder Bremen bereitete Rieder einen Treffer von Fellhauer vor.
Gegen Bayern sorgt nun sein Mannschaftskollege mit dem schnellsten Tor der Bundesligageschichte für die grosse Schlagzeile.
Neuer erlebt einen schwierigen Nachmittag
Für Manuel Neuer ist das Spiel besonders bitter. Sein Fehler nach dem Anstoss ermöglicht den Rekordtreffer.
Auch beim zweiten Augsburger Tor wirkt der Bayern-Keeper unglücklich, als er den Ball nach Brackelmanns Schuss nach vorne abwehrt.
Nach der Partie räumt Neuer seinen Fehler beim frühen Gegentreffer ein.
Die Münchner besitzen zwar genügend Möglichkeiten für einen Sieg, können ihren grossen Aufwand aber nicht in drei Punkte ummünzen.
Damit verpasst Bayern die Chance, Borussia Dortmund nach dessen 2:2 gegen Werder Bremen an der Tabellenspitze abzulösen.
Ein Rekord, der lange bestehen könnte
Fellhauers Treffer zeigt, wie schnell im modernen Spitzenfussball eine Begegnung entschieden beeinflusst werden kann.
Intensives Pressing unmittelbar nach dem Anstoss und eine missglückte Torhüteraktion reichen für einen historischen Moment.
Der 28-Jährige ist damit vorerst alleiniger Rekordhalter. Für Augsburg bleibt neben der persönlichen Bestmarke auch der Punktgewinn gegen den deutschen Meister.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert